Storytime
Wir befinden uns im Herbst des Jahres 2017. Seit zwei Jahren wandeln sogenannte Zombies auf unserer Erde und machen den letzten Überlebenden das Leben schwer. Das Chaos verbreitete sich schleichend und so nahm der Tod immer mehr von den Lebenden mit sich. Die mit Kampfgeist, Stärke und vor allem Köpfchen, schafften es irgendwie all den Verlust und Schmerz zu verkraften und sich mit der neuen Welt "anzufreunden". Die einen sahen den Ausbruch der Seuche als Strafe, andere wiederum als Neuanfang. Jene, denen in ihrem früheren Leben nie etwas Gutes widerfahren war, ob sie nun selbst daran schuld waren oder der Einfluss anderer Menschen. Mittlerweile ist die Vergangenheit jedoch irrelevant geworden, im Anbetracht dessen, was einem jeden Tag aufs Neue bevorstand. Einige der letzten Überlebenden schlossen sich in Gruppen und Kolonien zusammen, um die Chancen aufs Überleben zu erhöhen und das Lebewesen Mensch zu bewahren. Doch nicht jede dieser Gruppen hat gute Absichten. Den mit dem Tod tat sich ein weiteres Hindernis auf. Misstrauen, Kampf und Krieg. Niemand vertraut dem anderen, selbst wenn er es unter Beweis stellt. Kämpfe wegen Konserven werden ausgetragen und Kriege geführt, weil man am Leben bleiben will. Ein Messer in der Brust eines Feindes als Zeichen des Überlebens...
Team
Date
WeatherDer Herbst ist in Washington eingezogen und macht den Überlebenden zuschaffen. Regenschauer, Stürme und kalte Winde ziehen durch die Straßen und Wälder, während der wandelnde Tod ungehindert weiter mordet. Wer überleben will, sollte sich warme Sachen anziehen und sich einen Unterschlupf suchen, sowie ein paar Konserven bunkern. Vielleicht wäre es sogar sicherer sich einer Kolonie anzuschließen? Doch bedenke, nach dem Herbst kommt der Winter.
NewsflashNeues Jahr neues Glück, neue Beißer. Wir kämpfen weiter gegen die Untoten doch nicht nur diese sind zur Quelle des Bösen geworden. Auch die Menschen sind zu einer großen Gefahr geworden. Die Mitglieder des Hotel Herrenhaus werden dies nun am eigenen Leib erfahren müssen, da das Hotel angegegriffen wird. Werden sie ihr zu Hause verteidigen können und wieso eilt der Güterhof ihnen nun zur Hilfe? - your Last Survivors Team, since March 2018 ♥
#1

The Beauty and the Nerd. - Graham & Johan

in Verschobene Plays 15.08.2018 21:52
von Eleanor Johan Black | 783 Beiträge | 1836 Punkte
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Kolonie Traitors

(Du bist natürlich auch eine Beauty. )



Regen prasselte auf die Blondine und die Hündin nieder, die Johan seit wenigen Tagen ihre Begleiterin nannte. So kalt ihr Herz auch sein mochte, den Alaskan Malamute konnte sie nicht zurücklassen. Zufällig kam sie an dem Haus des Hundes vorbei, der kaum als er sie gewittert hatte, nach draußen in den umzäunten Garten stürmte und sie mit flehenden Augen anbettelte, sie nicht allein zu lassen. Sogar ein leises Wimmern war zu hören, als würde sie mit ihr sprechen. Johan war über den Zaun gestiegen, hatte ihr ein paar Mal beruhigend über den Kopf gestreichelt und sich schließlich Zutritt ins Haus verschafft. Untote lagen zerfetzt auf dem Boden und eine widerliche Gestankswolke breitete sich im Wohnzimmer schon seit geschätzten Wochen aus. Das erste, wonach die junge Frau suchte, waren die Papiere des Hundes und eine Leine. Ja, sie hatte vom ersten Moment, als sie Tara -so stand es in ihrem Impfausweis- gesehen hatte, beschlossen sie mitzunehmen. Viel zu lange war sie bereits allein und statt Selbstgespräche zu führen, konnte sie nun jemanden zulabern, der nicht sie selbst war.
Die ersten paar Tage waren wirklich nicht einfach und ein paar Mal spielte sie sogar mit der Überlegung, Tara einfach freizulassen. Doch wie konnte man jemanden seinem Schicksal überlassen, wenn der Vierbeiner sich jede Nacht an die Blondine kuschelte und seinen Kopf auf ihren Bauch legte. Selbst ihre aufgedrehte Art, wenn sie gerade aufgestanden war und der Hunger sie überkam, konnte Johan nicht zu solch einer grausamen Tat bringen. Menschen waren ihr egal, denn ebenso hatten diese ihr immer wieder schaden wollen, ganz im Gegenteil zu einem harmlosen Tier.

Drei Tage war es nun her, dass sie die zwei Jahre alte Hündin gefunden hatte. Kommandos verstand sie ein paar, doch auf eine eigentlich noch Fremde zu hören, war nicht immer im Sinne des Tiers. So war es eine reine Höllentour, als es zu stürmen und regnen begann und Tara sich weigerte, eine Pfote vor die Andere zu setzen. Obendrein stellte sie Johans Geduld mit ihrem Gewimmer gehörig auf die Probe. Wäre sie stark genug, dann hätte sie kurzen Prozess gemacht und den Hund getragen, doch diese Rasse war einfach viel zu groß und schwer. Also zerrte sie wie eine Irre an der Leine, bis ein paar Häuser in der Ferne auftauchten. „Wir haben es gleich geschafft, also bitte folg mir doch einfach.“ So war es das erste Mal, dass die Blondine jemanden fast anflehte, während sie sich sogar in den Matsch kniete und den Kopf des Hundes in ihre Hände nahm. Wieder aufgestanden, lief ihr das Dreckwasser die Jeans hinunter, die mittlerweile ohnehin vollkommen durchgeweicht war. Und als hätte Tara ihre neue Besitzerin wirklich verstanden, legten sie einen letzten Sprint zu der ersten Wohnung einer Reihenhaussiedlung ein.
Die Tür knallte hinter Johan ins Schloss, als sie auch schon nach ihrem Messer griff. Sie war sich noch nicht wirklich sicher, wie Tara ihre Körperhaltung veränderte, wenn ein Untoter oder weiterer Überlebender im Haus war, denn bisher hatten sie immer das Glück, allein zu sein. Doch gerade in dem Moment, als die Blondine kurz die Leine losließ, um nach dem Messer zu greifen, stürmte das Tier durch den Flur, in Richtung Wohnzimmer. „Hierher, Tara!“, brüllte sie ohne Erfolg und begann laut zu fluchen. „Ich hätte dich einfach zurücklassen sollen, warum hörst du bloß nie?!“ Johan ging dem Hund nach, wobei sie die Waffe natürlich immer noch in der Hand hielt. Irgendwie machte sich auch Angst in ihr breit, denn was war, wenn sie einen Untoten gewittert hatte und sie diesen allein ausschalten wollte, um ihre Besitzerin zu schützen? Schnellen Schrittes erreichte sie das Wohnzimmer, doch was sie erblickte war nicht ein Untoter, sondern ein junger Mann, um dessen Füße Tara aufgeregt wuselte. „Das ist doch unfassbar.“, fauchte sie regelrecht und griff mit der freien Hand sofort an die Pistole an ihrem Gürtel.

@Graham Bain
//Ich hoffe, das passt so für dich. Ich kann natürlich auch immer noch was ändern.



         

Take a hit, shoot me down, shoot me down; I will never hit the ground.
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#2

RE: The Beauty and the Nerd. - Graham & Johan

in Verschobene Plays 16.08.2018 14:06
von Graham Bain (gelöscht)
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Graham hatte es gerade so noch geschafft, sich in eine Wohnung zu flüchten, bevor es anfing wie aus Eimern zu gießen. Nicht, dass ein wenig Regen schlimm war, wenn man bedachte, dass man jeden Moment gefressen werden konnte, aber eine Erkältung wollte er sich auch nicht unbedingt einfangen. Er war nämlich der typische Fall von ´Mordsmäßig jammern bei Männergrippe´ und jetzt flachliegen kam nicht in Frage. Klar würde er sich über ein ausgiebiges Schläfchen freuen, aber das käme in dem momentanen Chaos einem Selbstmordkommando gleich.
Ebenso, wenn er sich nicht ein wenig umsah, um zu kontrollieren, dass sich keine Untoten in der Wohnung herumtrieben, bevor er es sich hier bequem machte und ein wenig herumgammelte. Das musste wohl oder übel noch einen Moment warten, weshalb er sich in Bewegung gesetzt und die verschiedenen Räume abgeklappert hatte. Glücklicherweise war aber nichts zu sehen gewesen, auch wenn es das wenige Licht dort drinnen etwas erschwerte, alles zu erkennen. Gut, er hätte seine Taschenlampe anschalten können, aber da war es ihm einfach zu riskant deswegen noch entdeckt zu werden. Wobei man ihn bei seinem ungenierten Elefantentrampeln wohl gar nicht hätte nicht bemerken können, obwohl man eigentlich meinen sollte, ein ängstlicher Kerl, mit akzeptablem IQ, hätte etwas mehr Verstand und wäre dementsprechend vorsichtiger.
War ja aber auch nicht so wichtig jetzt, denn die Wohnung schien frei von üblen Untoten, was wohl hieß, dass er es sich vorerst gemütlich machen konnte. Zumindest bis der Regen nachgelassen hatte. Das Wohnzimmer schien ihm der perfekte Ort, auch wenn ein Bett sicher bequemer wäre, als ein Sofa. Aber,... Er war wirklich nicht sonderlich erpicht darauf in fremden Betten zu schlafen, vor allem da es im Schlafzimmer echt abnorm gestunken hatte. Wer wusste schon was da drin genau passiert war. Okay, man konnte es sich ahnen, aber deswegen hielt er sich lieber von dort fern. Wohnzimmer roch zwar auch etwas muffig, aber soweit Graham in dem spärlichen Licht erkennen konnte, war dort schon mal nichts mit Eingeweiden verhangen und er stolperte auch nicht über irgendwelche leblosen Körper, wie im letzten Haus, indem er Zuflucht gesucht hatte.
Der aufkommende Ekel, welcher ihm bei dem Gedanken übermannen wollte, verflüchtigte sich glücklicherweise direkt, als er sich auf das Sofa plumpsen ließ. "Herrlich!" War doch bequemer als er dachte. Zumindest bequemer als das Sofa, das in seinem damaligen Schlafzimmer gestanden hatte. Man hatte sich darauf, ungelogen, gefühlt, als würde man auf einem Brett liegen. Was seine Eltern sich beim Kauf von diesem Teil gedacht hatten, wusste er nicht, aber er vermutete mal stark, dass es wegen der kleinen Explosion, damals im Internat, war. So eine Art Bestrafung, oder irgendwas in der Richtung. Statt ihm einfach wirklich den PC wegzunehmen... Er war schon ein Glückspilz.
Wie er so herumsaß und in Erinnerungen schwelgte, entspannte er sich so dermaßen, dass er wirklich ganz knapp davor war ins Traumland zu wandern. Aber auch nur knapp, denn als er hörte, wie jemand die Wohnung betrat, war er so schnell auf den Beinen, dass er wahrscheinlich Flash hätte Konkurrenz machen können.
Was nun?
Erste Option war verstecken. Die zweite, Waffe ziehen und dem Eindringling gegenübertreten. Wenn es denn ein Eindringling war, weil ganz vielleicht wohnte die Person, die so charmant die Tür geschlossen hatte, ja hier? Dann wäre er der Eindringling - war er ja sowieso - und da fand er die Option sich zu verstecken doch etwas verlockender. Nur wo? Hätte er sich überlegen können, wenn er die nötige Zeit gehabt hätte und nicht im nächsten Moment ein Hund auf ihn zugewetzt kam, wo er schon damit rechnete, bald die Englein singen zu hören. Statt dass der Hund aber auf ihn losging, wie er vermutet hatte, wuselte er einfach nur um ihn herum, während er von der Wohnungstür her eine Stimme hörte. Die klingt ja.... happy, ging es ihm durch den Kopf, blieb aber in aller Seelenruhe stehen und wartete ab. Nicht, weil er scharf drauf war, dass man ihn hier fand, aber erstens wurde er schon von dem Vierbeiner entdeckt und zweitens hatte er tierische Angst vor dem Hund, auch wenn der nicht so wirkte, als würde er ihm gleich an die Kehle gehen. Sein Erfahrungen mit Tieren, waren nur etwas... mies, konnte man sagen, weshalb er einen Heidenrespekt vor diesen hatte. Vor allem den großen Tieren, verstand sich.
Es brauchte nicht lange und die Frau, die zuvor nach dem Hund gerufen hatte, erschien im Wohnzimmer. Natürlich auch noch bewaffnet, was in Graham den Reflex hervorrief, ebenfalls zur Waffe zu greifen. Aber!, selbst wenn er jetzt die Waffe zückte, war da immer noch der Hund. Der wäre sicher nicht sehr happy, wenn auf Frauchen gezielt wurde und spätestens dann wahrscheinlich auf ihn losgehen, was ihr genug Zeit ließ, die eigene Schusswaffe zu ziehen und ihm das Hirn wegzublasen. Deshalb unterdrückte er auch den Reflex und hob einfach nur abwehrend die Hände, um zu zeigen, dass er ruhig blieb.
Ob es was brachte? Fragwürdig, aber er würde es wohl schon noch erfahren, wenn ihn nicht innerhalb der nächsten zwei Sekunden eine Kugel traf.
Wenn du mich erschießt, lass bitte nicht zu, dass der Hund mich danach frisst. Der verdirbt sich nur den Magen und stirbt einen qualvollen Tod."

@Eleanor Johan Black

//Ehm, ebenso. Fall ich was ändern soll...? Weiß nämlich nicht, ob der so was taugt.
Und der Titel ist klasse Belassen wir es bei mir aber mal mit Nerd


Eleanor Johan Black findet das gut.
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#3

RE: The Beauty and the Nerd. - Graham & Johan

in Verschobene Plays 24.08.2018 02:52
von Eleanor Johan Black | 783 Beiträge | 1836 Punkte
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Kolonie Traitors

Laut den Papieren war Tara bereits zwei Jahre alt, doch benahm sie sich immer noch, wie ein kleiner Welpe. So sehr sie diesen Hund innerhalb von nur drei Tagen auch ins Herz geschlossen hatte, sie kam sich vor, als hätte sie ein kleines Kind am Bein. Mit dem Unterschied, dass sie ein kleines Kind wohl lieber zum Sterben zurückgelassen hätte. Sie war sicher nicht dazu bereit, eine Ersatzmutter zu sein und irgendwie gefiel es ihr besser ständig zu reden, aber keine Antwort zurückzubekommen. Nur gerade hätte sie sich gewünscht, dass Tara auf sie hörte und bei ihr blieb. Es war offensichtlich, dass etwas ihre Aufmerksamkeit geweckt zu haben schien, doch dauerte es etwas länger, ehe die Blondine reagieren konnte. So warnte Tara den anderen Bewohner eigentlich nur vor, dass sie gleich hereinplatzen würde, wobei ihr Gefluche auch Warnung genug war.
So folgte Johan der Hündin ins Wohnzimmer, während sie ihre Waffe bereits gezogen hatte und kaum war sie um die Ecke, jene auf den Fremden richtete. Seine Reaktionsgeschwindigkeit, schien nicht die schnellste zu sein oder es gab für ihn keinen Grund eine Waffe zu ziehen. Wenn sie genauer darüber nachdachte, dann war das sogar gar nicht so dumm.
Da er unbewaffnet zu sein schien, erlaubte Johan es sich, ihn ausgiebig und vor allem auffällig mit höhnischem Blick zu mustern. Während sie momentan Tara ähnelte – nämlich aussah, wie ein nasser Hund- war der Fremde trocken. Er musste also schon vor dem Sturm hier eingetroffen sein oder er hatte bereits seine Sachen gewechselt. Dennoch ärgerte es die Blondine, dass er vor ihr hier war. Unbewusst gingen ihre ausgestreckten Arme, in deren Händen sie die Waffe hielt, gen Boden, während sie seine Worte vernahm.
Im ersten Moment verdrehte sie ihre Augen und konnte kaum glauben, dass das wirklich seine erste Sorge war. Aber wie Johan nun mal war, fasste sie fast alles als Beleidigung oder Angriff auf und so glaubte sie auch jetzt, dass er sich nur über sie lustig machte. Denn der Alsakan Malamute sah ja wohl alles andere, als aggressiv aus. „Keine Sorge, ich brate dich vorher natürlich ordentlich durch.“, kam es mit einem gespielt freundlichen Lächeln von ihr, ehe sie die Waffe wieder hob. „Nur damit das klar ist, ich werde nicht gehen.“ Noch einmal durch den Regen zu laufen, nur weil das Haus anscheinend schon besetzt wurde, war nicht nach ihrem Stil. Entweder würde er sie ertragen -denn auf einen Kampf war sie nicht unbedingt aus- oder sie würde ihn schon rausgejagt bekommen. Was sie aber gerade mehr beschäftigte, war die Hündin, die unbedingt mit dem Fremden spielen wollte, so wie sie an ihm hochsprang. Nachdem die Blondine einen genervten Seufzer aus ihrer Kehler ließ, wechselte sie die Hand, in der sie die Waffe hielt -nicht ohne dem Anderen einen finsteren Blick zuzuwerfen- und griff mit der rechten nach der Leine, die sie im nächsten Augenblick ruckartig zu sich zog. Tara gab nach und setzte sich neben ihre Besitzerin, wenn auch etwas widerwillig.
„Wir wollen nur diesen Sturm aussitzen und dann weitergehen. Nur, weil du hier bereits bist, werde ich aber ganz sicher nicht gehen, also würde ich vorschlagen, wir arrangieren uns mit dieser Situation. Wenn du etwas dagegen hast, dann fällt mir auch sicher noch eine andere Option ein.“ Wieder versuchte sie sich an einer freundlichen Miene, doch nickte sie in Richtung ihrer Waffe, um zu signalisieren, was die zweite Option war.

@Graham Bain
// War alles super.



         

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#4

RE: The Beauty and the Nerd. - Graham & Johan

in Verschobene Plays 02.09.2018 13:39
von Graham Bain (gelöscht)
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Warum eigentlich immer er?
Er wollte zum Beispiel lieber zocken, während seine Eltern wollten, dass er was für die Schule tat.
Er bevorzugte es, Sport an der Wii auszuüben, aber sein Bruder war eher dafür, ihn mit zum Joggen, oder in ein Fitnessstudio zu nehmen, damit er ein paar Muskeln aufbauen konnte und nicht umherlief wie ein Skelett auf Fleischentzug.
Er wollte lieber richtig, fettiges Fast Food und seine Familie… Ja, die wollte natürlich Obst, Gemüse und was es nicht noch alles an gesundem Zeugs gab und setzte ihm diese Dinge auch noch vor.
Sprich, er bekam nie was er wollte, genau wie diesmal.
Eigentlich wollte er nur Zuflucht vorm Regen finden, etwas Ruhe genießen - praktischerweise in diesem voll möblierten, wenn auch stinkenden Haus - aber da wurde ihm natürlich auch wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht. Strich in Form von einem Hund, der aussah, als würde er am liebsten eine Runde fangen spielen und deren Besitzerin. Wobei zweitere nicht so aussah, als wäre sie erpicht auf seine Gesellschaft. So wenig, dass er freiwillig den Hund kuscheln würde, um Trost zu suchen, auch wenn er im Normalfall versucht hätte sich irgendwo in Sicherheit zu bringen.
Aber immerhin schoss sie nicht auf ihn, was ihn schon mal etwas beruhigte. Mit ihrer Bemerkung, hätte er so jedoch nicht gerechnet, weshalb er sie ein paar Mal verwirrt anblinzelte, bevor er etwas erwidern konnte. Und wie er halt war, war es genauso unnötig und hinrissig, wie die vorherige Anmerkung von ihm.
“Ich hoffe doch, du hast nicht vor hier drinnen ein Feuer zu legen, um mich gut durchzugaren.” Weil draußen regnete es ja und da würde ein Feuer sicher nicht lange überleben und zudem auch sehr wahrscheinlich unerwünschte Besucher anlocken. “Falls aber doch, erschieße mich bitte vorher. Ich steh nicht so auf den Feuertod”, fügte er ehrlich hinzu und hatte damit definitiv nicht vor sich lustig zu machen. Schließlich kannte er die Person nicht und konnte sie nicht im geringsten Einschätzen. So konnte sie es also, ebenso wie er, vollkommen ernst meinen und es dauerte nicht mehr lange, bis er an einem großen Stock, über einem gemütlichen Lagerfeuer brutzelte. Unnötigerweise, ploppte in seinem Kopf die Frage auf, ob er eigentlich schmecken würde, aber darauf würde er wohl keine Antwort finden, weil er entweder dann tot war, oder er aber noch lebte, was hieß, dass man ihn nicht probiert hatte. Na gut, vielleicht tat ihn irgendwann mal so ein untotes Ding anknabbern, aber ob dieses ihm dann antworten würde, war doch recht fragwürdig. Und er drifftete ab, sodass er fast ihre nächsten Worte überhört hätte, würde ihn nicht der Lauf ihrer Waffe plötzlich wieder anlächeln. Wie er diese Dinger hasste.
“Ich hatte nicht vor dich zu vertreiben. Wieso sollte ich auch? Ich meine, hier ist genug Platz für uns drei, oder? Nur, geh nicht ins Schlafzimmer, da stinkt es, als hätte jemand zehn Schweine geschlachtet und vergessen das Fleisch danach zu kühlen.” Bei der Erinnerung daran verzogen sich seine Mundwinkel angewidert, während er die Hände langsam sinken ließ, da die Arme einfach langsam schwer wurde. Die wären nicht so schlapp, wenn er regelmäßig Tennis mit der Wii hätte spielen können, aber nee, seine werten Eltern mussten die ja schrotten, als er mal nicht zu Hause war. Besser als sein PC, aber der brachte ihm ja nun auch nichts mehr. Traurigerweise.
Mit einem deprimierten Seufzen, ließ er sich aufs Sofa plumpsen, streckte die Arme aus und sah an die Wohnzimmerdecke. “Ich möchte doch nur meinen Computer zurück.”
”Ach so, ich glaube im warmen Kühlschrank ist noch etwas Alkohol. Wenn du dich bedienen möchtest…” Der wurde ja nicht so einfach alt, was schon mal ein kleiner Trost war, in dem momentanen Chaos, das herrschte.

@Eleanor Johan Black

//Deiner so *haawwch*
Aber wie gehabt,... wenn was ist, sag Bescheid. Mein Kopf gibt echt nichts her momentan


zuletzt bearbeitet 02.09.2018 20:27 | nach oben springen

#5

RE: The Beauty and the Nerd. - Graham & Johan

in Verschobene Plays 15.09.2018 00:20
von Eleanor Johan Black | 783 Beiträge | 1836 Punkte
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Kolonie Traitors

Wie der Fremde auf die Idee kam, Tara würde ihn als Futter sehe, war ihr völlig unbegreiflich. So offensichtlich fröhlich und verspielt, wie sie um seine Beine wuselte, würde man eher ein Leckerli anstatt die Flucht ergreifen. Aber bereits seine wenigen Worte, ließen Johan wissen, dass er ein komischer Kauz war, hinter dessen Logik sie nie kommen würde. Und so wünschte sie sich gleich im nächsten Moment, dass das Unwetter bald ein Ende nahm und sie schnellstmöglich hier rauskam.
Ehe sie zu einer Antwort ansetzte, kam sie nicht um ein langes genervtes Seufzen und verdrehte sogar noch die Augen. Die Blondine würde ihm deutlich machen, dass sie auf solche Art von Konversationen keine Lust und keine Nerven dafür hatte. „Ich bin sicher nicht so dumm und mache noch mehr dieser Biester auf mich aufmerksam. Außerdem würde ich dich natürlich erschießen. Als ob ich dir die Chance gönnen würde, mich weiter zu zulabern oder mir dein nerviges Geschrei anhören zu müssen.“ Trotzdem senkte sie ihre Waffe immer weiter. Auch wenn ihre Menschenkenntnis nicht die Beste war, so reichte sie dennoch, um in ihm keine Gefahr zu können. Natürlich konnte auch das nur täuschen. Dieser Hintergedanke hielt sie jedoch davon ab, die Pistole gänzlich wegzustecken. Sie selbst war eine ausgezeichnete Lügnerin und konnte vor anderen die unschuldige Überlebende mimen, nur damit sie einen unaufmerksamen Moment zu ihren Gunsten nutzen konnte.
Der Andere schien also jemand zu sein, der Teilen konnte und das zu diesen Zeiten? Womöglich schien es für Johan nur so weit hergeholt, weil sie selbst eine Egoistin war. Auch wenn hier genug Platz war, auf die Gesellschaft eines durchgeknallten Fremden, konnte sie absolut verzichten. Die Vermutung, er würde einen gereizten, blonden Eindringling ebenso wieder für die Tür sitzen, war aus ihrer Sicht also eigentlich nicht allzu weit hergeholt. „Ich hatte auch nicht daran gedacht, dich aus dem Auge zu lassen oder dir die Chance zu geben, mich im Schlaf mit einem Kissen zu ersticken.“ Da war es wieder, ihr aufgesetztes freundliches und vollkommen falsches Lächeln. Sie konnte nicht mit anderen Menschen und diese konnten nicht mit der Blondine. Aus gutem Grund.
Dennoch schien der Mann nicht länger von ihr beeindruckt und legte sich sogleich wieder hin nur um die Zimmerdecke anzulächeln, während er irgendetwas von einem Computer faselte. Doch zumindest freundete sich Johan mit dem Gedanken an, hier den Sturm auszusitzen, wenn auch mit einer anderen Person, die sie nicht kannte. „Ohne Strom wird der dir auch nicht mehr viel bringen.“, kommentierte sie sein Selbstgespräch – wenn es überhaupt eins war - und widmete sich dann der jungen Hündin, an derer Halsband sie die Leine wieder befestigte.
„Danke für das verlockende Angebot.“, kam es wenig begeistert von ihr, während sie dennoch ein paar Schritte auf den Kühlschrank zumachte. Ihre Finger umschlossen sogar den Griff und sie öffnete die Tür, um das innere des Schranks zu begutachten. Den Fremden beobachtete sie zeitgleich aus dem Augenwinkel, wobei ihre Waffe schon längst gen Gürtel wanderte. Er hatte nicht gelogen, dort stand wirklich Alkohol und auch wenn er mittlerweile warm war, Johan griff danach. Zurück bei dem Dunkelhaarigen, drehte sie den Stuhl in seine Richtung, setzte sich und überschlug die Beine. Mehr als drei Meter lagen zwischen ihnen, was der jungen Frau so auch ganz lieb war. „Du bist also vollkommen allein hier?“ Sie hasste es anderen Fragen zu stellen oder den Anschein zu machen, sich für sie zu interessieren, aber jene Worte konnten nur aus ihrem Mund kommen, weil sie sich selbst sagte, dass es nur um ihre Sicherheit gab. Würde sie eine Lüge seinerseits erkennen, würden bei ihr die Alarmglocken klingeln und sie könnte sich rechtzeitig aus dem Staub machen. Eine Pistole und ein Messer konnte sie zwar ihren Besitz nennen, doch brachten diese ihr Nichts, wenn sie von mehreren bewaffneten Männern umzingelt war. Sie hoffte einfach, dass der Typ so unschuldig war, wie er aussah und sich gab.

@Graham Bain
//Alles super, Weirdo



         

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#6

RE: The Beauty and the Nerd. - Graham & Johan

in Verschobene Plays 24.09.2018 09:48
von Graham Bain (gelöscht)
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Wooooow, da war ja mal jemand wirklich gut drauf. Vor Schock über ihre Rücksichtnahme, verdrückte er glatt ein imaginäres Tränchen, das er sich mit dem Zeigefinger aus dem Auge wischte und legte sich die freie Hand aufs Herz. "Das ist so überaus rührend von dir, dass du mir einen qualvollen Tod ersparen möchtest. Ich weiß einfach nicht was ich sagen soll, außer... Danke vielmals." Und hätte er jetzt noch einen drauf setzen wollen, wäre er glatt zu ihr gegangen und hätte sie in eine sehr herzliche Umarmung gezogen, aber das wäre ihm dann doch ein wenig zu riskant. Sie wirkte ja so schon nicht wie der herzlichste Mensch auf dem Planeten und wer wusste was bei so einem Knuddelangriff passieren würde. Bei der Vorstellung allein schüttelte es ihn schon und er sah sich in einem hohem Bogen durch das nächste Fenster fliegen, nur um danach voll im Matsch zu landen. Nee, das musste dann wirklich nicht sein. Man war schon froh, wenn man irgendwo relativ saubere Klamotten hatte, da musste man die nicht direkt wieder einsauen, weil man einen an der Klatsche hatte und gerne Blondinen reizte. Leider machte es aber einfach ein wenig zu viel Spaß, Leute auf die Palme zu bringen und.... Nun ... Irgendwie erinnerte die Blonde ihn an seine Mutter. Die war immer genauso reizender Laune und bei der hatte es ebenso Spaß gemacht sie in den Wahnsinn zu treiben, also fiel es ihm, sich hier zu benehmen, wirklich sehr schwer.
Wobei, eigentlich war sie gar nicht wie seine Ma. Die war nicht ganz so misstrauisch und hätte wahrscheinlich erst ganz zum Schluss, mit der Waffe gedroht. Furchtbar, was in seiner Familie so alles an Waffennarren herumgelaufen waren. Verrückt! Einer der Gründe, weshalb er die Teile so überhaupt nicht leiden konnte, aber was tat man nicht alles, um in einer scheiß Apokalypse zu überleben. Und wenn es darum ging sich mit dem größten Feind zusammen zutun.
Keine Sorge, Lady. Ich würde das einem unschuldigen Kissen niemals antun!" Um seine Aussage zu bestätigen, tätschelte er das Kissen, welches neben ihm auf dem Sofa lag liebevoll und sah die miesepetrige Dame dann an. "Siehst du, ist auch ganz harmlos. Willst du es auch mal streicheln?" Manchmal fragte er sich wirklich, wie er bei dem ganzen Müll, den er so von sich gab, überhaupt noch ernst bleiben konnte, aber es klappte immer wieder. Als Kind war das Scheiße gewesen. Da zuckten bei jeder Kleinigkeit seine Mundwinkel und er musste sich ein riesen Grinsen verkneifen, wenn er mal wieder sinnlose Pläne schmiedete, wodurch er dann sofort aufgeflogen war, aber heute... Lief das alles wie geleckt. Nun, außer sie überlegte es sich jetzt doch noch anders und blies ihm mit ihrer Waffe das Hirn weg, dann war geleckt am Arsch. Aber da steckte man halt nicht drin. Immerhin starb er dann auf einer bequemen Sitzgelegenheit und musste seinen PC nicht mehr missen. Apropos...
"Meinst du die ganze Scheiße nimmt irgendwann ein Ende?" Jetzt starrte er wieder die Decke an, die so wunderhübsche Blümchenmuster hatte, wie die Tapeten, die seine Oma damals im Wohnzimmer hatte. "Man, ich fühl mich wie im falschen Film. Hier sieht es aus, wie bei meiner Oma und du benimmst dich zum Teil wie meine Mutter. Unfassbar." Moment mal! "Wir sind bei meiner Oma..." Krass, wie konnte ihm das denn entgehen? Nun, jetzt wusste er, was - oder eher wer - oben so gestunken hatte.
"Uhm, ja klar. Alleine.... Oder siehst du noch wen? Gott, wehe meine tote Oma spukt hier herum. Du weißt nicht, wie scheußlich ihr Essen geschmeckt hat!"

@Eleanor Johan Black

//Man ich... kann einfach nichts


Eleanor Johan Black lacht sich kaputt.
zuletzt bearbeitet 24.09.2018 09:53 | nach oben springen

#7

RE: The Beauty and the Nerd. - Graham & Johan

in Verschobene Plays 06.11.2018 17:03
von Eleanor Johan Black | 783 Beiträge | 1836 Punkte
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Kolonie Traitors

Eleanor Johan Black musste sich mit aller Kraft davon abhalten, der Brillenschlange keine zu verpassen. Das Wetter war mies, der verdammte Hund spurte nicht und nun hatte sie auch noch jemanden vor sich, der sich für einen absoluten Scherzkeks hielt. Die Zähne zusammengebissen, nickte sie langsam, ehe sie ihn mit finsterem Blick ansah. „Ich kann mich auch noch umentscheiden.“, fauchte sie ihn an. Die Krönung wäre es wirklich gewesen, wenn er sie in seine Arme gezogen hätte. Dann wären aber jegliche Sicherungen bei ihr durchgebrannt und die Blondine hätte für nichts mehr garantieren können. Einerseits verständlich, warum so viele sie zu provozieren versuchten, weil es so unglaublich einfach war und das Ergebnis einen immer zum Lachen brachte.
Gerade als sie sich gerade zu beruhigen schien, setzte der Typ noch eins drauf. „Ich würde es dir nicht abkaufen, wenn du mir sagen würdest, dass du nicht der Klassenclown an deiner Schule warst.“, murmelte sie genervt. Ihre Kleidung war komplett mit Wasser durchdrängt und am liebsten hätte sie sich umgezogen. Aber ihn aus den Augen lassen? Womöglich war er eine Niete, was das Schießen anging oder zu blöd um einen unauffälligen Angriff zu starten, aber da war dieses kleine Wörtchen 'vielleicht'. Denn Johan konnte sich nicht sicher sein, wie viel von seiner Art und Weise gespielt war. Eins stand jedoch fest, wenn sie nicht ihre Kleidung wechselte, dann würde sie krank werden. Was damals kein Weltuntergang war, konnte heute zum Tode führen. Genauso, wie ihn aus den Augen zu lassen. Und auf die Hündin war auch kein Verlass. Seufzend hatte sie sich den Alkohol aus dem Kühlschrank genommen und sich auf den Stuhl gesetzt. Tara nahm sogar neben ihr Platz, doch auch wenn Johan sich innerlich unheimlich freute, sie wollte ihre Fassade vor dem Fremden aufrecht erhalten.
Ihre vollkommenden durchtränkte Kleidung klebte an ihrer Haut und aus jener floss das Wasser den Stuhl hinunter, sodass sich um ihre Schuhe bereits eine kleine Pfütze bildete. Ungeachtet, was der Fremde tat -nämlich an die Decke starren- öffnete sie die Flasche Weißwein, die im Kühlschrank stand. Ihren Blick nicht von jener abgewandt, hob sie dennoch eine Augenbraue, als der Andere sie wieder ansprach. „Nein.“, antwortete sie knapp und trank einen Schluck vom Wein. Definitiv zu warm, aber dennoch genießbar.
Genervt ließ sie ihn weiterreden, auch wenn es ihr egal war, ob seine Oma hier verrottete oder das Essen dieser nicht schmeckte. Früher hätte sie ihn bestimmt recht unterhaltsam gefunden, doch gerade war sie genervt und frierte. „Tu mir einen Gefallen und halt für ein paar Minuten mal deine Klappe. Ich muss meine Sachen wechseln und du wirst dich jetzt mal kurz umdrehen. Versuch ja nichts Dummes. Bete für deine Oma, oder was auch immer.“ Johan stand auf, stellte die Flasche auf den Tisch und kramte in ihrem Rucksack nach trockener Kleidung. Zum Glück hatte sie ein paar Wechselsachen mit, die jedoch auch schon ein paar nasse Stellen hatten. Fordernd sah sie ihn an und nickte in die Richtung der Wand. „Los, dreh dich um.“

@Graham Bain
//Sorry für die lange Wartezeit.



         

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#8

RE: The Beauty and the Nerd. - Graham & Johan

in Verschobene Plays 09.12.2018 15:20
von Graham Bain (gelöscht)
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Keine Ahnung warum, aber Graham hatte das Gefühl, dass es heute noch recht witzig werden würde. Nun ja, für ihn zumindest. Es war wirklich immer wieder faszinierend, wie schnell man manche Leute auf die Palme bringen konnte, wobei er sich aber fragte, warum das so war. Mochte sein, dass jeder mal einen schlechten Tag hatte, aber wenn er sich vorstellte, dass er nur dauer angepisst herumlaufen würde sobald jemand sich seinen Spaß erlaubte, dann könnte er auch gleich in den nächsten Häcksler springen. Es lebte sich halt unbeschwerter, wenn man die Dinge nicht zu ernst nahm und auch mal ... ohne Stock im Arsch herumlief. Ja, genau, ohne Stock im Arsch traf es ganz gut. "Das könntest du, aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass du es tun wirst." Warum er der Annahme war, konnte er sich selber nicht beantworten, aber vielleicht war es ja die Tatsache, dass die Blonde einfach mal so herrenlose Tiere mitnahm. Vielleicht hatte er es aber auch falsch interpretiert, als sie der Hündin an der Haustür nachrief, dass sie sie einfach hätte zurücklassen sollen. Konnte zwar wiederum auch sein, dass der Vierbeiner schon vor in ihrem Besitz gewesen ist, aber dafür hörte er irgendwie ein wenig zu schlecht auf sein Frauchen, wie Graham fand. Allerdings... konnte er sich da auch wieder irren. Vielleicht hatte da ja einfach jemand kein gutes Händchen, wenn es drum ging Tiere zu erziehen. Hieß das so? Erziehen? Oder dressieren? Abrichten? Ach egal, auf jeden Fall hörte die Hündin nicht sonderlich gut, was ihn ein wenig amüsierte, auch wenn er zuvor am liebsten schreiend vor dem Tier weggerannt wäre.
Genauso wie er in seiner Schulzeit einen Bogen um Leute gemacht hatte, die so grimmig dreinschauten, wie die Blondine. Wenn Blicke töten könnten... Heute machte ihm das nicht mehr viel aus, aber damals hätte er sich wahrscheinlich ein wenig mehr zusammengerissen. Natürlich nicht komplett, aber da wusste er noch wann er es gut sein lassen sollte, während es ihm heute einfach egal war. "Erwischt! Und lass mich raten... Du hast eher zu denen gehört, die Leute wie mich in die Tonne gekloppt hätten, wenn ich es übertreibe?" Zumindest konnte er sie sich nicht als Streberin oder so vorstellen. Im Moment konnte er sie um ehrlich zu sein nicht mal ernst nehmen, so wie sie dort auf dem Stuhl saß, total durchnässt, während sich Pfützen auf dem Boden bildeten. Es sah eher niedlich aus, als alles andere und Graham hatte Mühe bei dem Anblick nicht laut zu lachen, da er es sich nicht noch mehr mit ihr verscherzen wollten. Zumindest nicht direkt zu Beginn. Das widersprach sich zwar damit, dass es ihm heute egal war, ob er es übertrieb, oder nicht, aber wer wollte sich schon selbst raus in dieses Sauwetter befördern? Er auf jeden Fall nicht, weswegen er sich mit viel Mühe das Lachen verkniff und sich stattdessen damit ablenkte ein Kissen zu rupfen. Seine Omi würde ihn dafür töten, wenn sie noch könnte. Wieso auch immer hatte die nämlich total an ihrer miefenden Einrichtung gehangen und wurde fuchsteufelswild, wenn man irgendetwas kaputt machte, oder einsaute.
"Du weißt schon, dass es hier auch ein Badezimmer gibt?" Dabei hatte er schon wieder ganz vergessen, dass sie ihn ja nicht aus den Augen lassen wollte. Dabei war er doch echt ein Engel. Versteh das einer... Aber okay,... Vielleicht sollte ich aber eher für dich beten. Würde meine Omi sehen, dass du ihren Teppich einsaust, würde sie aus der Hölle auffahren und dich zuerst mitnehmen." Damit schmiss er sich bäuchlings aufs Sofa und starrte in Richtung der Lehne, während er sich zusätzlich noch ein Kissen über den Kopf zog. "Ich gebe dir genau zwei Minuten. Wenn du dann nicht fertig bist, drehe ich mich um und spanne!" Was er natürlich nicht ernst meinte, aber er konnte es dann doch nicht sein lassen weiterhin dumm herumzureden.

@Eleanor Johan Black
//Alles gut, ich brauche ja auch immer voll lang in letzter Zeit


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#9

RE: The Beauty and the Nerd. - Graham & Johan

in Verschobene Plays 10.02.2019 19:53
von Eleanor Johan Black | 783 Beiträge | 1836 Punkte
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Kolonie Traitors

„Sehe ich so aus, als würde ich kleinen Kindern das Essensgeld abziehen? Warte, spar dir deine Antwort.“, kam es harsch von ihr, wobei sie zeitgleich eine Hand hob. Komischerweise sprang die Hündin diesmal darauf an, setzte sich wie ein guterzogenes Hündchen und sah ihr Frauchen abwartend an. Von jener kam aber nur ein genervtes Seufzen. Handzeichen, warum hatte sie es damit bloß noch nicht versucht. „Übrigens habe ich zu den Leuten gehört, die dich in der Schule nicht einmal beachtetet hätten. Du wärst für mich Luft gewesen oder der Mülleimer für meinen halbvollen Becher, den ich nicht mehr austrinken wollte.“ Deutlich gereizt verschränkte sie die Arme vor der Brust. Ihre Antwort war nicht einmal gelogen, abgesehen davon, dass sie niemals jemanden auf solche Art tyrannisiert hätte. Nein, sie war tatsächlich selbst eher eine Art Außenseiterin. Freunde hatte sie meist außerhalb der Schule und oft auch bereits studierende. Ihre Klassenkameraden durchschauten ihre Art und gaben ihr gar nicht erst die Chance, damit irgendwelchen Erfolg zu haben. Ein Mädchen. Ein einziges Mädchen durfte damals hinter die Fassade von Eleanor Black blicken und hatte dies letztendlich schamlos ausgenutzt. Manchmal war es leichter ein durchgeknallter Nerd mit durchschnittlichverdienenden Eltern zu sein. Irgendjemanden fand man immer, der mit einem befreundet sein wollte. War man aber wohlhabend, ließ dies raushängen und dazu noch mit einer Arroganz, dass einem die Kinnlade beinahe aus dem Gesicht flog, war das Leben oft ziemlich einsam. Und selbst als sich die Blondine ihrem Fehlverhalten bewusst wurde, verschwendete sie keinen größeren Gedanken daran, etwas zu ändern.
„Ach wirklich. Vielleicht sollte ich dich dann mit dem Duschvorhang erwürgen.“, murmelte sie patzig und sparte sich die Mühe, ihm noch einmal zu unterbreiten, dass sie ihm nicht traute. Vielleicht war er aber auch eher der Typ, der sich durch den Hintereingang schlich und sich lieber in einem anderen Haus verschanzte, in der Hoffnung, die blonde zicke nie wiederzusehen. „Ich sehe deine Oma schon tobend und mit schwingendem Besen vor mir. „So eine freizügige Barbie habe ich dir aber nicht an die Seite gewünscht. Such dir was hübsches, kluges und nicht zu nuttiges, habe ich dir immer gesagt!“ Und ich hätte ihr darauf den Besen in den breiten Mund geschoben.“, sprach sie in mütterlicher Stimme und wahrte sich ihren ernsten Blick, wirkte dabei sogar eher genervt, als amüsiert. Als der Dunkelhaarige nun die Lehne anstarrte und ein Kissen über den Kopf zog, machte sie sich daran, die nassen Sachen von ihrer Haut zu pellen. Bei seinen Worten, war es dann aber, um ihre Ernsthaftigkeit geschehen und sie musste tatsächlich kurz auflachen. „Dann muss ich dir wohl oder übel die Augen ausstechen.“ Die Lippen aufeinandergepresst, schüttelte sie den Kopf und widmete sich eifrig wieder ihrer Kleidung. Wenige Minuten später bedeckte ein lockeres Sweatshirt ihren Oberkörper und machte sich schließlich daran eine blaue Jeans über ihre Beine zu ziehen. „Kannst dich wieder umdrehen.“, meinte sie, während sie noch die Schleifen ihrer Schuhe band. Von dem Stuhl erhoben, kam sie mit verschränkten Armen auf den Nerd zu. „Und das ist wirklich die Bude deiner Grandma?“

@Graham Bain
//Diesmal war ich der Lahmarsch. Also Sorry, Graba Bam!



         

Take a hit, shoot me down, shoot me down; I will never hit the ground.
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