Storytime
Wir befinden uns im Herbst des Jahres 2017. Seit zwei Jahren wandeln sogenannte Zombies auf unserer Erde und machen den letzten Überlebenden das Leben schwer. Das Chaos verbreitete sich schleichend und so nahm der Tod immer mehr von den Lebenden mit sich. Die mit Kampfgeist, Stärke und vor allem Köpfchen, schafften es irgendwie all den Verlust und Schmerz zu verkraften und sich mit der neuen Welt "anzufreunden". Die einen sahen den Ausbruch der Seuche als Strafe, andere wiederum als Neuanfang. Jene, denen in ihrem früheren Leben nie etwas Gutes widerfahren war, ob sie nun selbst daran schuld waren oder der Einfluss anderer Menschen. Mittlerweile ist die Vergangenheit jedoch irrelevant geworden, im Anbetracht dessen, was einem jeden Tag aufs Neue bevorstand. Einige der letzten Überlebenden schlossen sich in Gruppen und Kolonien zusammen, um die Chancen aufs Überleben zu erhöhen und das Lebewesen Mensch zu bewahren. Doch nicht jede dieser Gruppen hat gute Absichten. Den mit dem Tod tat sich ein weiteres Hindernis auf. Misstrauen, Kampf und Krieg. Niemand vertraut dem anderen, selbst wenn er es unter Beweis stellt. Kämpfe wegen Konserven werden ausgetragen und Kriege geführt, weil man am Leben bleiben will. Ein Messer in der Brust eines Feindes als Zeichen des Überlebens...
Team
Date
WeatherDer Herbst ist in Washington eingezogen und macht den Überlebenden zuschaffen. Regenschauer, Stürme und kalte Winde ziehen durch die Straßen und Wälder, während der wandelnde Tod ungehindert weiter mordet. Wer überleben will, sollte sich warme Sachen anziehen und sich einen Unterschlupf suchen, sowie ein paar Konserven bunkern. Vielleicht wäre es sogar sicherer sich einer Kolonie anzuschließen? Doch bedenke, nach dem Herbst kommt der Winter.
NewsflashNeues Jahr neues Glück, neue Beißer. Wir kämpfen weiter gegen die Untoten doch nicht nur diese sind zur Quelle des Bösen geworden. Auch die Menschen sind zu einer großen Gefahr geworden. Die Mitglieder des Hotel Herrenhaus werden dies nun am eigenen Leib erfahren müssen, da das Hotel angegegriffen wird. Werden sie ihr zu Hause verteidigen können und wieso eilt der Güterhof ihnen nun zur Hilfe? - your Last Survivors Team, since March 2018 ♥
#1

“Is it romantic or psychotic when I say I'll never let you leave me?” | Velvet & Kenneth | Solomon | Quinn

in Verschobene Plays 16.02.2019 13:59
von Solomon Q. Strange | 142 Beiträge | 394 Punkte
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Kolonie Die Auserwählten



"For me, insanity is super sanity. The normal is psychotic. Normal means lack of imagination, lack of creativity."

@Velvet



Der erste Tag in der neuen Praxis, der erste Tag nach dem Studium, die erste Festanstellung. Der frisch gebackene Psychologe hatte es sich an seinem neuen Schreibtisch gemütlich gemacht, die Füße auf das edle Holz gelegt und blätterte in der Akte seiner ersten Patientin. Die letzten Jahre waren schwierig gewesen, schwierig für seine Person, obwohl alles andere so leicht gewesen war. Das Studium hatte er mit Bestnoten abgeschlossen, seine Abschlussarbeit hatte so viel Anklang gefunden, dass man sie sofort publizierte und auf das gleiche Niveau von weitaus mehr renommierten Geistesforschern stellte. Der junge Mann hatte sich schon immer mehr für die schwerwiegenderen psychischen Erkrankungen interessiert. Er vermochte auch Menschen mit Depressionen zu helfen um ihren Alltag wieder unter Kontrolle zu bringen, doch dies interessierte ihn weniger. Er wollte mit den kranken Geistern arbeiten, welche so viel mehr Gefahr boten. Aus diesem Grund hatte er sich einen Namen gemacht. Während des Studiums hatte er seine Praktika in keinen normalen Einrichtungen abgelegt, er wollte zu den psychopathischen Straftätern und ihren Geist verstehen. Und er verstand sie, besser als er es hätte tun dürfen. Leider verlangten diese für eine Festanstellung mehrere Jahre Berufserfahrung, weswegen es ihn in diese Praxis verschlagen hatte. Zu seinem Glück sollte seine erste Patientin auch etwas ganz besonderes werden.
Oftmals wurde er schon gefragt, aus welchem Grund er sich für diese Art von Krankheiten interessierte. Seine Antwort war meist kurz und von wenig Inhalt: Es gab zu wenig Möglichkeiten solche Geister zu heilen und er hatte dies zu seiner Lebensaufgabe gemacht. Doch diese Antwort kam nicht von Herzen, denn der junge Psychologe barg selbst ein Geheimnis, eine Erkrankung mit der er zu Kämpfen hatte. Und diese Erkrankung nannte sich Solomon. Solomon war die zweite Persönlichkeit, neben seiner eigenen, welche sich in seinem Körper manifestiert hatte. Es gab Momente, Tage, an welchen Solomon die Oberhand gewand, doch noch war er zu stark und ließ ihn das Licht nicht behalten. Manche konnten sich mit ihren Persönlichkeiten vereinbaren, er selbst hatte es schon gesehen. doch dies klappte nicht hier. Er und seine Persönlichkeit sprachen nicht miteinander, er selbst wusste nichts von Solomon, wusste nicht was passierte, wenn dieser die Oberhand hatte. Nur Erinnerungsfetzen waren das, was der andere ihm preisgab, Erinnerungen und Taten die markerschütternd waren. Solomon war ein Verbrecher, wenn nicht sogar ein Mörder - er selbst wusste zu wenig über ihn. Der Psychologe hatte mit dem Gedanken gekämpft sich zu stellen, doch all das was er erreicht hatte würde wie eine Blase zerplatzen. Man würde ihn an die Orte stecken, an welchen er therapiert hatte. Er würde nichts mehr erreichen können und so schwieg er und behielt Solomon als Geheimnis. Wenn er andere Geister dieser Sorte würde heilen können, vielleicht würde er es auch schaffen die Oberhand über den anderen zu gewinnen, ihn wegzusperren oder zu vernichten. Das war seine Aufgabe, seinen eigenen Geist zu retten.

Noch immer blätterte er in der Akte der jungen Frau, sie war nicht wesentlich jünger als er selbst, hatte schon viel erlebt. Doch war die Akte dürftig, dürftig in dem Sinne von dem, was ihn interessierte. Sie hatte sich selbst Hilfe gesucht, war schon bei mehreren Therapeuten gewesen und war nach der ersten Stunde nie wieder zu einer zweiten angetreten. Die Wahrscheinlichkeit war groß, dass er sie auch nur einmal zu Gesicht bekommen würde und alle Arbeit vergebens war - doch er hoffte noch. Er hoffte das sie ihm einen Durchbruch geben würde, dass sie etwas ganz besonderes war. Der Psychologe blickte auf die Uhr, er hatte seiner Sekretärin gesagt, sie bräuchte die junge Dame nicht bei ihm anmelden, sondern sie gleich zu ihm herein geleiten. Jetzt war der Termin. Und wie aufs Stichwort vernahm der junge Mann schritte vor seinem Büro. Schnell nahm er die Beine von seinem Schreibtisch herunter und stand auf. Ein zaghaftes Klopfen an der Tür. Schnellen Schrittes überbrückte er die Entfernung und stand nun selbst vor der Tür - durch das milchige Glas erkannte er eine einzelne Person auf der anderen Seite stehen. Noch einmal tief durch atmen, dann öffnete er die Tür. Ein freundliches Lächeln zierte seine Lippen als er einer hübschen, jungen Brünetten ins Gesicht blickte. Ihr Auftreten schien bis jetzt ganz normal, die Vorsicht stand in ihren Augen und er reichte ihr die Hand. "Wie schön sie kennen zu lernen! Wenn sie herein kommen möchten?", dabei deutete der Psychologe auf zwei lederne Sessel, die sich gegenüber standen. Er ließ sie vorgehen und als sie sich gesetzt hatte, so setzte er sich ebenfalls hin. Er selbst überschlug die Beine und ließ das Klemmbrett neben ihm liegen. Heute würde er nicht schreiben, denn er wusste das es wenig Vertrauen gegenüber brachte, wenn man sich nur mit seinen Notizen beschäftigte. "Ich bin Dr. Jenkins. Aber wenn sie möchten, können sie mich ruhig Kenneth nennen."




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#2

RE: “Is it romantic or psychotic when I say I'll never let you leave me?” | Velvet & Kenneth | Solomon | Quinn

in Verschobene Plays 16.02.2019 15:18
von Gelöschtes Mitglied
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What I really Want? A nice Flat, a fun Job and someone to watch movies with.
@Solomon Q. Strange





Sie war stink sauer - verdammt wütend, wenn sie es so beschreiben musste. Man hatte IHR verordnet zu einem Psychologen zu gehen da ihre letzte Mission ungewollte spuren hinterlassen hatte. Naja, der Auftrag hatte gelautet, es solle wie Selbstmord aussehen und sie hatte 4 Polizisten und 2 Zivilisten getötet aber Hey...der Zeuge war tot.
Das alleine Zählte, sie hatte ihren Spaß dabei gehabt und der einte Polizist hatte wirklich nicht aufgehört zu jammer - echt anstrengend. Doch hatte man sie gezwungen sich selber bei dem Psychologen zu melden und so zu tun, als wäre es ihre Entscheidung gewesen über ihre "Probleme" sprechen zu wollen. Es war ja nicht so das Velvet nicht wusste das was nicht mit ihr stimmt aber hey - sie fand sich selber super und sie hatte keinen Grund, was daran ändern zu wollen. Sie besitze die tollsten Designer Klamotten, ein tolles Haus in Paris und jede menge Geld. Sie war glücklich - ja sie war es. Zumindest redete es sich die junge Frau täglich ein. Dass sie selbst Tag und Nacht einen Kampf mit sich selber führte, würde niemals jemand erfahren. Niemand sollte jemals wissen, was Velvet in ihrem Leben Wiederfahren war und wer sie wirklich war. Sie selbst hatte etwas ganz besonderes aus sich gemacht und sie wollte das die ganze Welt es sehen würde. Ihr Boss erklärte ihr immer wie stolz er auf sie war und wie einzigartig sie in seinen Augen doch aussah. Velvet musste bei dem Gedanken schmunzeln, als sie die Praxis betrat. Sie mochte ihn. Sie mochte ihn wirklich.
Beim Empfang angekommen lehnte sich die Blondhaarige auf den Tresen und blickte dabei gespannt auf die Empfangsdame hinab. Diese hatte wohl noch nie was von Mode gehört, denn ihr Pullover konnte nicht mal mehr als Vintage durchgehen. "Kann ich ihnen helfen?" Erkundigte sich die Dame bei ihr und Velvet legte ihren Kopf zur Seite. " Ich wollte zur Polizei und einen Mord melden, bin ich hier richtig?" Ihren Kopf auf ihrem Arm abgestützt, sah sie amüsiert zu, wie die Frau sich räusperte und verzweifelt nach Worten suchte. Zeit sie zu erlösen, dachte sie sich und lächelte dann zuckersüß. "Nur ein Scherz, ich will zu Dr. Jenkins, er schuldet mir noch 20 Doller, mein Name ist Claudite." Sich von dem Tresen abgestoßen und eine Pirouette gedreht teilte ihr die Frau nach gefühlten 10 Minuten endlich mit, das sie ja einen Termin hatte und sie sich zum Raum am Ende des Flures begeben soll. "Hab ich ja gesagt das ich einen Termin habe." Theatralisch die Augen verdreht, sah sie die Empfangsdame nochmals an. "Ihr Pullover hat ein Loch." Zugesehen wie diese ihren Kopf sofort senkte um nachzusehen, lächelte Velvet vergnügt, bevor sie sich dann auf richtung Doc machte. Wieso sie genau diesen Psychologen ausgesucht hatte? Tja, wenn man sie schon zwang, etwas zu tun was sie nicht wollte, dann wollte sie trotzdem am Ende noch selbst entscheiden, wie es enden würde. Es sollte also so enden, das Velvet sich einen jungen Mann ausgesucht hatte, der gerade frisch sein Studium abgeschlossen hatte. Sie hatte so einiges über ihn herausbekommen und sich selbst ihre kleine Akte zurechtgelegt. Informationen sind alles. Dr. Jenkins sollte der Beste seines Jahrgangs und dazu noch ein halbes Genie sein - klang also vielversprechend. Zudem sah er auch noch ganz gut aus, wieso also nicht etwas Spaß haben, wenn sie schon hier war. So blieb die Assassine nun vor der milchigen Tür stehen und sah durch diese hindurch. Sie konnte nur einige Umrisse auf der anderen Seite wahrnehmen, nichts was sich bewegte. Kurz fuhr sie mit ihrem Finger über das Glas bevor sie dann 3 Mal in Folge klopfte. Er sollte ja auch wissen, dass sie da war. Ihre Arme dann gelassen in ihre Designer Hosen gesteckt, blieb sie abwartend an Ort und Stelle stehen. Sie verfolgte die Siloutte, welche nun zu sehen war und konnte diese schlussendlich vor ihr und in voller Größe erkennen. Er war ein Kopf größer als sie und sie war gewiss auch nicht gerade die kleinste. Sie schätze ihn also bestimmt über 1.85cm. Er öffnete die Tür und sogleich trat ein Lächeln auf seine Lippen. Ob das wirklich ernst gemeint war? Es sah schon etwas übertrieben aus aber hey, let's go with the flow. Sie setzte ebenfalls ein etwas leicht übertriebenes Lächeln auf. Sowas taten Menschen wirklich bei einem ersten Treffen? Kurz hielt sie inne, nahm dann aber seine Hand entgegen und drückte diese. Sie würde sich niemals an solche albernen Begrüßungen gewöhnen können, völlig überbewertet. Doch ließ sie sich nichts anmerken denn sie musste sich ermahnen sich zu benehmen. Wieder konnte sie die Stimme ihres Bosses hören. "Und bitte benimm dich Velvet, verstanden?!" Sie hatte ihn gefragt ob er nach dem Termin bei ihr vorbeischen würde, um ein Gläschen Champagner im Hotel zu trinken aber wie immer hatte er gebrummt: "Vielleicht später."
In ihren Gedanken vertieft hatte sie auf seine Frage hin nur genickt und trat schließlich in das Zimmer ein. Ihren Blick überflog die viel zu sterile Dekoration bevor sie dann vor dem Sessel stehen blieb und sich zu dem Doc umdrehte. "Haben sie das eingerichtet?" Fragte sie den gutaussehenden Mann, während sie sich dann setzte. "Bequemer Sessel." Sagte sie eher zu sich selbst bevor sie sich etwas tiefer darin niederließ, den Doc dabei aber nicht aus den Augen ließ. Er schien ganz okay, so wie auf dem Foto, welches sie von ihm gefunden hatte. "Kenneth." Wiederholte sie mit leicht tieferer und natürlich ihrem gespielten französischen Akzent seinen Namen. "Darf ich Sie auch Doc nennen?" Fragend hob sie eine Augenbraue, bevor sie dann mit ihrer Hand über den ledrigen Sessel fuhr und dabei lächelte.


Solomon Q. Strange findet das gut.
Solomon Q. Strange liebt es!
Solomon Q. Strange That's so romantic!
Solomon Q. Strange tanzt den Zombie ChaChaCha.
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#3

RE: “Is it romantic or psychotic when I say I'll never let you leave me?” | Velvet & Kenneth | Solomon | Quinn

in Verschobene Plays 17.02.2019 11:37
von Solomon Q. Strange | 142 Beiträge | 394 Punkte
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“He lives down in a ribcage in the dry leaves of a heart.”

@Velvet



Claudite Morel. Eine zierliche, dunkelblonde, ja fast honigfarbenes Haar, junge Frau stand vor ihm. Sie wirkte schon auf den ersten Blick besonders. Es könnte sehr interessant sein, mehr über sie herauszufinden. Das lockte ihn, das Unbekannte. Sie war klein, fast feenhaft, einen Kopf kürzer als er - doch schnell hatte er in seinem Beruf gelernt, dass die Größe eine Person nicht ausmachte. Ihr Lächeln war ungewöhnlich, schief und vielleicht ein bisschen too much, doch irgendwie hatte er das Gefühl, sie machte ihn nach. Kenneth merkte die Anspannung in seinen Zügen und legte einen lockeren Gesichtsausdruck auf. Der Händedruck war warm, nicht zu fest und nicht zu lasch. Einige Gedanken schwirrten schon zu ihrer Persönlichkeit in ihrem Kopf, doch galt es keine zu voreiligen Schlüsse zu ziehen. Er deutete ihr sich zu setzen und so tat er es ihr gleich. Ihr Blick durch sein Büro entging ihm nicht, doch versuchte er diesem nicht zu viel Beachtung zu schenken. Noch war dies hier kein Ort, an dem er sich selbst so richtig wohl fühlte, hatte er sich auch noch nicht komplett eingelebt. Lediglich die beiden Sessel waren es gewesen, die er bis jetzt hatte austauschen lassen. Er hielt nichts von der klassischen grünen Liege und dem Ohrensessel daneben. Er wollte mit seinem Patienten auf einer Höhe stehen, zeigen das sie gleich waren und so war das vorherige Mobiliar zwei identischen Ledersesseln gewichen. So verwunderte ihn auch ihre Frage nicht. Ein kurzes Grinsen trat auf seine Lippen, während er es sich gemütlich machte und die Füße überkreuzte. "Trauen Sie mir denn diesen Einrichtungsstil zu?" Ihm war es nicht nur wichtig, seinen Patienten einzuschätzen, sondern legte auch wert darauf zu wissen, wie der Patient ihn einschätzte, wie weit er gehen konnte und womit er schließlich anfangen würde.
Bei jedem Wort, jeder Bewegung behielt sie ihn genau im Auge und Kenneth tat es ihr gleich, mit neugierigem Interesse. Er gab ihr einen Moment ehe sie als nächstes das Wort wieder erhob. Automatisch zogen sich seine Mundwinkel wieder nach oben. "Sie dürfen mich nennen wie sie wollen, Claudite. Oder wollen sie lieber Mademoiselle Morel genannt werden?" Seine Patientin sollte sich wohl fühlen, mit dem Namen angesprochen werden, wie sie es sich wünschte. Claudite Morel, aus ihrer Akte hatte er die französische Abstammung entnommen. Man konnte sich zu Anfang nie sicher sein, ob das, was einem die Patienten lieferten auch wirklich stimmte, doch sein gegenüber hatte einen unverkennbaren französischen Akzent - aus diesem Grund würde er dem Geschriebenen zunächst Glauben schenken. Aber sie waren ja noch ganz am Anfang.

Mit einem Kopfnicken deutete er auf den Beistelltisch neben ihrem Platz. "Wasser, Saft was sie wünschen. Beliebt es ihnen nach Kaffee oder Tee, lasse ich dergleichen von meiner Sekretärin bringen." Er selbst hatte ein Glas Wasser neben sich stehen, dies stand dort meist sporadisch, denn während seiner Sitzung wollte er sich mit der Person beschäftigen und nicht mit dem Trinken.
Kenneth räusperte sich. Smalltalk war schön und gut, würde ihm und ihr aber nichts bringen. So faltete er die Hände und blickte ihr erneut entgegen. "Haben sie Wünsche wie wir anfangen wollen? Soll ich ihnen zunächst vielleicht etwas über mich erzählen oder wollen sie damit anfangen, warum sie mich aufgesucht haben?"




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#4

RE: “Is it romantic or psychotic when I say I'll never let you leave me?” | Velvet & Kenneth | Solomon | Quinn

in Verschobene Plays 17.02.2019 13:41
von Gelöschtes Mitglied
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He was just so fucking thirsty!

@Solomon Q. Strange



Der Raum sah wirklich nicht gerade einladend aus, zumindest hätte Velvet diesen komplett anders eingerichtet, wenn es nach ihr gegangen wäre. Doch konnte sie nun auch nichts mehr dagegen tun. Das Einzige was ihr ein kleiner Lichtblick am Ende des Tunnels gab, waren die beiden Ledersessel. Diese waren Vintage, richtiges Vintage nicht so wie der grüne Pullover der Empfangsdame. Wieder musste sie daran denken und schmunzelte dabei. Ihr Blick lag jedoch weiterhin auf dem Psychologen, der ihr gegenüber Platz genommen hatte und sie ebenfalls ansah. Wie er da so saß konnte man ihn beinahe ernst nehmen. Naja wer nahm Velvet auch schon wirklich ernst...niemanden. Sie machte sich aus jedem und jeder Situation einen Spaß und tat einfach immer das vorauf sie gerade Lust und Laune hatte. Doch heute würde es nicht so sein, ermahnte sie sich erneut. Sie musste sich benehmen - nicht das sie suspendiert wurde. Sie wollte so schnell wie möglich ihren neuen Auftrag bekommen und dieser würde sie nur kriegen, wenn Claudite gut bei dem Doktor abschnitt. Doch irgendwie hatte Velvet keine große Lust dazu sich zu benehmen, so wie immer. So überschlug sie nun ihre Beine, während sie Kenneth ihr eine Gegenfrage stellte. "Wenige Menschen haben guten Geschmack."Sie zuckte mit den Schultern und wieder mimte sie sein Lächeln nach. Sie wollte normal wirken, nicht aufgedreht so wie sie sonst war. Ein weiteres Mal konnte sie es sich nicht leisten, von einer Praxis eskortiert zu werden. So fuhr sie nun mit ihrer Hand über den ledrigen Sessel, während sie ihren Blick erneut durch den Raum gleiten ließ. "Etwas Farbe könnte nicht schaden." Und wieder blieb ihr Blick danach bei dem jungen Mann vor ihr hängen. Dass sie ihn so nennen durfte, wie sie wollte, gefiel ihr und so nickte sie ihm zu. "Sehr gut Doc und Claudite reicht völlig aus." Sie zwinkerte ihm zu, bevor sie dann erneut tiefer in den Sessel rutschte. Als er ihr etwas zu trinken anbot hob sie ihre Augenbraue. "Haben sie Champagner?" Wieder mimte sie seine ihn nach und räusperte sich genauso, wie er es getan hatte. "Wasser ist zwar schön und gut aber ich finde, wir sollten es uns gemütlich machen oder nicht Doc?" Sie lächelte übertrieben charmant, bevor sie sich dann nach vorne beugte, um das Glas Wasser in die Hand zu nehmen, welches wohl für ihn dort bereit stehen sollte. Kurz musterte sie das Glas in ihrer Hand, bevor sie lautlos damit aufstand. Ein kurzer Blick dem Doc zugewandt entfernte sie sich schließlich richtung Wandschrank der hinter ihm an der Wand stand. Ein Kaktus, welcher neben dem Regal in einer Vase auf dem Boden stand, hatte ihr Interesse geweckt. Vor der Pflanze angekommen, hob sie das Glas Wasser und schüttete es wortlos über den Kaktus. Sich umgedreht und wieder neben dem Doc angelangt, drückte sie ihm das Glas schließlich in die Hand. "Der Kaktus sah so durstig aus, tut mir leid Doc." Ihren Kopf entschuldigen zur Seite gelegt, marschierte die dunkelblonde Frau wieder auf ihren Sessel zu und ließ sich abermals darin hineinplumpsen. "Lassen sie mich überlegen..." Ihren Finger auf ihre Lippen gelegt, schüttelte sie kurz darauf hastig ihren Kopf. "Nein nicht wirklich, überraschen Sie mich doch. Ach nein warten Sie, sie wollen bestimmt wissen, wie es mir geht, oder?" Ihre Augen leuchteten plötzlich enthusiastisch auf. "Mir geht es gut danke und Ihnen? Sie sehen gelangweilt aus. Was tun sie, wenn ihnen langweilig ist?" Wieder legte Velvet ihren Kopf zur Seite und fuhr wieder mit ihrer Hand über den Ledersessel. "Also wenn mir langweilig ist, gehe ich gerne Einkaufen oder töte jemanden." Ihr unschuldiges Lächeln, welches sie auf ihren Lippen getragen hatte, erlosch plötzlich. Sie wollte doch wenigstens ein bisschen Spaß haben. Sie durfte doch, oder? Die Assassine wollte doch nur kurz sehen, wie er darauf reagieren würde. Wie seine Augen seine Emotionen widerspiegeln würden, die er bei ihren letzten Worten vernehmen würde. So verharrte sie in ihrer Position, während sie den Doc mit einem abwarteten starren Blick löcherte.


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#5

RE: “Is it romantic or psychotic when I say I'll never let you leave me?” | Velvet & Kenneth | Solomon | Quinn

in Verschobene Plays 17.02.2019 15:01
von Solomon Q. Strange | 142 Beiträge | 394 Punkte
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Kolonie Die Auserwählten



“We've all got the power to kill in our hands, but most of us are afraid to use it. Those who aren't, control life itself.”
@Velvet



Ihre Bemerkung zu dem Geschmack der Menschen entlockte ihm ein erneutes Schmunzeln. Im Falle seines Büros hatte sie damit eindeutig Recht. Ursprünglich hatte er sich ja vorgenommen nicht allzu lange zu bleiben, doch jetzt, gleich bei seiner ersten Patientin, merkte er, dass er doch etwas tun müsste. Wenn er sich nicht wohl fühlte, schön und gut, aber ihm war es wichtig, dass seine Patienten es taten. Deswegen brauchte er etwas mehr von dem guten alten klassischen Stil. Er würde wohl nach Feierabend einige Prospekte durchstöbern müssen. Auf ihre Aussage mit der Farbe hin, erhob Kenneth wieder das Wort, vielleicht würde er dieses Mal eine Antwort auf seine Frage bekommen. "Und welche Farbe dürfte es ihrer Meinung nach sein?", die meisten Menschen wählten ihre Lieblingsfarbe und anhand dieser konnte man auf einige Charaktereigenschaften schließen, insbesondere wenn man gerade jemand kennen lernte.
Er nickte als sie es ihm gestattete, sie bei ihrem Vornamen zu nennen. Dies war der Anfang für ein Vertrauensverhältnis. Viele Studien besagten das man seinem Patienten nicht so viel Macht geben sollte, ihn beim Vornamen zu nennen, dass man Distanz wahren sollte - doch war er der Meinung, dass Distanz die falsche Herangehensweise bei einem Therapiegespräch war. Er wollte die Person kennen lernen und nicht von sich fernhalten. So war es für ihn auch kein Problem, Dinge aus seinem alltäglichen Leben zu benennen - solange nichts davon relevant war.

"Champagner? Das Gesetz verbietet es leider." Solomon zwinkerte ebenso wie sie. Denn da gab es ein kleines Geheimnis. Nicht nur die beiden Ledersessel hatten Platz in diesem Büro gefunden, auch hatte er in der Anrichte eine Flasche guten alten Bourbon versteckt - eines seiner Laster. Ein kleines Schlückchen tat schließlich niemandem weh. Nur würde er sich davor hüten diesen mit einem Patienten zu teilen. Einige reagierten nämlich ganz besonders stark auf dieses flüssige Gift.
Umso mehr irritierte es ihn, dass sie dann doch zum Wasser griff - seinem Glas. Für einen Moment dachte er sich, dass sie sich mit dem Alkohol einen kleinen Spaß erlaubt hatte und sich mit dem Sprudel zufrieden geben würde. Doch im nächsten Augenblick steckte er seine erste These wieder ad akta. Sie schien kein Interesse an dem Glas zu haben, stattdessen stand sie auf und schritt durch sein Zimmer. Kenneth zog eine Augenbraue hoch, blieb aber sitzen und sah ihr interessiert hinterher. Der ach so normale erste Eindruck war nun vollkommen verflogen, anscheinend hatte er es hier mit einem durchaus spannenden Fall zu tun. Wie spannend vermochte er noch nicht sagen - aber bald. Claudite schritt auf das Fenster zu, direkt zu dem Kaktus, welcher zwischen Vorhang und Schrankwand stand. In dem Moment als sie ihr Glas leerte, wusste auch Kenneth was sie gerade machte. Er war sprachlos. Sollte er lachen oder verwirrt aus der Wäsche gucken. Doch egal was ihm gerade durch den Kopf schoss, seine Mimik blieb so entspannt wie zuvor und sein mattes Lächeln wurde nicht getrübt. Das war eindeutig nicht normal. Wer kam in eine Praxis, nahm dem Therapeuten das Glas weg und goss damit einen Kaktus? Eigentlich war die Situation urkomisch, weswegen er sich ein kleines Lachen abrang, welches er schnell mit einem Hüsteln überdecken wollte. Der Schalk blieb jedoch in seinen Augen. "Muss es nicht, meine Liebe. Ich schätze bei mir wäre er ohnehin vertrocknet. Ich muss wohl darauf bestehen, dass sie mich regelmäßig besuchen. Wer gießt sonst meinen Kaktus?"

Als sie sich nun wieder in dem Sessel niedergesetzt hatte, wartete der Psychologe kurz ab. Und tatsächlich, sie ging auf sein Einstiegsgespräch ein. Vielleicht etwas anders als erwartet. Doch ehe er selbst das Wort ergreifen konnte, kam sie ihm wieder zuvor. Fast so als würde sie mit sich selbst sprechen und ihre eigenen Fragen beantworten. Kenneth schwieg und wartete ab. Ein zweifelnder Gesichtsausdruck legte sich nun bei ihm nieder als sie meinte das es ihr gut ginge. Eine Antwort die nicht zu dem Bild passte, dass sie sich hier angemeldet hatte - selbstständig. "Ich" - Kenneth wollte gerade erzählen was er tat, wenn ihm langweilig war. Das er sich ein gutes Buch nahm, sich mit Freunden traf.. doch erneut ließ sie ihn nicht aussprechen. Shoppen - welche Frau tat das nicht gern. Doch das 'oder' - und was danach kam, hatte er nicht erwartet. Bei keinem in den ersten 5 Minuten ihres ersten Therapiegespräches. Doch sein Ausdruck blieb gleichgültig obwohl es sein Lächeln einbüßen musste. Denn sie beobachtete ihn, blickte Kenneth direkt entgegen, scharf darauf zu wissen, wie er jetzt reagierte. War es ein schlechter Scherz? Doch irgendetwas in ihm, seine Intuition, verriet ihm, dass sie es bitter ernst meinte. Kenneth kannte solche Situationen, hatte er mit Straftätern zusammen gearbeitet, mit ihnen über ihre Morde geredet. Er würde auch diese Situation meistern. Auch ihr Gesichtsausdruck hatte sich verändert. Dort saß nicht mehr die unschuldige, zierliche Frau - Kälte hatte die Wärme verdrängt und Unberechenbarkeit stand in den Augen. "Einkaufen tue ich auch mal ganz gern. Töten eher weniger. Üben sie dieses Hobby denn öfters aus?"




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#6

RE: “Is it romantic or psychotic when I say I'll never let you leave me?” | Velvet & Kenneth | Solomon | Quinn

in Verschobene Plays 10.03.2019 17:16
von Gelöschtes Mitglied
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"Please don't take it personaly..."

@Solomon Q. Strange


Während die zierliche Blonde den sterilen Raum betrat und diese Musterte, prägte sie sich auch so gleich alles in dem Zimmer ein. Etwas was sie immer tat, wenn sie einen ihr unbekannten Raum betrat und wusste, dass sie wohl mehr als 5 Minuten darin verbringen würde. Mann musste schließlich immer einen Plan B bereit haben, sollte was in die Hose gehen und das war bei Velvet schon mehrfach der Fall gewesen. Sie musst wissen was sie benutzen konnte, um abzuhauen oder um dem Mann eins überzuziehen. Naja ihre Fäuste taten es im schlimmsten Fall auch, nur machte sie sich ungern zu viel Mühe, wenn es auch einfach gehen würde. Auf seine Frage hin, zuckte die junge Frau mit den Schultern ohne sich dabei zu ihm umzudrehen. "Ich muss nicht hier arbeiten, doch bitte kein Grün, das passt nicht mit den Möbeln zusammen." Ohne etwas Weiteres zu sagen, ließ sich Velvet in den großen Sessel fallen, bevor sie es sich dort dann gemütlich machte und weiter den Raum begutachtete. Der Kaktus sprang ihr dabei sofort ins Auge. Wie er da einnahm und alleine, vergessen in der Ecke saß. Sie liebte Kakteen, diese Pflanzen waren resistent und brauchten dazu wenig Aufwand, eine perfekte Wohnpflanze. "Schade, Champagner sollte niemals verboten sein."Ein Schmunzeln huschte über ihre Lippen, bevor sie dem Doc wieder ihre volle Aufmerksamkeit schenkte - sie wollte ja auch nicht zu unhöflich sein. Kurz schwieg sie, bevor sie dann kommentarlos aufstand, um den kleinen Kaktus einen Besuch abzustatten. Dass sie dabei das Glas des Doc's ohne zu fragen genommen hatte, kreuzte nicht einmal ihre Gedanken. Das einzige was sie störte, war die trockene Erde- Armes Ding. Dachte sich Velvet kurz bevor sie den ganzen Inhalt über das grüne Pflänzchen goss. Zufrieden und dabei zugesehen wie die Erde sofort alles einsog, drehte sich Velvet um. Nur um dann Kenneth zu erkennen, wie er sich in seinem Sessel hab zu ihr umgedreht hatte. Er lächelte matt und während sich die Dunkelblond wieder auf zu dem Tisch machte, ließ sie ihn nicht aus den Augen. Als er kurz hustete, konnte sie ein Lächeln erkennen, doch nur für eine Millisekunde.

"Wasser hilft gegen husten." Kam es dann trocken von ihr, bevor sie das leere Glas wieder vor ihm abstellte und sich abermals in den Sessel fallen ließ. Ihre Beine überschlagen, sah sich Velvet nochmals im Raum um, bevor ihr Blick auf dem Doc hängen blieb. "Sehen Sie, was für ein Glück das ich da bin, um mich um ihre Pflanze zu kümmern." Ein übertriebenes Lächeln rutschte über ihre Lippen, denn sie hätte doch niemals mit solch einer Reaktion gerechnet. Eigentlich hatte sie mit einem geschockten Ausdruck gerechnet oder einer wütender Ermahnung seinerseits, doch er tat das Gegenteil. Interessant. Er war gewiss der erste Psychologe, der nicht völlig abgeneigt von ihr schien. Meistens reichten einige Sekunden, bevor diese sie aus ihrer Praxis haben wollten, doch nicht so Kenneth. Amüsiert rutschte die junge Frau etwas weiter auf ihrem Stuhl nach vorne, während sie anfing sich selbst zu Unterhalten. Sie wollte ihn testen, sich einen Spaß daraus machen - sehen wie er auf ihren letzten Kommentar hin, reagieren würde. Abwartend starrte sie ihn an, immer noch ein angedeutetes Lächeln auf ihren Lippen, während sie versuchte in seinen Augen zwischen die Zeilen lesen zu können. Doch es gelang ihr nicht. Seine Mimik blieb unberührt - unverändert und es irritierte die Assassine plötzlich. Wieso tat er das? Noch abwartend, stützte Velvet ihr Kinn auf ihre Hände welche sie auf ihre Oberschänkel gelegt hatte, ohne dabei den Blick von ihm abzuwenden. Er konterte mit einer Gegenfrage und dabei so gelassen, das es sie beinahe wütend machen könnte. Da war sie einmal offen und ehrlich und man glaubte ihr natürlich nicht. Naja, hatte sie wirklich gedacht er würde ihr glauben, dass sie Menschen tötet? Bei dem Gedanken musste sie unwillkürlich auflachen. Laut und plötzlich. "Reingelegt, ich töte doch nicht." Hastig schüttelte die Dunkelblonde ihren Kopf, bevor eine abweisende Handbewegung folgte.

"Ich könnte doch niemals jemandem weh tun, wie schrecklich." Ihr Gesicht verzog sich zu einer Grimasse, bevor sie sich dann wieder zurück in den Sessel fallen ließ. "Wie könnte ich bloß gefallen daran finde, jemanden den letzten Atemzug nehmen zu sehen? Oder ihm so tief in die Augen blicken zu können, um dabei zu erkennen, wie sein Leben entweicht?" Velvet schüttelte den Kopf bevor sie wieder lächelte. "Niemals könnte mir so etwas Spaß machen." Sie zucke mit den Schultern, bevor sie den Doc wieder ernst ansah. "Aber ihnen könnte das doch Spaß machen, oder nicht? Haben sie mal überlegt jemanden die Kehle aufzuschlitzen oder einem die Eier abzuschneiden? "Die Beine nun wieder überschlagen, schmunzelte Velvet bevor sie sich dann selbst ermahnte sich zu benehmen. Doch dafür war es nun zu spät. Sie empfand viel zu sehr Gefallen daran, denn Mann zu testen, ihn an seine Grenzen zu bringen, wie sie es schon hunderte Male bei anderen Psychologen getan hatte, doch bei ihm würde sie sich extra Mühe geben, immerhin hatte sie einen Auftrag zu erledigen. "Ach Kenneth, ich mag sie, ich mag sie wirklich, doch leider..." Die Dunkelblonde zuckte abermals mit ihren Schultern, bevor sie dann ihre Waffe aus ihrem hinteren teil der Jeans zog. Dabei ließ sie sich Zeit, rutschte auf dem Sessel etwas hin und her, bevor sie diese ganz herausziehen konnte. "Ich muss sie leider töten." Kurz schmollte sie, Schwank dabei etwas mit der Pistole herum, bevor sie diese auf ihre Oberschenkel legte. "Nichts persönliches....wirklich." Und wieder machte sich ein breites Lächeln auf ihren Lippen breit, während sie abwartend und gespannt zu ihm sah.


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#7

RE: “Is it romantic or psychotic when I say I'll never let you leave me?” | Velvet & Kenneth | Solomon | Quinn

in Verschobene Plays 20.03.2019 01:56
von Solomon Q. Strange | 142 Beiträge | 394 Punkte
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Kolonie Die Auserwählten



@Velvet "Please take it personaly."




Sein Lächeln wurde abstruser weise breiter als sie das leere Glas wieder vor ihm abstellte und ihm mitteilte, dass Wasser helfen würde. "Diesen Rat werde ich mir zu Herzen nehmen." Mit diesen Worten füllte er das leere Glas wieder auf und setzte es an die Lippen. Noch einmal lag sein Blick auf ihr ehe er einen Schluck trank und das Glas wieder neben sich abstellte. Egal wie sehr ihn die Situation amüsierte, auf eine andere Art gruselte sie ihn. Er vermochte die Frau noch keinen Deut einzuordnen, wusste zwar, dass sie etwas Besonderes war, dass sie nicht normal war, doch inwiefern verrückt oder außergewöhnlich musste er noch herausfinden. Der Psychiater faltete nun die Hände vor seinem Gesicht zusammen und rutschte in seinem Sessel etwas nach vorn, sodass sein Rücken die Lehne nicht mehr berührte. "Das erweckt ja ganz den Anschein, dass sie dies auch in Zukunft tun werden. Ich würde mich sehr freuen." Seine erste offizielle Patientin und dann gleich etwas in der Art. Unter normalen Umständen wäre ein frisch gebackener Absolvent nicht an einen solchen Fall geraten, sie war zu speziell als das man einen Neuling damit betrauen würde. Doch er war nicht nur ein neuling, er hatte sich auch bereits einen Namen gemacht und sie hatte explizit nach ihm gefragt. Sie musste von ihm gelesen haben um speziell einen Mann als ihren Psychiater zu erwählen. Vielleicht würde er auch noch herausbekommen, warum er der Erwählte war. "Claudite, wie komme ich eigentlich zu der Ehre, dass sie mich aufgesucht haben?"

Eine Regung und wenn auch nur kurz, doch Kenneth hatte sie bemerkt. Ihre Fassade war für einen Moment gebröckelt. Erst der prüfende Blick, gespannt auf seine Reaktion und ein plötzliches Auflachen als sie sich revidierte. Doch dazwischen konnte er so etwas wie Ärger sehen, Wut. Doch warum? War es die Tatsache wie er reagiert hatte oder das er das Thema dezent ins Lächerliche zog? Obwohl er es keineswegs so gemeint hatte, es war eine ernste Frage gewesen ob sie dies öfter getan hatte. Kenneth Jenkins hatte bereits mit Mördern und Schlimmeren gearbeitet, versuchte sachlich an die Lage heranzugehen, er durfte sich kein Urteil bilden bevor er den Menschen vor sich nicht verstand. "Und was tun sie dann, wenn sie nicht töten? Es muss doch bestimmt einen Grund gehabt haben, dass sie gerade dieses Thema angesprochen haben?" Er glaubte ihr nicht. Die Geste war zu albern, der Ton war zu fröhlich. Kenneth glaubte wirklich einer Mörderin gegenüber zu sitzen, einer Mörderin die er noch nicht durchschauen konnte. Eventuell würde diese Sitzung ausgesprochen ungut enden.

Doch sie redete weiter und anstatt das Thema zu wechseln, was er eigentlich vermutet hatte, ging sie genau darauf weiter ein. Auf ihre Frage hin verzog sich sein Mund zu einer schmalen Linie. Es ging hierbei weniger um sie, mehr um ihn selbst, um ihn und die Momente, an die er sich nicht erinnerte, in denen er wie bessesen gehandelt hatte, in denen der Andere die Kontrolle übernommen hatte. Kenneth war einmal aufgewacht, Blut an den Händen und nicht viel später erreichte ihn die Nachricht, dass seine Freundin verschwunden war. Niemand wusste von ihr, doch er selbst war sich fast sicher, dass er damit zu tun hatte. Und er gehörte zu ihm, so ungern wie er dies auch nur zugab und somit war er der Mörder. Doch dies könnte er der Patientin nicht gegenüber zugeben. Was wäre er nur für ein Psychologe. "Tatsächlich gibt es genügend Menschen, denen genau das Freude bereitet. Die eine Sucht nach dem entwickeln, was sie mir gerade so schön berichtet haben. Doch ich selbst kann mir kaum vorstellen, dass es mich Lächeln lassen würde. Ich habe diesen Beruf erwählt um Menschen zur Seite zu stehen, ihnen zu helfen und sie nicht dem Ende näher zu bringen."

Kenneth lehnte sich wieder zurück, die Hände noch immer aneinander gelegt. Doch plötzlich änderte sich seine Haltung, seine Muskeln spannten sich an und seine Pupillen weiteten sich. Kenneth blickte einer Waffe entgegen. Doch die Angst und Panik die sich entwickeln könnte, durfte er nicht zulassen, er durfte nicht, nicht jetzt... 'Ich würde dann mal übernehmen.' Die Stimme, nur allzu bekannt, schallte durch seine Gedanken, erfüllte das Sein. Das letzte was er vernahm war seine Vorfreude auf das Kommende und Dr. Kenneth Jenkins versank in den Tiefen des Körpers, den er sich teilte.
Die Haltung änderte sich als anstatt Kenneth Solomon im Ledersessel saß. Lässig, als ob nichts wäre, überschlug er die Beine und er verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Die Muskeln entspannten sich und das belustigte Funkeln trat in seine Augen. Er lachte, Solomon lachte wo noch eben der Doktor schockiert da gesessen hatte. Sein Lachen endete in einem schelmischen Grinsen und mit dem Zeigefinger der rechten Hand deutete er auf sein Gegenüber. "Du gefällst mir!" Mit diesen Worten sprang Strange auf und ging auf Kenneth' Patientin zu. Er bemerkte den Griff zur Waffe, doch Solomon kannte keine Angst, er liebte das Risiko. Solomon packte mit beiden Händen die Lehnen des Sessels, beugte sich zu ihr runter, ihre Gesichter nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. "Damit hast du wohl nicht gerechnet, Schätzchen?" Noch immer grinsend legte er seine linke Hand auf die ihre, welche die Waffe umklammert hatte. Er zog sie nach oben, sodass der Lauf die Stelle seiner Brust berührte, worunter sein Herz ruhte. Als sie diese Position gefunden hatte, ließ er sie wieder los und stützte sich erneut an der Lehne ab. "Zeig mir die Freude die dir das Töten bereitet. Zeig einem Mörder den Ausdruck des Anderen. Er könnte kein schöneres Ende finden."




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#8

RE: “Is it romantic or psychotic when I say I'll never let you leave me?” | Velvet & Kenneth | Solomon | Quinn

in Verschobene Plays 12.04.2019 09:57
von Gelöschtes Mitglied
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"What the hell is going on?!"


@Solomon Q. Strange


Der Doc war ziemlich gelassen, das musste Velvet sich eingestehen. Doch dann...oh dann wurde die Situation plötzlich besser. Sie konnte seine Anspannung erkennen, die ihre Worte bei ihm auslösten und dabei fing es automatisch an in ihrem Magen zu kribbeln. Sie liebte es Menschen an ihr Limit zu bringen, mit ihnen zu spielen und dabei zu sehen wie sie immer weiter in sich zusammen fielen. Genauso wie der Doc in diesem Moment. Velvet wusste das niemand damit rechnen würde, das sie so etwas sagen würde, nicht mal ein Psychologe, doch genau das hatte sie auch dazu gebracht ihn weiter zu testen. Wie weit konnte man einen Mann der sich seinen jungen Jahren damit gewidmet hatte, die Psyche anderer Menschen zu studieren dazu zu bringen, selbst zu glauben er wäre verrückt. Der Reiz war da, das konnte die zierliche aber dennoch große blonde Frau nicht leugnen. Er war ein gutes Ziel, dass musste sie Mikail lassen. Er hatte schon immer die besten Ziele für sie ausgesucht. Guten Geschmack hatte er auch wenn sie hier und da etwas über seine Modegeschmäcker stritten. Velvet konnte nicht anders, als weiter ihre Lippen zu einem breiten lächeln zu heben während sie ihre Waffe auf den jungen Mann richtete. "Sind Sie sich da ganz sicher?" Konterte Velvet seine Antwort, als er meinte, dass er genau solchen Menschen zu Seite stehen wollte. "Ich denke das ist Bullshit." Velvet's Mine verdunkelte sich, doch das Funken in ihren Augen blieb dabei bestehen. "Menschen helfen...tzz." Sie zuckte abermals mit den Schultern während sie mit der Waffe in ihrer Hand etwas wackelte. "Das ist doch soooooo langweilig." Ihren Kopf zur Seite gehoben und es sich im Sessel erneut bequem gemacht, konnte sie seine Anspannung nun förmlich spüren. Wie die Waffe in nervös machte, wie sie ihn nun in eine Zwickmühle drängte und er genau wusste, dass sie es ernst meinte und er nicht entkommen konnte. Sie hatte einen Job und dieser Job musste erledigt werden. "Tja schade um Ihr hübsches Gesicht Doc." Übertieben schmollte sie, während Velvet ihre Waffe auf ihren Schoss legte. "Wo soll die Kugel hin? In den Kopf oder in die Brust, die Entscheidung überlasse ich Ihnen. Doch bitte schnell ich muss nachher noch Shoppen gehen." Sich leicht nach vorne gebeugt wanderte ihr nun völlig ernster Blick abermals zu seinen dunklen Augen, während die Waffe jedoch immer noch gelassen in ihrer Hand lag, bevor sie aber plötzlich innehielt. Etwas hatte sich verändert. Der Mann vor ihr, hatte sich geräuspert und plötzlich...aufgelacht, während seine Haltung sich dabei schlagartig änderte. Er zeigte mit dem Finger auf sie und seine Stimme klang plötzlich tiefer. Verwundert hob die Blondhaarige eine Augenbraue, während ihr Blick starr auf dem Mann in den Sessel wanderte.

Der zuvor noch überängstliche angespannte Mann, wurde auf einen Schlag hin plötzlich gelassen. Sein Blick glänze nicht mehr durch furcht, sondern durch Belustigung. Sie konnte die Unruhe in ihm nicht mehr wahrnehmen. Stattdessen, breitete er sich aus, machte es sich auf der Couch bequem, so wie sie Sekunden zuvor und zeigte dabei lachend mit dem Finger auf sie. Ein übertriebenes Lachen, völlig fehl am Platz in ihren Augen und Velvet räusperte sich. Sowas war neu. Neu für jemand, der schon so viele Menschen getötet hatte wie sie und dabei schon so einiges erlebt hatte. Viele Opfer weinten, flehten sie an oder versuchten die Situation aufzulockern, sie dazu zu bringen, dass sie Mitleid für sie empfinden würde, was für Velvet völlig absurd war. Sie kannte kein Mitleid, wusste gar nicht, was das sein sollte. Doch so etwas. Ihre Waffe hob sich automatisch, gerade zu perplex über das Spektakel, welches ihr gerade bot. Sie gefiel ihm. Verdutzt starrte sie den Mann an, verstand nicht, wieso er plötzlich so gelassen war. " Wie..." Velvet brach ab. So etwas war neu für sie. Niemals hatte sie einen Menschen so kurz vor seinem Tod, so reagieren sehen. Nun war es Velvet, welche eher in Panik ausbrach und gerade nicht mit der Situation fertig wurde. Sie war überfordert, etwas was ihr zuvor noch nie passiert war. Sie war immer in Kontrolle, sie war es die immer Spielte und Spaß hatte doch jetzt? Der Doc vor ihr, schien sich einen Teufel zu interessieren, dass er bald sterben würde. Er schien beinahe froh darüber zu sein das sie mit einer Waffe auf ihn zielte. Sie würde fast meinen ein anderer Mensch würde nun in dem Sessel sitzen. Das war gewiss nicht der Doc von vorhin, oder? Seine ganze Körperhaltung war anders, seine Stimme und sein Blick. Und dann, dann sprang er plötzlich auf, so das Velvet beinahe zusammen zuckte. Er war schneller bei ihr als das ihre Gedanken sich damit abfinden konnten und ihre Waffe dabei zu spät heben konnte. Die Situation war zu faszinierend und verstörend zugleich für sie . "Ganz ehrlich. NEIN!" Ihre Stimme wurde laut und ihre Augen wanderten direkt zu dem Fremden Mann nach oben, der nun nur einige Millimeter von ihrem Gesicht entfernt war. Das war nicht der Doc. Das konnte nicht der Doc sein, oder? Tausende von Fragen bildeten sich gerade in ihrem sonst schon so verstörten Kopf. "Wer bist du?" Kam es nun deutlich leiser als zuvor über ihre Lippen, während ihre Augen sich in den seinen verloren, versuchten eine Antwort darin zu finden. Die Blondhaarige zuckte zusammen als sie seine Hand plötzlich auf der ihrer spürte. Sie konnte sich in diesem Moment nicht rühren, zu fasziniert über das Ganze, über die plötzliche Nervosität und Anspannung, die er in ihr auslöste. Sie kam sich gerade wirklich wie in einem falschen Film vor. In einem Film wo sie nun nicht mehr die Hauptrolle hatte sondern er.

Ihre Augen geweitet als er die Waffe soweit hochgezogen hatte das sie nun gegen seine Brust ruhte, löste er seine Hände wieder um diese auf den Sessel zu legten und Velvet verharrte automatisch in dieser Position. Irgendwas, war anders. Verdammt der Typ war Creepy...heiss. "Holy Shit, sag mir dass ich das gerade nicht träume?" Dieses Mal erfüllte kein französischer Ton ihre Stimme, sondern sprach sie in ihrem angeborenen russischen Akzent. Sie hatte die Situation in diesem Moment nicht mehr unter Kontrolle. Nun war es Velvet die Sprach, völlig geflasht von dem Mann, der immer noch so knapp vor ihr stand und wollte das sie abdrückte?

"Du willst das ich abdrücke?" Aufregung lag plötzlich in ihrer Stimme. Der Doc hatte gerade mit seinen Worten ihre ganzen Pläne durcheinander gebracht. Sie wusste nicht mehr, wer vor ihr stand. Doch eines wusste sie, es war nicht Dr. Kennth. Es konnte nicht der Doc sein. "Aber...jetzt kann ich nicht abdrücken." Beinahe kindlich, musterte Velvet den Mann vor sich, Enttäuschung lag dabei in ihrer Stimme. "Ich möchte wissen, wer du bist." Und mit diesen Worten senkte Velvet schließlich ihre Waffe, ließ dabei ihre Hände von dieser los, bevor sie eine auf seine Wange legte. "Bist du ein Geschenk von dem Gott, von welchem Mikail immer spricht?" Velvet verstand die Welt nicht mehr, doch eines wusste sie. Der Job war gerade verdammt kompliziert geworden und der junge Mann vor ihr, plötzlich so intrigant, dass sie nicht mal im Traum daran dachte ihn zu erschießen.


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#9

RE: “Is it romantic or psychotic when I say I'll never let you leave me?” | Velvet & Kenneth | Solomon | Quinn

in Verschobene Plays 18.05.2019 15:12
von Solomon Q. Strange | 142 Beiträge | 394 Punkte
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Kolonie Die Auserwählten



"Dinnertime, Honey."



@Velvet



Solomon hatte nicht einmal kämpfen müssen, er hatte immer mit dem Doc um das Licht buhlen müssen, es war anstrengend, denn meistens hatte er die Oberhand behalten können. Noch war es nicht sein Körper, noch war es der des Anderen. Doch in diesem Moment, in der Gegenwart dieser Frau hatte Kenneth bereitwillig das Ruder übergeben, der Andere hatte gewusst, dass nur einer in der Lage war diese Situation zu retten, ihren Körper am Leben zu erhalten. Solomon wusste immer was er tat und war es nicht das Beste einen Psychopathen mit einem anderen reden zu lassen? Und auch wenn sie den selben Körper teilten konnten die Mänenr nnicht unterschiedlicher sein, auch was das Äußere betraf. Solomons Stimme war tiefer, düsterer, sein Blick war wahnsinnig und jegliche Vernunft war aus den Augen gewichen. Seine Züge waren härter, seine Augen dunkler, seine Haut blasser. So war es mit ihnen allen. Es waren die kleinen Details die den großen Unterschied machten. Und er genoss es, so anders zu sein.

Noch immer breit grinsend stand Solomon vor der angeblichen Französin, hatte ihre Waffe auf seine Brust gerichtet. Er fixierte sie weiterhin mit seinem Blick und sie wich nicht aus, auch wenn er die Aufregung, aufkeimende Panik in ihr spürte. Noch eben war sie Herr und Meister der Situation gewesen, doch der Fantasist hatte übernommen und die Leitung an sich gerissen. So war er, er war der Mittelpunkt, der Rudelsführer, irgendwann würde es auch Kenneth verstehen. "Es gibt Dinge die lassen sich nur schwer erklären, Herzchen." Seine Persönlichkeiten waren so etwas, Dinge die sich nicht erklären ließen. Es reichte vollkommen aus, wenn er sie verstand.
Solomon amüsierte sich prächtig, hatte die Frau vollkommen aus der Bahn geworfen und es bedarf einiger Zeit, in der sie sich wieder fangen konnte. Als sie ihn schließlich fragte, wer er war, hellte sich seine Miene auf. "Ich wusste es! Ich wusste das du drauf kommst!" Ja er war sich sicher, dass diese Schönheit einiges im Köpfchen hatte und dahinter kommen würde, Kenneth saß nicht mehr vor ihr und das wusste sie auch. Machte es ihr auch Angst?

Eine kurze Stille und als sie nun wieder sprach, war der gefälschte Akzent schon verschwunden. Er war gut gewesen, doch hatte er sich nicht hinters Licht führen lassen. Selbst Kenneth hatte Zweifel gehabt, doch Solomon hatte von Anfang an gewusst, dass sie ihnen etwas vormachte. Eine gute Schauspielerische Leistung. 7,5 von 10 möglichen Punkten. Der Fantasist beugte sich noch ein Stückchen weiter vor, seine Lippen berührten sacht ihr Ohrläppchen. "Ich bin kein Traum, ich bin das Schlimmste was dir in deiner Realität passieren kann. Ich bin der Richter der dich deiner gerechten Strafe gegenüber stellt.", flüsterte er und beugte sich nur wenige Zentimeter zurück, seine Nasenspitze fast an der ihren.

Doch langsam schien sich sein gegenüber an die Situation zu gewöhnen, zu lernen mit ihr umzugehen, denn die Zweifel waren aus ihrer Stimme verschwunden, waren der Aufregung gewichen als er sie dazu aufforderte abzudrücken. Eine Aufregung die Solomon mit ihr teilte. "Und wie ich das will!" Und seine Brust stupste erneut an den Lauf ihrer Waffe, doch plötzlich, ganz zu seinem Missfallen, zog sie die Waffe zurück und legte sie wieder auf ihrem Schoß ab, verkündete, dass sie jetzt nicht mehr schießen wollte. Enttäuscht und belustigt zugleich zog sich Solomon weiter zurück, setzte sich auf den kleinen Kaffeetisch vor ihr. "Wie es scheint habe ich wohl Recht behalten, auch wenn es der weniger amüsante Ausgang war. Er hat gemeint du drückst ab." Ja Kenneth war sich sicher gewesen, Solomon zuzulassen war nur die letzte kleine Chance in seinen Augen gewesen.
Plötzlich beugte sie sich nun zu ihm vor und legte ihre Hände an seine Wangen, zwang ihn erneut ihr in die Augen zu sehen. War es nun auch Solomon der seine Hände auf die ihren legte. Er schaffte es noch nicht zu antworten, als sie von ihm in der Form eines Geschenkes sprach. Solomons Züge wurden von Neugierde durchzogen. "An welchen Gott glaubt denn dein Mika'il? Ich denke nur die Herren aus den unteren Ebenen würden mich jemandem schenken." Langsam verschränkten sich seine Finger mit den ihren und er zog somit ihre Hände von seinem Gesicht weg, legte sie auf seine Oberschenkel, umschloss sie noch immer mit den Seinen. "Ich bin Solomon. Und mit wem habe ich in Wirklichkeit das Vergnügen?"




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