Storytime
Wir befinden uns im Herbst des Jahres 2017. Seit zwei Jahren wandeln sogenannte Zombies auf unserer Erde und machen den letzten Überlebenden das Leben schwer. Das Chaos verbreitete sich schleichend und so nahm der Tod immer mehr von den Lebenden mit sich. Die mit Kampfgeist, Stärke und vor allem Köpfchen, schafften es irgendwie all den Verlust und Schmerz zu verkraften und sich mit der neuen Welt "anzufreunden". Die einen sahen den Ausbruch der Seuche als Strafe, andere wiederum als Neuanfang. Jene, denen in ihrem früheren Leben nie etwas Gutes widerfahren war, ob sie nun selbst daran schuld waren oder der Einfluss anderer Menschen. Mittlerweile ist die Vergangenheit jedoch irrelevant geworden, im Anbetracht dessen, was einem jeden Tag aufs Neue bevorstand. Einige der letzten Überlebenden schlossen sich in Gruppen und Kolonien zusammen, um die Chancen aufs Überleben zu erhöhen und das Lebewesen Mensch zu bewahren. Doch nicht jede dieser Gruppen hat gute Absichten. Den mit dem Tod tat sich ein weiteres Hindernis auf. Misstrauen, Kampf und Krieg. Niemand vertraut dem anderen, selbst wenn er es unter Beweis stellt. Kämpfe wegen Konserven werden ausgetragen und Kriege geführt, weil man am Leben bleiben will. Ein Messer in der Brust eines Feindes als Zeichen des Überlebens...
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WeatherDer Herbst ist in Washington eingezogen und macht den Überlebenden zuschaffen. Regenschauer, Stürme und kalte Winde ziehen durch die Straßen und Wälder, während der wandelnde Tod ungehindert weiter mordet. Wer überleben will, sollte sich warme Sachen anziehen und sich einen Unterschlupf suchen, sowie ein paar Konserven bunkern. Vielleicht wäre es sogar sicherer sich einer Kolonie anzuschließen? Doch bedenke, nach dem Herbst kommt der Winter.
NewsflashNeues Jahr neues Glück, neue Beißer. Wir kämpfen weiter gegen die Untoten doch nicht nur diese sind zur Quelle des Bösen geworden. Auch die Menschen sind zu einer großen Gefahr geworden. Die Mitglieder des Hotel Herrenhaus werden dies nun am eigenen Leib erfahren müssen, da das Hotel angegegriffen wird. Werden sie ihr zu Hause verteidigen können und wieso eilt der Güterhof ihnen nun zur Hilfe? - your Last Survivors Team, since March 2018 ♥
#1

The Grizzly & The Wolf {Drake | June}

in Archiv 2020 26.03.2018 13:31
von June Bowen | 523 Beiträge | 1223 Punkte
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Kolonie Einzelgänger

"A black Cat crossing your path, signifies that the animal is going somewhere."



@Drake Nolan



"So eine Scheiße!" Das Fluchen hallte in dem verlassenen Raum wieder, während eine Dose ihren Weg aus einem kaputten Fenster einer einstigen Tankstelle machte. Wieder ein Fehlgriff, wieder Dosensuppe. Sie hatte bereits vier davon in ihrem Rucksack und sie würde keine weitere einstecken. Nicht dieses Zeugs. Sie konnte den Mehligen Geschmack vom Vorabend noch immer in ihrem Mund spüren und so machte sich die Dunkelhaarige auf die Suche nach einer Zahnbürste. Über einen leblosen Beisser, der sich neben ihren Füssen befand gestiegen und an einem umgekippten Regal vorbeimarschiert, konnte sie nun die kleine Abteilung für die persönliche Hygiene erspähen. Das meiste war ausgeräumt, erbeutet und geklaut. Kein Wunder, war dies wohl eines der wertvollsten Gütern, die man heut zutage in einem Rucksack wiederfinden konnte. Da ihr Rucksack seit geraumer Zeit eher gähnende Leere zeigte, war es an der Zeit geworden diesen wieder aufzustocken. Sie hatte ihr kleines Camp beim Bus im Wald am morgen verlassen und sich auf eine Landstraße begeben. Normalerweise vermied die junge Frau die Vorstadt und deren Straßen sowie Häuser, doch sie konnte sich nicht ewig im Wald aufhalten und darauf hoffen, dass ein Eichhörnchen ihren Weg kreuzen würden. So hatte sie sich schließlich aufgemacht und war der Straße gefolgt. Ein paar Beißer hatten dabei ihren Weg gekreuzt, doch diese hatte sie ignoriert. Nicht immer hatte sie Lust ihre Hände für die Biester schmutzig zu machen ausser für die beiden, die in der Tankselle im Hinterzimmer eingeschlossen gewesen waren. Diese hatte sie natürlich beseitigen müssen, um sich nicht plötzlich in einer brenzligen Situation beim herumstöbern wiederzufinden. Sie hatte gehofft mehr in dem Laden zu finden, doch bislang schien fast jedes Regal ausgeräumt zu sein. Erst als sie nun weiter hinten noch einige Artikel sah, kniete sich June hin um eine Zahnbürste aus der Ecke zu ziehen. "Bingo." Wie jemand der gerade einen Schatz gefunden hatte, grinste sie über beide Ohren, bevor sie die Zahnbürste aus ihrer Verpackung zog und dann zu ihrer Wasserflasche griff. Diese kurz damit Nass gemacht, begann sie ihre Zähne damit zu putzen. Sie hatte zwar keine Zahnpasta, aber dennoch fühlte es sich verdammt gut an wieder einmal ihre Zähne sauber zu machen. Mit der Zahnbürste im Mund nun wieder aufgestanden, sah sich die junge Frau weiter in dem Laden um. Sie beschloss richtung Tresen zu gehen, um dort nachzuschauen ob der Besitzer vielleicht noch irgendwas versteckt hatte. Zu ihre erstaunen war die Theke dahinter nicht abgeschlossen und so öffnete sie diese. "Solche Leute hat man am liebsten, besaufen sich während der Arbeit." Mit einem schmunzeln im Gesicht griff June nach der Zahnbürste, trank ein Schluck Wasser und legte dann beides oben auf dem Tresen ab. Mit der rechten Hand griff sie nun nach ihrem Fund des Tages, eine Flasche Scotch, die ganz alleine zwischen ein paar Schreibartikeln in der Ecke des Schrankes stand. "Oh...ja ich habe dich gefunden." Ihren Schatz noch einmal gemustert, öffnete sie den Deckel, bevor sie sich samt Flasche in der Hand auf den Tresen setzte. Eine Weile musterte sie die Ethikkette bevor sie dann einen großen Schluck davon trank. Das Brennen in ihrer Kehle fühlte sich herrlich an und so trank sie gleich noch einen großen Schluck von der Goldbraunen Brühe. Ihren Blick wanderte nun weiter durch den leeren Raum und dann nach draußen. Es wurde bereits dunkel. Wieder einmal würde sie eine Nacht alleine und ohne Louis verbringen. Verdammt sie vermisste ihn. Noch einmal die Flasche gemustert, nahm sie einen erneuten Schluck, bevor sie dann ihren Mund mit dem Handrücken ihres Kapuzenpullovers abwischte. Ihre Füße baumelten dabei gelassen gegen Tresen und sie fragte sich, was sie wohl als Nächstes tun sollte. Wirklich einen Plan hatte sie nicht. Lou war nun seit einer Woche verschwunden. Sie hatte den halben verdammten Wald nach ihm abgesucht, doch er war Weg. Er hatte sie im Stich gelassen und auch wenn sie hoffte ihn wieder zu finden, so war auch die Angst da, dass er für immer Fort sein würde. Sie wollte sich jedoch mit dem Gedanken noch nicht anfreunden, dass er eines dieser wandelnden Toten war. Solange sie diesen Gedanken verdrängen würde, würde alles gut werden. Sie schüttelte den Kopf, um sein Ebenbild aus ihren Gedanken zu verbannen. Diese Genugtuung würde sie ihm noch nicht geben. Sie heimzusuchen und ihr Schuldgefühle zu machen, dass sie hätten zusammen bleiben müssen. "Oh nein Lou, an dem Punkt hast du mich noch nicht." Murmelte sie nun vor sich her, bevor sie erneut die Flasche an ihre Lippen führte. Sie würde heute Abend womöglich hier bleiben. Die Straße und deren Weg war verlassen, sie hatte nur einige Häuser auf einem Hügel gesehen. Vielleicht konnte sie am morgen noch die Tanksäule in Angriff nehmen und versuch etwas Sprit aufzutreiben. Ihr war bei dem Weg hierhin ein alter Pickup am Straßenrand aufgefallen und wenn sie diesen reparieren könnte, dann wäre es immerhin etwas, was sie tun könnte. Sich nun etwas zurück gelehnt, musterte June die Kasse. Eher aus Witz und weil ihr langweilig war, tippte sie 13.99 drauf. Es folgte ein Kaatching, bevor die Kasse aufsprang. "Das wären dann 5 doller Rückgeld Miss." June zog den 10 Doller Schein aus der Kasse und wedelte dann mit diesem über dem toten Beißer, der hinter der Theke an der Wand lehnte hin und her. " Ich nehme 10 Doller, der Service war schrecklich."


      

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zuletzt bearbeitet 26.03.2018 13:34 | nach oben springen
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#2

RE: The Grizzly & The Wolf {Drake | June}

in Archiv 2020 26.03.2018 16:49
von Drake Nolan (gelöscht)
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Fast ein halbes Jahr war es nun her, dass sich seine Männer in alle Himmelsrichtungen verstreut hatten und er alleine weitergezogen war. Irgendwo ins Landesinnere, fort von der Grenze zu Kanada, wo sie sich zuletzt aufgehalten hatten. Fort von der Option, dass er einem von den Pissern hätte über den Weg laufen können. Ja, am Anfang war es noch Zorn, der seine Gedanken beherrscht hatte. So lange hatten sie zusammen gelebt und gearbeitet und waren befreundet gewesen. Hatten sich gegenseitig geholfen und gerettet, wenn jemand in Schwierigkeiten steckte. Und dann reichten ein paar Monate in der Hölle und sie hatten nichts besseres mehr zu tun als sich gegenseitig an die Kehle zu gehen. Einige Woche hatte es gedauert, bis der Zorn von Drake in Enttäuschung und schließlich in Resignation umgeschwungen war. Dann würde er sich künftig eben alleine durchschlagen, damit war er schon immer gut zurechtgekommen. Vermutlich besser als irgendein anderer seiner Männer, immerhin war er derjenige gewesen, der diese Bande allein und aus dem Nichts heraus erschaffen hatte und ihnen eine Gemeinschaft gegeben hatte. Sollten sie nur sehen, wie sie wieder alleine zurechtkamen. Wenn sie überhaupt noch am Leben waren. Drake für seinen Teil hatte einfach dort weiter gemacht, wo sie gemeinsam aufgehört hatten: er zog als Plünderer durchs Land, spielte mit dem ein oder anderen Kopf eines Toten Baseball und räumte diejenigen aus dem Weg, die sich ihm entgegenstellten oder womöglich sogar angriffen. Ein schwerer Fehler, den bisher noch jeder bereut hatte.
Der heutige Tag hatte noch keine besonderen Ereignisse zu bieten gehabt. Ein paar Beißer, die Drake in der Ferne hatte vorbeiwanken sehen, einmal dachte er, ein Auto zu hören, doch das war offenbar nur Einbildung gewesen. Oder der Wunsch, solch ein Gefährt zu besitzen, das doch alles noch einmal ein wenig angenehmer machen würde. Statt auf einen Wagen, stieß Drake am Abend auf eine alte Tankstelle. Da er keinen besseren Unterschlupf in der Nähe gesehen und keine Lust darauf hatte, eine weitere Nacht im Freien zu verbringen, steuerte er also direkt darauf zu. Tankstellen waren beliebte Orte für nach Vorräten suchenden Überlebenden, das wusste er aus eigener Erfahrung, weshalb er sich mit gezogenem Jagdgewehr lautlos von der Rückseite her dem Gebäude näherte. Die Hintertür stand einen Spalt weit offen. Das Gewehr vor sich gerichtet, drückte er sie so leise wie möglich auf, während er eine gedämpfte Stimme aus dem Inneren wahrnahm. Eine Frau. Kurz hielt er inne und wartete darauf, dass ihr jemand antwortete, doch es folgte nur Stille. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dort drinnen eine größere Gruppe aufhielt, ging dementsprechend gegen Null, also trat er einen Schritt in den Verkaufsraum der Tankstelle. Auf dem Tresen sitzend, fand er eine Frau vor, die sich ganz offensichtlich tatsächlich alleine hier aufhielt. Mit wem sie wohl gesprochen hatte? Nun, es gab genug Verrückte auf dieser Welt, also vermutlich mit niemandem. Mit einem süffisanten Lächeln, trat er absichtlich auf ein paar Glassplitter, die sich auf dem Boden verteilt hatten, um die Aufmerksamkeit der Frau auf sich zu lenken. Sie hatte keine Waffe in der Hand, dafür jedoch eine Flasche Alkohol, die Drake ihr nur allzu gerne abnehmen würde. Die Waffe nur ungenau auf sie gerichtet, ging Drake ein Stück auf sie zu, bis sie nur noch wenige Meter trennten. „Wie schön, du hast mir die Mühe erspart, den Laden hier auf den Kopf zu stellen… Hast du was Interessantes für mich gefunden? Abgesehen von dem Schnaps, meine ich natürlich.“ Aufmerksam mustere er die Frau, die er auf Ende zwanzig, vielleicht Anfang dreißig schätzte. Dunkle Haare, praktische Kleidung. Eigentlich hatte die Apokalypse ziemlich viel Gutes über die Menschheit gebracht. Zum Beispiel traf man nicht mehr an jeder Ecke auf irgendwelche selbstverliebten Tussis und überschminken Weiber, dessen hohles Gekicher ihn schon immer zum Würgen gebracht hatte. Heute traf man nur noch selten auf solche Frauen. Vielleicht, weil sie alle als erstes verreckt waren und nur diejenigen übrig geblieben waren, die auch nur den Hauch von Verstand besaßen. Ob es sich bei der Frau vor ihm ebenfalls um ein solches Exemplar handelte, würde sich erst noch zeigen. Sein Grinsen verschwand und ein tödlich ernster Ausdruck trat auf sein Gesicht. „Hör zu, die Spielregeln sind einfach.. du gibst mir dein Zeug.. und ich jage dir nicht eine von meinen Kugeln in den Schädel. Deal?“ Er war immerhin kein Unmensch. Jeder hatte die Wahl.


@June Bowen


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#3

RE: The Grizzly & The Wolf {Drake | June}

in Archiv 2020 27.03.2018 16:01
von June Bowen | 523 Beiträge | 1223 Punkte
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Kolonie Einzelgänger

Die Apokalypse hatte June bereits einiges abverlangt, ihr einiges genommen und sie Blut lecken lassen. Vieles war an dem Zustand schrecklich, so viele waren gestorben oder folgten den Toten jede Sekunde in die Dunkelheit. Doch hatte es auch etwas gutes mit sich gebracht. Sie war nicht mehr auf der Flucht. Natürlich war sie nun jeden Tag daran um ihr Leben zu kämpfen, doch sie befand sich dabei nicht alleine, so wie früher. Alles säßen in der gleichen Scheiße fest und das war gut so. Ihren Humor war wohl das einzige was sie bis jetzt angetrieben hatte weiter zu machen, sich nicht so sehr den Kopf darüber zu zerbrechen was wohl morgen geschehen würde. Es war etwas, was sie versuchte beizubehalten auch wenn die Tage aussichtslos schienen und sie den lachenden Tod schon hinter sich spürte. Sie durfte jedoch noch nicht mit ihm mitgehen, immerhin hatte sie einen Packt mit dem Teufel geschlossen. Als nun Geräusche vom Eingang kamen, hob die Dunkelhaarige sofort ihren Blick und setzte sich wieder gerade auf die Theke hin. Sie hatte niemanden gehört und doch hatte es ein Mann geschafft mit einer Waffe nun einige Meter vor ihr stehen zu bleiben. Sie hatte sich erschrocken, das musste sie zugeben, doch versuchte sie nach außen hin gelassen zu bleiben und sich nichts anmerken zu lassen. June hatte das Gefühl, das die Menschen seit dem Ausbruch der Seuche viel intuitiver geworden waren und endlich anfingen auf Dinge zu achten, die ihnen früher egal gewesen waren. So konnten jene nun schneller die Angst riechen. Ob es auf den viel zu großen Hühne vor ihr auch zutreffen würde? Seinen Blick nun stand gehalten, musterte sie ihn kurz schweigend. So als hätte man sie wieder einmal beim stehlen erwischt. Er war riesig und sie konnte nicht leugnen, dass er bedrohlich aussah und sie sich gerade nicht in der besten Lage befand, um vor ihm zu flüchten. Er musste nur den Lauf der Waffe auf sie richten und abdrücken - er war auf jeden Fall im Vorteil und das einzige was ihr in diesem Moment übrig blieb, war wohl ihre scharfe Zunge."Kannst du nicht lesen, auf dem Schild steht geschlossen," kam es trocken über ihre Lippen, während sie versuchte weiter ruhig und gelassen zu bleiben. Trotz allem hing sie an ihrem Leben und hatte nicht vor von einem Menschen in einer dreckigen Tankstelle erschossen zu werden, nachdem die Beißer schon 1000 mal die Chance dazu gehabt hätten."Schau dich doch um, die Tanke ist ausgeräumt und der Scotch gehört mir." Sie zuckte mit den Schultern, während sie zusah wie sein Blick sich nun deutlich verfinsterte. Sie konnte den Schauer, der ihr dabei über den Rücken lief nicht unterdrücken. Die Überlebende fragte sich ob er es wohl schaffen würde ihren Kopf mit nur einer Hand zu erdrücken. Womöglich. Zu ihrem Rucksack geschaut, der am Boden weiter hinten neben einem Regal lag, fuhr ihr Blick nun zu ihrer Waffe die sie dort auf der obersten Etage abgelegt hatte. So Töricht. Sie hätte sie nicht einfach herumliegen lassen sollen, jetzt hatte sie das Geschenk. Ein grosser hungriger Bär, mitten im Raum. Unbewaffnet saß sie da und das einzige was sie in der Hand hatte, war eine Flasche Scotch. Ein Scotch der ihr gehörte und sie würde den flüssigen Tropfen Glück, sicherlich nicht damit verschwenden, um ihm diese an den Kopf zu knallen. Oh nein! Von der Theke gehüpft, drehte sie ihm nun absichtlich den Rücken zu und lief zu ihrem Rucksack hin. Sie drehte sich nicht um auch wenn alles in ihr danach schrie einfach wegzurennen und zu hoffen, dass er ein schlechter Schütze war. Doch wo sollte sie hinrennen - er stand vor dem Eingang. June war zwar gerissen und besaß Mut, doch dumm war sie gewiss nicht und so drehte sie sich nun um, als sie bei ihrem Rucksack ankam. Den großen bärtigen Grizzly nun wieder angeschaut, öffnete sie die Flasche Scotch, bevor sie dann mit ihrem rechten Fuß ihren Rucksack zu ihm rüber kickte."Die Suppen darin sind nicht zu empfehlen aber vielleicht könnte dir ja mein Top passen," entgegnete sie ihm schulterzuckend, bevor sie nun einen großen Schluck aus der Flasche trank und ihn dabei erneut musterte. June hatte nicht wirklich etwas dabei was man brauchen könnte. Einige Klamotten, ein Jagdtmesser, ein Teaser und einige Dosensuppen sowie ein Riegel. Diese Sachen konnte man alle darin finden und das eine, wo man nicht finden durfte, war gut im Inneren des Stoffes versteckt und würde es auf die schnelle nicht entdecken. So blieb sie cool, während sie den Hühne vor ihr weiter musterte. "Zufrieden? Und nun verpiss dich," kam es energisch von ihr, während sie wieder einen Schluck trank und sich dabei an den leeren Kühlschrank hinter sich lehnte. Ja, so war June, bei den meisten hinterließ sie nie einen guten Eindruck, doch das war ihr schon damals egal gewesen und heute war es ihr scheiß egal. Sie wollte einfach ihre Ruhe und sich nicht mit einem weiteren überlebenden anlegen. Nicht mit dem da, der sie alleine schon mit seinen Blicken töten könnte.

@Drake Nolan


      

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zuletzt bearbeitet 27.03.2018 16:06 | nach oben springen
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#4

RE: The Grizzly & The Wolf {Drake | June}

in Archiv 2020 29.03.2018 10:32
von Drake Nolan (gelöscht)
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Drake beobachtete die Frau mit besonderer Aufmerksamkeit, um sich kein Detail ihrer Reaktion entgehen zu lassen. Vieles, was in den Menschen vorging, konnte man aus ihren Augen herauslesen, aus ihren Bewegungen, aus der Anspannung ihrer Muskeln und der Art, wie sich ihre Atmung veränderte. Die Überlebende vor ihm, zeigte jedoch kaum eine erkennbare Reaktion. Vielleicht wäre es anders, wenn er direkt vor ihr gestanden hätte, die wenigen Meter, die sie noch trennten, vergönnten es ihm jedoch nicht, tatsächlich jede Einzelheit von ihr wahrzunehmen. Anderenfalls hätte er gewiss zumindest das kurze Stocken ihres Atems bemerkt als sie ihn entdeckt hatte. Überraschung, Furcht, zwei Emotionen, die wohl am deutlichsten zu erkennen waren. Nicht jedoch bei ihr. Entweder war sie also eine gute Schauspielerin oder sie war tatsächlich so eiskalt, wie es in diesem Augenblick den Anschein machte. Einige Sekunden lang starrten sich nur angespannt an, dann machte sie den Mund auf und sagte etwas, das Drake fast zum Lachen gebracht hätte. Aber nur fast. Stattdessen zuckte sein Mundwinkel kaum merklich. Dass hatte sie doch gerade nicht tatsächlich so trocken von sich gegeben? Er hatte schon Vieles gehört, wenn er anderen gegenüberstand. Flüche, Betteleien, Bitten.. aber sicher nicht ein solch sarkastische Antwort, die er nicht besser hätte von sich geben können. Auch wenn er es sich nicht anmerken ließ, hatte die Frau in dieser Sekunde seine Neugierde geweckt. Sie war ganz alleine unterwegs und hatte dennoch die Nerven, sich ihm derartig gegenüber aufzuführen? Derartiger Mut – oder Dummheit – hatte ihn schon immer gereizt. Es machte die Menschen interessant. Sie machte sich nicht direkt zum Opfer, obwohl er sie in die Rolle gedrängt hatte. Die meisten blieben in der Rolle, die man ihnen vorschrieb, weil sie zu viel Angst hatten, aus dieser auszubrechen. Das war auch schon in der Zeit vor der Seuche so gewesen.
Trotz allem blieb Drakes Blick hart auf sie gerichtet, während sie ihre Dreistigkeit damit auf die Spitze trieb, dass sie ihm völlig unberührt den Rücken zukehrte, um zu ihrem Rucksack zu gehen. Schweigend folgte er ihr ein Stück weit, damit sie nicht ungesehen hinter dem Regal eine Waffe ziehen konnte. Mit dem Fuß hielt er den Rucksack auf, den sie zu ihm herübertrat. Sein Blick weiterhin auf sie gerichtete, hob er diesen auf, das Jagdgewehr mit einer Hand noch immer auf sie gerichtet. Er legte den Rucksack auf dem Tresen ab und durchsuchte ihn flüchtig. Die Dosen und das Messer interessierten ihn kaum, der Taser hingegen war eine ganz andere Sache. Er zog ihn aus dem Rucksack und ließ kurz den Strom fließen, ehe er lachend zu der Frau sah und den Taser zurück den Rucksack warf. Was sollte er auch damit? Wenn er vorhatte, jemanden unter Strom zu setzen, würde er sich eine Autobatterie suchen. „Ein Taser? Dein Ernst? Hast du zufällig auch irgendwo Pfefferspray versteckt?“, höhnte er und hängte sich dabei das Jagdgewehr über die Schulter, ehe er ein Stück auf die Frau zuging. „Mich verpissen?“ Er lächelte lediglich, ehe sein Blick auf die Waffe in dem Regal fiel, an dem er vorbeiging. „Oh. Der Laden ist ausgeräumt, ja? Da hast du wohl etwas übersehen.“, sagte er voller Sarkasmus, wohl wissend, dass es sich um ihre Waffe handelte, die sie wohl dummerweise nicht sonderlich gut versteckt hatte. Kurz betrachtete er die Waffe in seiner Hand und prüfte flüchtig, ob sie geladen war, während er die letzten Meter bis zu der Frau überbrückte. Direkt vor ihr blieb er stehen, sah auf sie hinab, drückte den Lauf der Waffe an ihren Hals unter ihrem Kiefer und entsicherte diese. „Du lässt dich aber auch von gar nichts einschüchtern, hm?“ Noch immer lag dieses amüsierte Lächeln auf seinen Lippen. „Wirklich interessant..“ Er musterte sie offensichtlich. Sie war wirklich attraktiv. Trotz ihres losen Mundwerks. Oder gerade deswegen? „Was hältst du davon, wenn ich dich nicht töte.. und du mir dafür Scotch überlässt? Vielleicht teile ich ja sogar mit dir, wenn du mich darum bittest.“ Teilen. Ein Fremdwort für ihn. Vermutlich genauso sehr wie das Wort 'Bitte' für sie.

@June Bowen


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#5

RE: The Grizzly & The Wolf {Drake | June}

in Archiv 2020 04.04.2018 22:25
von June Bowen | 523 Beiträge | 1223 Punkte
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Kolonie Einzelgänger



@Drake Nolan





June verfolgte mit ihrem Blick wie der große Mann ihren Rucksack auf dem Tresen durchwühlte und dabei ihren Teaser in die Hand nahm. Ihre Worte vorhin waren harsch gewesen, das wusste die Brünette doch es interessierte sie nicht - Hauptsache ihre Message kam bei dem Grizzly an. Doch zu ihrem entsetzten grinste der Mann nun schief während ein nächster sarkastischer Satz durch die Luft zog. " Du wärst erstaunt, was so ein Ding alles anstellen kann. Man muss es nur an dem richtigen Ort positionieren," was er konnte, konnte sie schon lange und so verschränkte June nun die Arme vor die Brust, während sie zusah wie der Mann weiter ihre Sachen begutachtete. Sie hatte nicht wirklich etwas zu verstecken, nicht umsonst hatte sie ihm den Rucksack zugeworfen - dennoch gefiel es ihr überhaupt nicht das er einfach hier hineingeplatzt war und so tat, als wäre alles hier drin, sein Eigentum - sie war schließlich zuerst hier gewesen! "Wer glaubst du, bist du überhaupt? Nur weil du eine Waffe in der Hand hältst und einen bedrohlichen langen Bart trägst, meinst du, du regierst plötzlich die Welt?" sie stoppte, als der Mann sich nun zu ihr umdrehte und auf sie zuschritt. Dabei wich sie selbst instinktiv einige Schritte Rückwerts, bis sie bemerkte das ihr Rücken bereits an dem Kühlschrank ankam. Sie konnte nicht weiter und der Dieb hatte sie schließlich in die Ecke gezwungen. Als er kurz darauf auch noch ihre Waffe bemerkte und diese in die Hand nahm, spannten sich jede Muskeln in ihrem Körper an. Wieso? Wieso musste der Mann gerade heute hier hinkommen. Sie hatte sich wirklich nichts Böses dabei gedacht die Tankstelle aufzusuchen. Sie hatte doch lediglich etwas zu essen suchen wollen und nun das? June war zwar auch früher oft in brenzlige Situationen geraten, doch da drohte man ihr nur selten mit einer Waffe. Es war schon schlimm genug ständig von den Beißern entkommen zu müssen und langsam hatte sie auch die Menschen satt. Menschen die sich nahmen was sie wollten, ohne dabei ein Stück human zu bleiben. Es war ja nicht so, dass June besser war, doch wenigstens schlich sie sich nicht rum und überfiel willkürlich Fremde Menschen. Wäre sie ein Mann dann würde sie es in Betracht ziehen, doch was sollte sie als kleiner Zwerg schon groß anrichten? Was sollte sie bei ihm anrichten? Der Mann war mindestens zwei Köpfe größer als sie, hatten ihre Waffe gefunden und war nun nicht mehr all zu weit weg von ihr entfernt. Oh June, wo zum Teufel hast du dich da wieder reingeritten. Innerlich verfluchte sie sich selber, nicht schon bei der ersten Sekunde einfach los gerannt zu sein und wenigstens eine kleine Chance gegen den Mann gehabt zu haben. Nun war sie eingeengt, wie eine kleine Maus, die nur darauf wartete erdrückt zu werden. Doch lag aufgeben nicht auf der Speisekarte, schließlich hatte sie noch etwas vor. Leben. So tat sie einfach dass, was sie am besten konnte und jagte den Mann mit ihren folgenden Worten zum Teufel. "Zufrieden? Und nun verpiss dich!" kurz war Stille in dem Raum zu hören und während ihr Herz so laut pochte, dass sie Angst hatte der Fremde würde es hören, umso mehr versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen. Sie musste keine Furcht zeigen - denn wenn jemandem etwas zum Verhängnis in dieser Zeit werden konnte, dann war es die blanke Furcht. Inständig hoffte sie, er würde einfach abziehen und sie in Ruhe lassen doch der Mann sah viel zu amüsiert aus, viel zu selbstsicher. So hielt sie sich an dem Türhebel des Kühlschrankes fest, als dieser plötzlich auf sie zuschritt und ihr die Waffe an die Kehle drückte. Ihre Augen fuhren erschrocken aber dennoch direkt nach oben zu den seinen. Er war nun so nahe bei ihr, dass sie seinen Atem auf ihren Wagen spüren konnte. Dennoch bewegte sie sich keinen Zentimeter. Auch wenn sie am liebsten los geschrien hätte, so versuchte sie ruhig zu bleiben und schluckte einmal schwer, bevor sie dann ein höhnisches Lächeln auf ihre Lippen zauberte. "Na los, auf was wartest du?" kam es auffordernd von ihr, während sie ihren blick keine Sekunde von ihm abwandte und seine Gesichtszüge dabei musterte. Er wollte sie töten, dann los. " Ich hab dem Tod schon so einige male in die Augen geschaut aber er hätte definitiv nicht gezögert." Sie konnte sehen, wie er sie musterte doch blieben ihre Augen auf seinem markanten und gutaussehendem Gesicht ruhen. Wäre der Mann nicht ein Arsch und hätte sie den Typen vielleicht mal in einer Bar getroffen dann hätte sie definitiv mit ihm geflirtet, doch im hier und jetzt war er der böse Grizzly und sie hatte nicht vor von ihm aufgefressen zu werden. So drückte sie ihr Kinn fester auf den Lauf der Waffe während sie weiter seinen Worten zu lauschte. "Ich soll dich darum bitten?" kam es nun lachend von ihr, während sie versuchte ihre Atmung wieder unter Kontrolle zu bekommen. Er müsste nur den Abzug betätigen und sie wurde passé sein, so blickte sie an ihm runter zu in ihre Hand, wo sie die Flasche hielt. Ihren Blick wieder gehoben nahm sie all ihren Mut zusammen, bevor sie ihre Hände auf seine Brust platzierte und ihn dann von sich wegstieß. Sie wusste, er hätte nur dagegen drücken müssen und er hätte sich kein Zentimeter bewegt, aber dennoch war er nun wieder ein Schritt weiter von ihr entfernt. " Teilen ist nicht meine Stärke aber wenn mich das vor einer Kugel bewahrt." Sie seufze resigniert und verdrehte die Augen, bevor sie ihm dann die Flasche an seinen Oberkörper drückte. "Hier. Und hoffentlich erstickst du dich dabei." Ihm noch einmal in die Augen geblickt, marschierte die Brünette nun direkt an ihm vorbei, so dass sie mit ihrem Schulter seinen Oberarm traf, bevor sie dann vor ihrem Rucksack zu stehen kam. Abermals drehte sich June nun zu ihm um. " Und wehe du lässt mir nicht ein Schluck übrig."


      

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zuletzt bearbeitet 04.04.2018 22:29 | nach oben springen
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