Storytime
Wir befinden uns im Herbst des Jahres 2017. Seit zwei Jahren wandeln sogenannte Zombies auf unserer Erde und machen den letzten Überlebenden das Leben schwer. Das Chaos verbreitete sich schleichend und so nahm der Tod immer mehr von den Lebenden mit sich. Die mit Kampfgeist, Stärke und vor allem Köpfchen, schafften es irgendwie all den Verlust und Schmerz zu verkraften und sich mit der neuen Welt "anzufreunden". Die einen sahen den Ausbruch der Seuche als Strafe, andere wiederum als Neuanfang. Jene, denen in ihrem früheren Leben nie etwas Gutes widerfahren war, ob sie nun selbst daran schuld waren oder der Einfluss anderer Menschen. Mittlerweile ist die Vergangenheit jedoch irrelevant geworden, im Anbetracht dessen, was einem jeden Tag aufs Neue bevorstand. Einige der letzten Überlebenden schlossen sich in Gruppen und Kolonien zusammen, um die Chancen aufs Überleben zu erhöhen und das Lebewesen Mensch zu bewahren. Doch nicht jede dieser Gruppen hat gute Absichten. Den mit dem Tod tat sich ein weiteres Hindernis auf. Misstrauen, Kampf und Krieg. Niemand vertraut dem anderen, selbst wenn er es unter Beweis stellt. Kämpfe wegen Konserven werden ausgetragen und Kriege geführt, weil man am Leben bleiben will. Ein Messer in der Brust eines Feindes als Zeichen des Überlebens...
Team
Date
WeatherDer Herbst ist in Washington eingezogen und macht den Überlebenden zuschaffen. Regenschauer, Stürme und kalte Winde ziehen durch die Straßen und Wälder, während der wandelnde Tod ungehindert weiter mordet. Wer überleben will, sollte sich warme Sachen anziehen und sich einen Unterschlupf suchen, sowie ein paar Konserven bunkern. Vielleicht wäre es sogar sicherer sich einer Kolonie anzuschließen? Doch bedenke, nach dem Herbst kommt der Winter.
NewsflashNeues Jahr neues Glück, neue Beißer. Wir kämpfen weiter gegen die Untoten doch nicht nur diese sind zur Quelle des Bösen geworden. Auch die Menschen sind zu einer großen Gefahr geworden. Die Mitglieder des Hotel Herrenhaus werden dies nun am eigenen Leib erfahren müssen, da das Hotel angegegriffen wird. Werden sie ihr zu Hause verteidigen können und wieso eilt der Güterhof ihnen nun zur Hilfe? - your Last Survivors Team, since March 2018 ♥
#1

Welcome to the Brotherhood || 18.10.17, abends || Raphael, Zeke & Lucia || open

in Gelände innerhalb der Mauern 13.11.2019 12:37
von Raphael Black | 486 Beiträge | 1068 Punkte
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Kolonie Traitors


@Ezekiel Archer @Lucia Simmens



Raphael hatte dem Jüngeren zugenickt, ihm den Rücken gekehrt und seinen Weg in Richtung der Kolonie eingeschlagen. Heute sollte man niemandem mehr seine verwundbarste Stelle zuwenden, doch der Bänker befürchtete nichts vor dem jungen Mann. Er wollte etwas, was nur Raphael ihm sicher geben konnte, er war auf den Älteren angewiesen. Sein Vorteil.
Er hörte die Schritte hinter ihm, schnelle Schritte die zu seiner Seite aufschlossen und der Mörder blieb stumm. Er wartete und es waren nur die Schritte der beiden Männer auf dem zerbrechendem Geäst zu hören. Der Tag hatte sich dem Ende geneigt und der Abend war angebrochen, die Sonne hatte sich fast ganz hinter dem Horizont versteckt, doch die Dämmerung bat ihnen noch genügend Licht für den Heimweg. Sie liefen nicht lang als der Güterhof schon in Sichtweite kam. Die Wachposten erkannten ihn bereits aus der Entfernung und der Bänkler gab dem Untergebenen ein Zeichen die Tore zu öffnen. Die Augen der Wachen lagen auf dem Neuankömmling, doch Raphael hatte keine Worte für sie übrig. Wenn er jemanden mit in die Kolonie brachte, war es seine Entscheidung und die galt es nicht anzuzweifeln. Sie betraten das Gelände und die Tore wurden hinter ihnen wieder verschlossen.

Sie gingen noch ein Stück ehe sie sich auf dem weitläufigen Platz wiedersahen. Erst dann drehte sich der Dunkelhaarige wieder zu dem Jüngeren um, die Arme vor der Brust verschränkt. "Als erstes musst du mir einen Blick in deinen Rucksack gewähren. Jegliche Schusswaffen sind auf dem Gelände nicht gestattet." Es war keine Bitte, eine Aufforderung. Sollte sich sein Gegenüber weigern, galt es leider andere Maßnahmen zu ergreifen. Je nachdem wie er ihm nun entgegen kam, würde er sich darum kümmern in Erfahrung zu bringen, wo sich der Lockenkopf befand.
"Oh und willkommen in meiner Kolonie. Mit Empfangskomiteen haben wir es leider nicht so."



       

zuletzt bearbeitet 30.11.2019 15:16 | nach oben springen

#2

RE: Welcome to the Brotherhood || 18.10.17, abends || Raphael, Zeke & Lucia || open

in Gelände innerhalb der Mauern 13.11.2019 18:46
von Ezekiel Archer | 1.302 Beiträge | 2758 Punkte
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Kolonie Traitors

Genauso wie Zeke seinen Standpunkt klar gemacht hatte, machte ihm Raphael nun seinen eigenen klar, indem er ihm den Rücken zuwandte und losging. Und der junge Mann verstand diese Geste, zu lesen. Ihm war klar, weshalb der Ältere es tat, denn für dumm hielt er ihn keineswegs und er lag mit seiner Annahme ja auch absolut richtig. Selbst wenn Zeke den Drang verspürte, dem Anführer der Kolonie, in welche er nun im Begriff war, einzutreten, ebenso den Schädel vom Leib zu schlagen wie zuvor dem Beisser, würde er es nicht tun, denn er brauchte ihn, er wollte etwas von ihm und dessen war sich der Ältere mehr als bewußt. Also schloß er mit schnellen Schritten zu ihm auf, um schließlich neben ihm zu gehen, seine Aufmerksamkeit lag nun auf seiner Umgebung, denn man konnte nie wissen, was sich im Unterholz verbarg, den Weg zur Kolonie musste er sich schließlich nicht mehr einprägen, diesen kannte er. Der Weg war nicht allzu weit und als sie beim Tor ankamen, bestätigte sich nun erst recht, was er ja bereits angenommen hatte. Es war wirklich Raphaels' Kolonie und nicht nur eine Floskel, denn auch wenn die Wachposten Zeke mißtrauisch beäugten, stellten sie keine Fragen und erst recht nicht Raphaels' Entscheidung, ihn mitzubringen, infrage. Ohne ein Wort zu verlieren, öffneten die Wachposten das Tor für sie Beide, was Zeke aufmerksam beobachtete, um sich eventuelle Mechanismen und auch die Männer am Tor, einzuprägen. Nur für den Fall der Fälle, man konnte schließlich nie wissen und natürlich blieb er auch weiterhin an Raphaels' Seite, als sie das Tor durchschritten und es hinter ihnen wieder geschlossen wurde.

Er hasste dieses Gefühl jetzt schon, das Gefühl, in der Falle zu sitzen, eingesperrt zu sein, auch wenn das Gelände weitläufiger war, als er es von Außen hatte einsehen können und als sie nach einem kleinen Stück schließlich auf dem weitläufigen Platz stehenblieben, geschah natürlich, was der 19-jährige längst erwartet hatte. Sein Begleiter wandte sich ihm zu und richtete nun wieder ein paar Worte an ihn, woraufhin Zeke innerlich zwar mit den Zähnen knirschte, dies allerdings nur gedanklich tat, seine Mimik blieb teilnahmslos und er nickte lediglich: "Selbstverständlich, Sir!", brachte er somit auch mit ruhiger Stimme zum Ausdruck, dass diese Situation nicht überraschend für ihn auf den Einlass in die Kolonie folgte. Natürlich schmeckte es ihm nicht, dass Raphael seine Sachen durchsuchen wollte, sein Eigentum in Augenschein nahm und selbstverständlich erst Recht nicht die Tatsache, dass er seine Schußwaffe abgeben sollte, aber er sträubte sich nicht. Stattdessen nahm er den Rucksack vom Rücken, stellte ihn vor Raphael auf dem Boden ab. Dann griff er zu seiner Glock im Schulterhalfter, zog sie heraus, gesichert war sie ja bereits, nahm das Magazin heraus, das noch sieben Schuß zählte, zog den Schubwagen durch, so dass die achte Kugel im Lauf ausgeworfen wurde, welche er selbstverständlich aufhob und wieder ins Magazin drückte. Erst dann reichte er Glock und Magazin an den Älteren, er würde niemals eine geladene Waffe an einen Anderen einfach so weiterreichen, außer er befand sich in einer Kampfsituation, vertraute seinem Begleiter und jener sollte Gebrauch von der Waffe machen. "Das ist die einzige Schußwaffe, die ich besitze, es sind noch acht Schuß im Magazin, ein Ersatzmagazin besitze ich nicht."

Natürlich behielt er trotz Allem auch seine Umgebung im Auge, einerseits um sich bereits jetzt so viel einzuprägen wie möglich, Gefahren frühzeitig zu erkennen, andererseits in der Hoffnung, vielleicht schon einen Blick auf @Jersey werfen zu können, falls sie sich in unmittelbarer Nähe befinden würde. Von Messern oder anderen Waffen hatte Raphael nichts erzähltl, deshalb erwähnte er jene vorerst auch nicht. Die Machete war ja ganz offen an seinem Rucksack befestigt und jene hatte Raphael ja auch schon im Einsatz erlebt, die Waffen, die er direkt am Körper trug, waren keine Schußwaffen und er trug sie nicht offensichtlich. "Und meinen herzlichsten Dank für das Willkommen. Wirklich kein Empfangskomitee? Ich weiß nicht, ob ich mehr enttäuscht oder erleichtert sein sollte!", erst jetzt schlich sich wieder ein trockener Unterton in seine Stimme mit ein und dieses Mal grinste er tatsächlich kurz, was seine Augen jedoch nicht erreichte.



» Militär-Rucksack: (Inhalt) Wechselsachen (T-Shirt - bereits geflickt; Jeans - dunkelblau - bereits geflickt; handgestrickte Strümpfe; handgestrickte Armstulpen - undefinierbare Farbe), zwei Angelhaken, Angelsehne (aufgerollt auf einen kurzen Stock á ca. 5 cm, ca. 2,5 m lang), vier Stricknadeln (Metall), zwei Häkelnadeln (hölzern - offensichtlich selbstgeschnitzt), Set Ledernadeln, starkes Zwirn (aufgerollt auf zwei kurze Stöcke a ca. 5 cm - jeweils ca. 3 m lang), fünf haushaltsübliche Rollen festes Seidengarn (Farbe irrelevant), kleiner Campingkochtopf aus Blech, kleine Campingeschirrschüssel aus Blech, ein Göffel (hölzern - offensichtlich selbstgeschnitzt), 15 kleine Salztütchen (noch ungeöffnet á 15g, offensichtlich aus verschiedenen Restaurants), Schnitzmesser, Lederahle, eine angefangene Rolle Panzertape (noch ca. 2m übrig), eine angefangene Rolle Klarsichtfolie (fest, noch ca. 1,5m übrig), eine kleine Tupperdose mit Deckel - gefüllt mit Dörrfisch und Dauerbrot (steinhart), zwei Tüten Trockenfleisch á 30g, Dosenöffner, Feldflasche (zur Hälfte mit Wasser gefüllt), zwei kleine Whiskeyflaschen (Mini-Bar-Ration in Motels, noch ungeöffnet), wasserundurchlässige leichte Plane (Campingausrüstung - 2x2m - dünn - militärgrün – an einer Stelle bereits mit Panzertape geflickt - zusammenfaltbar in einem Säckchen aus dem gleichen Material á ca. 15x10 cm mit Kordelzug), Plastikdose Melkfett á 500g (nur noch zu einem Viertel gefüllt), braune kleine Papiertüte gefüllt mit verschiedenem getrocknetem "Grünzeug" (getrennt durch Butterbrotpapier - am Geruch erkennbar Kampfer, Kamille, Thymian, Salbei - verschiedene, nicht am Geruch deutlich erkennbare getrocknete Kräuter), kleines Tagebuch (offensichtlich alt, in Leder eingeschlagen, enthält handgeschriebene Kräuterrezepte mit Zeichnungen - drei verschiedene Handschriften - "Omas' Hausmittel" ), zwei Bleistifte (einer ungenutzt, einer nur noch ein Stummel ca. 4cm lang), 3 Karabinerhaken, zwei aufgerollte Bandagen (Baumwolle, offensichtlich selbst zugeschnitten aus einem ehemaligen Kleidungsstück), halbes Stück Kernseife, zwei feste Plastiktüten (leer), ein Platzset (Plastik - mit einer Kordel zu einem Trichter formbar)

(außen am Rucksack befestigt) Steigeisen, Fallschirmseil - ca. 5m lang, Schlafsack, Hängematte - grobmaschig, Isomatte - dünn, Fleischermesser - verlängerter Griff - offensichtlich selbstgeschnitzt und mit Panzertape befestigt - erinnert an eine Machete





@Lucia Simmens @Raphael Black







"Naaa, Lust auf eine Runde Skifahren?"



zuletzt bearbeitet 30.11.2019 15:16 | nach oben springen

#3

RE: Welcome to the Brotherhood || 18.10.17, abends || Raphael, Zeke & Lucia || open

in Gelände innerhalb der Mauern 15.11.2019 13:57
von Lucia Simmens | 27 Beiträge | 63 Punkte
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Kolonie Traitors

Stille.
Seit den 4 Wochen die ich hier war herrschte sie über mich. Ich sprach kaum, aß so gut wie nichts, verließ nur selten meinen Wagon. Ich hatte Raphael und ein paar seiner Männer nicht weit entfernt vom Asylum getroffen und er hatte sich meiner angenommen. Vermutlich weil er mich kannte, es war wohl kaum weil er so ein unglaublich guter Mensch war. Aber es war mir im Grunde genommen egal gewesen. Der Großteil meines Hab und Guts war verbrannt und auch ich war mehr als nur etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Ich hatte geschlafen als das Feuer los ging und erst als laute Schreie durch die Gänge drangen war ich erwacht. Da war es schon zu spät gewesen. Ich hatte niemanden mehr gefunden. Stattdessen hatte ich versucht durch die Küche zu fliehen. Das war ein fataler Fehler gewesen, denn dort war mir eine Feuerwand entgegen geschlagen, der ich nicht hatte ausweichen können. Ich hatte mich schnell umgedreht, doch trotzdem hatte sie mir den halben Oberarm bitterlich verbrannt.

Die Haut meiner rechten Schulter löste sich nach wenigen Tagen in so dicken Schichten ab, dass ich fest damit rechnete mich zu Häuten wie eine Schlange. Doch Raphael hatte mich zur Krankenstation geschickt und dort hatte man mich weitestgehend zusammengeflickt. Noch immer bedeckte ein großer Verband die verbrannten Stellen.
Ich glich meiner selbst nicht mehr.
All mein Mut, der brennende Lebenswille, all das war verschwunden. Es war zusammen mit meinem Zuhause einfach zu Asche geworden. Was war auch Liam geworden ? Aus Loki, Cecil und Kyra ? Hatte Ethan die Überreste des Gebäudes gesehen und uns alle abgeschrieben ?
Ich hatte keine Antworten auf diese Fragen und ich würde sicherlich auch keine finden solange ich mich in meinem Wagon zurück zog.

An diesem Morgen war ich erwacht und wollte endlich etwas tun. Ich hatte mich vorsichtig aus meinen alten Klamotten geschält und frische angezogen, hatte mich gekämmt und mein Gesicht gewaschen. Dann hatte ich mich auf die Suche nach Raphael gemacht. Ich wollte raus, wollte helfen. Ich hatte im Asylum viele Besorgungstouren gemacht, ich kannte die Umgebung gut. Vielleicht wäre das eine Aufgabe für mich. Und ich brauchte eine Aufgabe, einen Sinn der mich davor bewahrte durch zu drehen.

Ich hatte den Kolonieführer nicht gefunden und so beschloss ich zu warten. Er würde wieder kommen und ich hatte ohnehin nichts anderes zu tun. Also saß ich auf dem kleinen Treppenabsatz vor dem Wagon in dem neben mir noch einige andere hausten. Ich saß sicherlich einige Stunden dort, eingewickelt in meine Decke und starrte in das allmählich dunkler werdenden Nichts vor mir, als ich zwei Gestalten über das Gelände laufen sah. Sofort erkannte ich Raphael und erhob mich.
Mit wenigen Schritten hatte ich die Distanz zwischen den Beiden und mir zurückgelegt und nickte dem Boss zu ehe ich zu seiner Begleitung saß. Der etwas schlaksig wirkende junge Mann war mir unbekannt, allerdings war ich auch nicht viel rum gekommen, also hatte das nichts zu heißen. Ich nickte also auch ihm leicht zu und räusperte mich. Ich hatte meine Stimme so lange nicht mehr benutzt dass sie fremd klang als ich den Jungen ansah und meinte: "Ich glaube wir kennen uns nicht. Ich bin Lucia."


@Raphael Black @Ezekiel Archer






status

Brandwunde an der rechten Schulter (fast verheilt) Gummistiefel (Gelb) dunkle Jeans Langarmshirt (schwarz) übergroßes Holzfällerhemd 50 kg blond 160cm hungrig dunkle Ringe unter den Augen gesund müde


in her bags

eine 0,75 Liter Flasche Wasser ein Kinderfoto von Nate und mir ein weiteres Foto - mit der Familie Ericson darauf (untendrunter Handschriftlich: "Meine Familie") Notizbuch Bleistift


weapons

Schwert Walther P99

zuletzt bearbeitet 30.11.2019 15:16 | nach oben springen

#4

RE: Welcome to the Brotherhood || 18.10.17, abends || Raphael, Zeke & Lucia || open

in Gelände innerhalb der Mauern 27.01.2020 15:54
von Raphael Black | 486 Beiträge | 1068 Punkte
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Kolonie Traitors

Hier war sein zu Hause, sein Hafen, der Ort den er besser kannte als jeder andere. Er hatte ihn errichtet und niemand würde ihm diesen nehmen können. Es war eine Gefahr Unbekannte hierher zu bringen, doch Raphael war sich sicher was den Jüngeren betraf. Er schien kooperativ, vielleicht auch nur, weil er etwas begehrte, was der andere hatte. Der Rucksack landete zu seinen Füßen und nicht wenig später reichte ihm Zeke seine Waffe samt Magazin. Ein Schmunzeln trat auf die Lippen des Bänkers. So weit so gut. "Sei erleichtert, glaub mir." Auf die Aussage bezüglich der Waffe schwieg der Anführer zunächst. Sein Gegenüber sagte die Wahrheit, er sah es an seiner Mimik, Raphael kannte sich mit einem guten Pokerface aus und dieses war keines. Außerdem würde er ohnehin dahinter kommen, eine Lüge wäre zwecklos.

Doch ehe er sich dem Rucksack zuwenden konnte, erschien eine weitere Person in der Dunkelheit. Lucia, sie war mittlerweile seit ungefähr 4 Wochen teil des Güterhofs. Er hatte sie gefunden, nicht unweit von dem Ort, der vor einem Monat abgebrannt war. Sie war eine der wenigen Personen, die er selbst in die Kolonie geführt hatte. War es Potenzial, ein Hauch von Mitleid oder ihre Art, welchen den Dunkelhaarigen dazu bewegt hatte? Einige Dinge gab es noch herauszufinden, auch wenn sie bisher sehr verschwiegen war. Eine Tatsache, die ihn nicht weiter störte - manchmal war es die Stille die einen Moment angenehmer gestalten konnte. Zu selten hatte er diese hier und so sehnte er sich danach. Raphael und die Blonde nickten sich zu ehe ihr Blick auf Ezekiel ging und sie sich vorstellte. Raphael ergriff das Wort: "In der Tat tut ihr das nicht. Bei diesem jungen Mann handelt es sich um Ezekiel. Wir haben uns vor kurzem kennen gelernt und Freundschaft geschlossen - vielleicht können wir diese hier ausbauen." Nun glitt auch sein Blick zu dem Neuankömmling, ein Zwinkern ehe er sich vor seinen Rucksack kniete und in die Hände klatschte. "Dann wollen wir mal." Lucia müsste das Prozedere auch bekannt sein. Selbst hatte sie nicht viel Hab und Gut bei ihrer Ankunft, doch hatte sie den ein oder anderen Kolonisten frisch ankommen gesehen. Die Traitor wurden immer mehr.

Langsam zog er den Reißverschluss auf, zog Vor- und Rückseite auseinander um sich das Inventar besser ansehen zu können. Der Junge hatte einiges über die Monate hinweg ansammeln können, Dinge die einem das Leben auf Reise erlaubten. Kleidung, diverse Angelutensilien, Nähzeug, Kochequipment, Campingausrüstung, diverse andere Sachen die für ihn nicht weiter von Belang waren. Nichts was der Allgemeinheit hier dienen konnte, Dinge die der Junge gut und gern behalten konnte. Doch ehe er den Rucksack wieder verschloss, fiel ihm ein kleines Buch und in Butterbrot eingewickelte Pflanzen ins Auge. Vorsichtig zog er diese heraus und fing an zu Blättern. "Wie gut kennst du dich mit Kräutern aus?" Sein Blick blieb an den alten Seiten hängen, seine Augen huschten über die handschriftlich niedergeschriebenen Worte. Der Junge hatte ein Interesse, welches für ihn von Vorteil sein konnte. Medizin wurde knapp, irgendwann würde man keine industriell hergestellten mehr besitzen können, dies war ein Versuch der Lösung.
Der Anführer richtete sich wieder auf, reichte seinem Gegenüber den Rucksack und anschließend die Kräuter samt Oma's Buch. "Ich gestatte dir deine Messer zu behalten, ich gehe nämlich davon aus, dass du nicht nur die eine Machete besitzt."

Lucia hatte die Zeit über gelauscht und nun wandte sich Raphael ihr zu. "Was kann ich für dich tun?" Schließlich war sie zielstrebig auf ihn zugegangen, sie hatte ihn gesucht.

@Ezekiel Archer @Lucia Simmens



       

Ezekiel Archer findet das gut.
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#5

RE: Welcome to the Brotherhood || 18.10.17, abends || Raphael, Zeke & Lucia || open

in Gelände innerhalb der Mauern 14.04.2020 20:41
von Ezekiel Archer | 1.302 Beiträge | 2758 Punkte
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Kolonie Traitors

Er stellte weiterhin Gelassenheit zur Schau, während er innerlich jedoch so angespannt war wie schon lange nicht mehr. Vorrangig hielt er Raphael im Blick, doch aus den Augenwinkeln entging ihm das Nähern einer weiteren Person nicht. Er hatte nicht vorgehabt, Mitglied einer Kolonie zu werden und sicherlich nicht dieser, aber die Umstände hatten nun einmal dazu geführt, dass er sich der Gnade dieser Menschen auslieferte, die vermutlich längst die Bedeutung dieses Begriffes vergessen oder aus ihrem Gedächtnis gelöscht hatten. Schon einmal war er gemeinsam mit Jersey solchen Leuten entkommen, allerdings waren es weitaus weniger gewesen und keinesfalls so gut organisiert, wie er es hier, in den wenigen Augenblicken, die er nun erst da war, schon beobachten konnte. Er atmete flach durch, um nicht zu viel Aufmerksamkeit auf seine Angespanntheit zu lenken, auch wenn ein tiefes Durchatmen vermutlich effektiver gewesen wäre und spannte die Muskeln seines linken Armes an, um notfalls das Skalpell herausgleiten lassen zu können, welches er am Handgelenk trug. Nur für den Fall, dass die Person, die sich näherte, nur gekommen war, um ihm den Kopf abzuschlagen. Selbstverständlich wäre das ebenso sein Todesurteil, jedoch würde er sicherlich nicht kampflos sterben. Er würde nicht leise gehen, er würde so viele mitnehmen, wie er konnte. Raphael wußte, dass dies hier sein Königreich war und mußte es nicht einmal großartig zur Schau stellen, jede Bewegung, jedes kleine Muskelzucken in seiner Mimik drückte genau dies aus. Hier war er der King, hier war er der Richter und Henker in einer Person. Das Lächeln, welches definitiv nicht durch Freundlichkeit zustande kam, war seine Krone.

Erst als die Person, die sich ihnen genähert hatte, bei ihnen stehenblieb, richtete Zeke seinen Blick offen auf jene, um nun Raphael weiterhin aus den Augenwinkeln heraus zu beobachten. Doch bevor er die Begrüßung und Vorstellung erwidern konnte, übernahm das nun Raphael für ihn, so dass er schwieg, der jungen Frau jedoch zunickte. Schon aus der antrainierten Gewohnheit heraus, tastete sein Blick für einen Augenblick die Gestalt ab, versuchte, sie einzuschätzen und zu erkennen, welche Waffen sie möglicher Weise bei sich trug, bevor sein Blick wieder zurück auf Raphael ging, der nun seinen Rucksack durchsuchte. Ja, Zeke hatte viele nützliche Dinge angesammelt in der Zeit, in welcher er nun schon unterwegs war; er hatte viele Talente und wußte, was nützlich war, werden konnte oder definitiv sein würde, je nachdem in welcher Situation er sich befand und es hatte ihn viel Zeit gekostet, seine Sammlung zu vervollständigen. Für einen Augenblick krampfte sich sein Magen zusammen, als er sah, wie Raphael schließlich seinen kostbarsten Besitz herausnahm, Grannys' Buch, alles Andere war ersetzbar. Selbst die Kräuter, die er ebenfalls herausnahm, bevor er in dem Buch zu blättern begann. "Gut genug, dass ich bis jetzt keine Arztpraxis aufsuchen musste!", konnte er sich ein leichtes Grinsen dann jedoch nicht verkneifen. "Meine Granny hat es mir beigebracht, welche Pflanzen man wofür benutzt; Verbrennungen, Verstauchungen, Hämatome, Schnittwunden, Desinfektion, Fieber, Husten ... das Übliche halt. Ich komme ganz gut über die Runden." Immerhin hatte er bereits zwei Winter nach Ausbruch der Seuche auf der Reise überlebt und er war für einen dritten gewappnet gewesen. Normaler Weise gab er nicht so mit diesen Fähigkeiten an, aber hier ging es immer noch darum, ob der Mann vor ihm einen Nutzen in ihm sah, um ihn länger am Leben zu lassen und das bedeutete auch, dass Jersey mehr Chancen hatte. So sah es zumindest Zeke, sie waren ein gutes Team und ihm war es wichtig, dass sie überlebte.

Er legte den Kopf leicht schief, als Raphael ihm gestattete, seine Messer zu behalten und tatsächlich schlich sich ein kurzes Schmunzeln in seine Mundwinkel, doch er neigte kurz dankend den Kopf. "Zu großzügig von Ihnen, Sir!", weder verneinend, noch bestätigend, dass er welche besaß, jedoch hatte Raphael zuvor ja auch nur nach seiner Schußwaffe verlangt. Doch natürlich war der Anführer dieser Kolonie nicht dumm, diesen Fehler, ihn zu unterschätzen, würde Zeke wahrlich nicht machen. Dafür hatte er ihn schon lange genug beobachten können, außerdem würde man nur mit dominanten Gehabe so eine große Kolonie nicht aufrecht erhalten und führen können, selbst wenn ein dummer Mensch sie gegründet haben könnte, wäre er mittlerweile vermutlich längst tot und würde hier nicht immer noch herrschen. Dann nahm er seinen Rucksack und anschließend das Buch und die Kräuter wieder an sich, als Raphael ihm diese reichte, um dann jedoch nochmal zu Lucia zu sehen. "Hi, Zeke reicht übrigens aus. Wir spielen hier ja nicht Glücksrad, wo man Konsonanten und Vokale kaufen muss.", zwinkerte er ihr zu und grinste nun offen, bevor dieses jedoch auch wieder verschwand und er nun schweigend darauf wartete, was als Nächstes geschehen würde, während Raphael sich der jungen Frau zuwandte. Zeke würde den Teufel tun und sich nun einfach so auf dem Gelände umsehen, denn er war sich sicher, dass noch Einiges folgen würde, wovon er sicherlich weniger begeistert war, was jedoch das Überleben jedes Menschen innerhalb dieser Kolonie retten konnte. Er selbst zumindest würde Niemanden einfach so, ohne ihn auf irgendwelche Wunden zu untersuchen, die von den Beissern stammen konnten, in seinem Revier herumstreifen lassen.






@Lucia Simmens @Raphael Black


OoC: Sorry Leute!







"Naaa, Lust auf eine Runde Skifahren?"



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