Storytime
Wir befinden uns im Herbst des Jahres 2017. Seit zwei Jahren wandeln sogenannte Zombies auf unserer Erde und machen den letzten Überlebenden das Leben schwer. Das Chaos verbreitete sich schleichend und so nahm der Tod immer mehr von den Lebenden mit sich. Die mit Kampfgeist, Stärke und vor allem Köpfchen, schafften es irgendwie all den Verlust und Schmerz zu verkraften und sich mit der neuen Welt "anzufreunden". Die einen sahen den Ausbruch der Seuche als Strafe, andere wiederum als Neuanfang. Jene, denen in ihrem früheren Leben nie etwas Gutes widerfahren war, ob sie nun selbst daran schuld waren oder der Einfluss anderer Menschen. Mittlerweile ist die Vergangenheit jedoch irrelevant geworden, im Anbetracht dessen, was einem jeden Tag aufs Neue bevorstand. Einige der letzten Überlebenden schlossen sich in Gruppen und Kolonien zusammen, um die Chancen aufs Überleben zu erhöhen und das Lebewesen Mensch zu bewahren. Doch nicht jede dieser Gruppen hat gute Absichten. Den mit dem Tod tat sich ein weiteres Hindernis auf. Misstrauen, Kampf und Krieg. Niemand vertraut dem anderen, selbst wenn er es unter Beweis stellt. Kämpfe wegen Konserven werden ausgetragen und Kriege geführt, weil man am Leben bleiben will. Ein Messer in der Brust eines Feindes als Zeichen des Überlebens...
Team
Date
WeatherDer Herbst ist in Washington eingezogen und macht den Überlebenden zuschaffen. Regenschauer, Stürme und kalte Winde ziehen durch die Straßen und Wälder, während der wandelnde Tod ungehindert weiter mordet. Wer überleben will, sollte sich warme Sachen anziehen und sich einen Unterschlupf suchen, sowie ein paar Konserven bunkern. Vielleicht wäre es sogar sicherer sich einer Kolonie anzuschließen? Doch bedenke, nach dem Herbst kommt der Winter.
NewsflashNeues Jahr neues Glück, neue Beißer. Wir kämpfen weiter gegen die Untoten doch nicht nur diese sind zur Quelle des Bösen geworden. Auch die Menschen sind zu einer großen Gefahr geworden. Die Mitglieder des Hotel Herrenhaus werden dies nun am eigenen Leib erfahren müssen, da das Hotel angegegriffen wird. Werden sie ihr zu Hause verteidigen können und wieso eilt der Güterhof ihnen nun zur Hilfe? - your Last Survivors Team, since March 2018 ♥
#1

[[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 20.11.2018 18:45
von Raphael Black | 486 Beiträge | 1068 Punkte
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Etwas wird hier erscheinen, früher oder später, aber es wird. Ich freue mich, liebste @Daisy .



       

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#2

RE: [[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 28.12.2018 11:44
von Raphael Black | 486 Beiträge | 1068 Punkte
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@Daisy Watson - ich hoffe es gefällt dir!



5 . Y E A R S . L A T E R


Wenn etwas für die Ewigkeit war, dann der Ort, den er einst erschaffen hatte - der Güterhof. Vieles hatte sich verändert, vieles war anders, viele hatten ihn verlassen und neue Menschen seinen Weg gekreuzt. Geliebte hatten neue Wege begonnen und sein Herz in der eisernen Kälte zurück gelassen die eigentlich schon immer bestanden hatte. Raphael ging seinen Weg weiter, verfolgte seine Pläne und schien nie ein anderer gewesen zu sein. Nur eine Erschütterung, eine Erschütterung hatte es vor einigen Wochen gegeben - etwas, was der einsame Wolf nie erwartet hätte. Die Traitors waren in den vergangenen Jahren brutaler geworden, der einzige Weg weiter zu Überleben. Die Art und Weise für welche er sich entschieden hatte. Ein Raubzug, eine Menschengruppe die einige Tage ausgespäht wurde und er selbst beschloss, diesen Angriff zu führen, in der Hoffnung, das er es wert war. Alles verlief nach Plan, es war einfach, fast schon problemlos - bis er diese junge Frau sah. Ein Mensch nach dem anderen fiel einer Kugel, von ihm abgeschossen, zu Opfer. Es gab genug Mäuler, die es durchzufüttern galt - es wurden keine Gefangenen mehr gemacht - das war nicht möglich. Doch als dieses Mädchen sich umdrehte und in den Lauf seiner Waffe blickte, konnte er nicht, konnte den Abzug nicht ziehen. Wie erstarrt stand er vor ihr, die Waffe fest im Griff, doch nicht mehr als dies in der Lage. Raphael blickte jemandem ins Gesicht, den er aus früheren Zeiten kannte - doch das war nicht möglich, denn es war über 20 Jahre her. Dort stand Miranda vor ihm oder jedenfalls ihr Spiegelbild, eine Frau welche einige Zeit an seiner Seite war. Er hatte sie geliebt, so etwas in der Art, bis sie mehr wollte. Sie redete plötzlich von Heirat, wollte das er ihr einen Ring an den Finger steckte und an diesem Tag verbannte er Miranda aus seinem Leben. Raphael wollte sich nicht binden und hätte sich dies damals auch nie vorstellen können. Keinen Tag gealtert stand sie da und trotz der kommenden Gefahr hatte sie den Blick eines Kämpfers, zeigte keine Angst, nur Stärke. Er wollte sich nicht ablenken lassen, wollte abdrücken, doch ihr Name verließ seine Lippen. Ihr Name geformt zu einer Frage. Und die Reaktion in ihrem Gesicht, das Erkennen, die Verwirrung, ließ ihn wissen, dass er nicht abdrücken durfte, dass er es seinen Lebtag lang bereuen würde. Er ging einen Schritt auf sie zurück und die junge Frau wich von ihm weg. Mehr als verständlich. Raphael raufte sich die Haare, befahl dem Gefolgsmann hinter ihm, sie mitzunehmen. Er musste mehr über sie wissen, musste wissen wie sie mit Miranda zusammen hing. Die fragenden Blicke des Mannes und Raphaels tonlosen Worte - eine Ausnahme. Heute.

Nach einem Tag hatte er sie besuchen wollen, doch das Mädchen war stur, sie redete nicht mit ihm, mit keinem und so folgten weitere Tage. Und Raphael ließ Gnade walten, wegen Miranda. Irgendwann setzte er sich zu ihr ins Zimmer, blieb genauso stumm wie sie. Minuten, Stunden vergingen - wie Statuen saßen sie da, ignorierten sich und wussten dennoch um die Anwesenheit des Anderen. "Ist sie deine Mutter?", die Frage auf welche er sich endlich eine Antwort erhoffte. Doch da war mehr, nicht nur das wissen um ihre Mutter, Raphael hatte ein ganz mieses Gefühl, denn er sah nicht nur die Mutter in ihr.



       

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#3

RE: [[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 13.01.2019 22:26
von Gelöschtes Mitglied
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Das passt jetzt so gar nicht - wie eigentlich immer - aber die eine Stelle, so um die Minute rum glaube, hat mich verdammt noch mal gekillt
Darauf komme ich jetzt erst mal nicht klar

(Uhm, ich hoffe es ist okay, dass ich das so ausgeschlachtet habe OuO Mir war einfach danach.)


@Raphael Black



Eine gefühlte Ewigkeit war es Daisy gelungen zu überleben - in Freiheit, wenn man es denn so nennen konnte. Klar, es war ein schwerer Weg bis hierher und er würde definitiv nicht leichter werden, aber sie würde nicht aufgeben. Zumindest war das ihr Plan und sie hätte sich absolut niemals vorstellen können, dass sich ihre Situation auch nur ansatzweise ändern könnte. Zumindest nicht solange sie am leben war und sie kämpfen konnte. Sie war wirklich auf alles gefasst. Untote, die sie in Stücke zerrissen; andere Überlebende, die ihr den Garaus machten, um an ihre Habseligkeiten zu kommen; ein Unfall von ihr aus, bei dem sie einfach unglücklich stürzte und sich dabei das Genick brach; oder oder oder. Sie hätte es sich sogar vorstellen können, dass eine fliegende Kuh sie erfasste und plättete - Wirklich! - aber nicht, dass man sie einfach gefangen nehmen und verschleppen würde.
Doch so war es.
Vor einer ganzen Weile hatte sie sich einer Gruppe von Menschen angeschlossen, da es einfach leichter war gemeinsam gegen die Untoten vorzugehen. Es hatte sie zwar Überwindung gekostet, jemand anderem zu vertrauen und über längere Zeit bei einer Gruppe zu bleiben, aber die Menschen waren nett, netter als sie es sich vorgestellt hatte und ein ganz klein wenig hatte sie sich mit der Zeit sogar heimisch gefühlt. Anders als bei den Leuten davor. Viele Gruppierungen hatten sich zerschlagen, wurden von Untoten überrannt, oder die Leute gingen einfach aufeinander los, weil sie dem Wahnsinn oder der Angst verfielen. Angst wie es weitergehen sollte, Angst weil die Lebensmittel knapp wurden, Angst vor den eigenen Leuten... Das war für Daisy immer der Zeitpunkt gewesen zu verschwinden. Man sah es den Menschen einfach an, wenn sie nach und nach den Verstand verloren, indem sie sich ständig hektisch nach den eigenen Leuten umblickten, ihre Habseligkeiten nie außer Acht ließen, ständig die Waffe im Anschlag hatten, bei jedem Geräusch zusammenfuhren, auch wenn man sich in sicherem Terrain befand. Natürlich war es nicht falsch in der heutigen Zeit vorsichtig zu sein, aber wenn man unsicher war und einem die stetig wachsende Unruhe, das Zittern und die Anspannung anderer Menschen, unter den eigenen Leuten, als Anzeichen nicht ausreichte, dass etwas nicht stimmte, musste man den Personen einfach nur kurz in die Augen blicken. Wie sagte man nämlich so schön: Die Augen sind der Spiegel der Seele!? Eine Tatsache, der Daisy wahrscheinlich nie glauben geschenkt hätte, wenn es ihr nicht einmal den Arsch gerettet hätte.
Wie auch immer, Daisy war nie sonderlich stolz darauf einfach so zu verschwinden und die anderen zurückzulassen ohne etwas zu sagen, aber glauben tat einem ja eh niemand. Eher kamen dann so Kommentare wie: "Der ist nur besoffen.", oder "Der ist nur chronisch untervögelt und hört langsam die Englein singen, weil seine rechte es einfach nicht mehr bringt." Vor allem letzteres wollte Daisy echt nicht wissen, aber ... Nun, sie hatte es versucht - vermehrt - und wer nicht hören wollte musste halt fühlen. Sie war wie gesagt nicht sonderlich stolz auf sich, aber ab diesem Zeitpunkt definitiv der klaren Ansicht, dass sie sich von Gruppen fernhalten und ihr eigenes Ding machen sollte. Sie wollte es einfach nicht mit ansehen, wie Leute, von denen man sogar ein paar lieb gewonnen hatte, sich gegenseitig niedermetzelten. Einerseits war der Kampf gegen die Zombies gemeinsam zwar leichter, aber andererseits war man immerhin auf niemanden angewiesen, musste nicht befürchten, dass einem jemand in den Rücken fiel und konnte sich die Bedenken sparen, wenn man den letzten Rest Suppe aus der Dose kratzte.
Wirklich, nach der letzten Gruppierung war sie sich dessen mehr als sicher, aber irgendwann stieß sie auf neue Leute. Zwar gab sie es ungern zu, aber sie hatte Hilfe gebraucht und die Menschen hatten sie ihr gegeben. So war sie eine Weile bei ihnen geblieben, hörte sich deren Geschichten an, fand heraus, dass sie teilweise schon mehrere Jahre zusammen unterwegs waren und vereinzelt immer mal wieder jemand zu ihnen stieß, sie verließ und wieder dasselbe. Und Daisy hatte Hoffnung geschöpft. Klar, sie kam gut allein zurecht, schon lange, aber sie war auch ein klein wenig einsam, so komplett ohne irgendjemanden. Anfangs, kurz nachdem ihr erster Begleiter sich das Leben nahm, hatte sie sich stoisch gewehrt zuzugeben, dass sie jemanden brauchte - eine gewisse Zeit danach auch noch - aber nachdem sie eine gefühlte Ewigkeit allein umhergezogen war, einige Leute getroffen hatten, mit den sie sich sogar verstand, welche dann aber wieder gingen - oder sie ging, vollkommen egal - musste sie sich doch eingestehen, dass es so komplett ohne jemanden einfach.... scheiße war. Ja, sie gestand es sich ein, aber sie schluckte es runter, denn auf kurz oder lang war es einfach unmöglich, dass heutzutage irgendetwas von Dauer war. Sowie die neue Gruppierung, der sie sich angeschlossen hatte.
Im Normalfall waren sie immer bestens vorbereitet, hielten die Augen offen nach Gefahren, damit ihnen auch ja nichts entging, aber an diesem einen Tag, ging irgendwie alles schief, was schiefgehen konnte. Niemand von ihnen hatte bemerkt, dass man sie über längere Zeit beobachtete, niemand bemerkte wie man sich ihnen näherte, bis der erste Schuss fiel. Es ging alles verdammt schnell. Daisy selbst, hatte nur ihr Messer zur Verteidigung. Die Schrotflinte, die sie einst ihr eigen nannte, musste sie schon vor einiger Zeit zurücklassen, weil ihr die Munition ausging. Dasselbe mit den Böllern... Das Material wurde einfach knapp und irgendwann war auch der letzte Böller aufgebraucht, sodass sie keine andere Wahl hatte, als sich auf den Nahkampf zu verlassen. Nicht mit dem alten, stumpfen Küchenmesser, dass sie damals immer mit sich herumgeschleppt hatte - Nein - etwas größer war es schon und gegen einzelne Untote half es allemal. Gegen Leute, die mit Schusswaffen auf sie losgingen? Nein, nein, da stank sie mit ihrem Messer total ab. Sie hatte absolut keine Chance, sah zu wie um sie herum die Menschen zu Boden gingen und machte sich innerlich schon einmal darauf gefasst, dass sie sehr bald folgen würde. Eigentlich wollte sie nie kampflos untergehen, das hatte sie auch nicht vor, aber dieser plötzliche Übergriff und die Schreie der Leute, die sie in den letzten Wochen lieb gewonnen hatte, ließen sie erstarren. Und dann war da auch schon, urplötzlich, ein Geräusch hinter hier. Daisy wusste nicht wer es war, jemand von "ihren" Leuten, oder von den Fremden, aber sie drehte sich ohne zu zögern um und blickte plötzlich in den Lauf einer Waffe. Die Starre von zuvor fiel urplötzlich von ihr ab, als sie den die Waffe betrachtete und ehe sie es sich versah, hob sich ihr Blick und sie sah in die Augen des Mannes, der die Waffe auf sie richtete. Natürlich stur wie immer - er sollte schließlich nicht denken, dass sie auf den Knien rutschen würde, damit er ihr Leben verschonte. Eher würde sie sich die Augen ausstechen, als irgendjemandem gegenüber Schwäche zu zeigen, der ihr etwas böses wollte - diese Genugtuung würde sie nie jemandem geben.
Das Zögern ihres Gegenübers machte Daisy jedoch unsicher, ließ sie hoffen, dass sie vielleicht die Zeit hätte, ihr Messer nach vorn zu stoßen und ihn außer Gefecht zu setzen. Allerdings war sie verwirrt... Wieso drückte er nicht ab, kalt und skrupellos, wie bei den anderen? Zumal waren da noch andere. Sollte sie es wagen? Aber ehe sie weiter darüber nachdenken konnte, lenkte der Mann vor ihr mit seiner Frage- einem Namen? - ab. Ein Name der sie über alle Maßen verwirrte. Der Name ihrer Mutter. "Was...?", wollte sie ansetzen, kam jedoch nicht dazu, da er einen Schritt auf sie zuging. Die Waffe, die ihr dadurch näher kam, ließ sie reflexartig einen Schritt zurück machen und das, wo sie doch keine Angst zeigen wollte. Aber konnte man das wirklich Angst nennen? Unsicherheit wohl eher. Woher der kannte der Mann ihre Mutter? Warum erschoss er sie nicht, ebenso wie die anderen? Und was zum Geier meinte er damit, dass man sie mitnehmen sollte? Der hatte sie ja nicht mehr alle.
Jedoch half alles schlagen, kratzen und strampeln nicht, als man sie einfach packte. Sie war zu schwach, um gegen diesen... Was war er überhaupt? Sein Bodyguard? Auf jeden Fall war sie zu schmächtig, um sich gegen ihn zu wehren und so landete sie... Irgendwo! Und sie hasste irgendwo!

Daisy schwieg eisern. Seit sie an diesen Ort gebracht wurde - gegen ihren Willen - hatte sie kein Wort gesagt. Sie wollte weder essen, noch etwas trinken, noch mit irgendwem reden, noch sonst irgendwas. Gut, vielleicht war das bockiges Kleinkind-Verhalten, aber wie sollte sie sonst reagieren, wenn man sie einfach wegsperrte, wie eine Ratte, die man zu Experimenten benötigte? Noch mal: Sie wäre lieber gestorben, als kampflos unterzugehen! Doch genau das war sie. Sie war schwach gewesen, hatte überhaupt nichts ausrichten können und nun saß sie in irgendeinem Loch, wegen irgendeinem Mann, der ihr Leben aus irgendeinem Grund verschont hatte. Ein Mann, der ihre Mutter scheinbar kannte und ein Mann, der ganz augenscheinlich das Sagen hier hatte. Fakt war: Sie mochte ihn nicht! Absolut nicht. Immerhin hatte er mit seiner Aktion alles zunichte gemacht, die Leute getötet, die ihr aus der Patsche geholfen hatten und die sie irgendwie lieb gewonnen hatte. Wie konnte man so jemanden schon mögen? Egal wer er war, oder was, oder woher er ihre Mutter kannte, sie würde ihn auf ewig hassen und ihm definitiv nicht dankbar dafür sein, dass er ihr Leben verschont hatte.
Ja, mochte sein, dass sie selbst Leute zurückgelassen hatte, aber sie hatte es bisher tunlichst vermieden einen Menschen zu töten, wenn es nicht gerade Notwehr war. Der Kerl jedoch... Sie wusste es um ehrlich zu sein nicht. Eigentlich war sie noch immer ziemlich verwirrt. Verwirrt weil,... sie den Ausdruck in seinen Augen einfach nicht hatte definieren können. Da war irgendwie Kälte gewesen, aber auch irgendwie ... nicht? Auf jeden Fall war er nicht irre - nicht direkt. Der Mann wusste was er tat und war, sofern sie es nicht falsch deutete, bei absolut klarem Verstand. Oder? Konnte jemand bei klarem Verstand sein, der so rücksichtslos Menschen tötete?
All das ging Daisy durch den Kopf, während sie eingesperrt war. Auch als plötzlich der Mann zu ihr kam, der ein paar Tage zuvor mit der Waffe auf sie gezielt hatte. Sie sagte kein Wort, aber dachte umso mehr nach. Über dessen Taten und auch sonst über jede Kleinigkeit die geschehen war, einfach nur um sicher zu sein, dass ihr nichts entgangen war. Vielleicht hatte sie es ja verpeilt, dass sie ihm schon einmal begegnet war? Eher unwahrscheinlich. Sie hatte ihn zwar kein einziges Mal angesehen, außer in dem Moment, nachdem sie den Blick von dessen Waffe hob, aber sie war sich absolut sicher, dass er ihr gänzlich unbekannt war. Oder? Doch! Ach, es war frustrierend.
Seine Frage ließ sie kurz aufhorchen, auch wenn sie es weiterhin vermied ihn anzusehen. Sollte sie antworten? Und wenn ja, wie sollte sie antworten? Immerhin gab es nicht nur eine Person, die Miranda hieß. "Wer? Miranda? Keine Ahnung. Ich kenne deine Miranda nicht. Vielleicht sind sie und meine Mutter dieselbe Person... vielleicht aber auch nicht. Wer weiß das schon?" Nun sah sie ihn doch an, ausdruckslos und ohne die Unsicherheit, die sie eigentlich tief in ihrem Inneren empfand. "Was willst du von mir?"

//Oh Gott, ich höre jetzt auf -.- Fehler darfst du behalten. Bin ein wenig... beschwippst OuO Wenn was geändert werden soll, hau raus (^-^)/


zuletzt bearbeitet 13.01.2019 22:37 | nach oben springen

#4

RE: [[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 17.02.2019 10:23
von Raphael Black | 486 Beiträge | 1068 Punkte
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Von mir kommen meistens Lieder, die mich gerade crushen. Und manchmak, manchmal ist es nur ein Satz der passen muss Und wenn es dich erfreut, erfreut es auch mich. little Princess. Und du darfst ausschlachten was, wie und wo du willst. So und nicht anders hätte ich es gern!

@Daisy Watson



Sein Blick lag auf der jungen Frau, er registrierte jeden Zug, jedes Detail, jede Einzelheit. Unverhohlen beobachtete er sie, stellte Gemeinsamkeiten her, Ähnlichkeiten zu der Frau, mit der er einst zusammen gewesen war. Die Erinnerungen verblassten, kaum konnte er sich mehr an Dinge aus der Vergangenheit erinnern, alles verschwamm, eine neue Zeit war geboren und alles was zuvor war, schien so endlos unwichtig. Und doch hier, in diesem Moment, erinnerte er sich, als ob es gestern gewesen war. Sie sah aus wie sie. Ein Ebenbild Mirandas, als ob sie neben ihm gestanden hätte. Er erinnerte sich an das Lachen, an ihre Berührungen, den schelmischen Ausdruck in ihrem Gesicht, an Zeiten in denen er mit ihr glücklich war. Und dennoch, dennoch hatte er sie Fallen gelassen, wollte seine Freiheit, seine Ungebundenheit genießen. Und damals schien all das kein Problem zu sein. Er hatte sich nie wieder gemeldet und sie hatte es auch nicht getan. Hatte Raphael immer angenommen es wäre Gegenseitigkeit gewesen und es hatte ihn nie wieder gekümmert. Bis heute, bis er sie noch einmal wieder gesehen hatte. Wären keine 22 Jahre dazwischen gewesen, sie hätte es sein können. Nur die Augen, die Augen waren nicht die von Miranda. Mir hatte braune Augen, hatte er sie mal mit denen eines Rehkitzes verglichen. Ihre waren blau - wie die seinen. Wie alt war sie? Konnte es sein? Niemals hätte er sich vorstellen können - nein, es war zu ungewiss. Wie unwahrscheinlich der Gedanke, dass ER, er Vater sein könnte. Sie hätte sich gemeldet, zumindest um Geld zu bekommen, denn davon hatte seine Familie schon immer genug gehabt. Oder? Oder er interpretierte alles falsch, vielleicht war Miranda nicht ihre Mutter - oder doch? Hatte sie nicht mit Erstaunen reagiert als sie ihren Namen vernommen hatte. Solch ein Gefühlschaos, zuletzt hatte er dies bei einer anderen Frau gehabt - doch in diesem Ausmaß? Wenn sie wirklich seine Tochter war, was hatte er dann getan? Was sollte er tun...

Als er seine Frage stellte, sah die junge Frau demonstrativ weg, beachtete ihn nicht. Und doch bekam er eine Antwort. Zuerst war sie etwas patzig, verständlich, bei dem was sie mit ansehen musste. Kam es ihr wohl absurd vor, wie er sie als Einzige begnadigt und dann mit hier her genommen hatte. Raphael schluckte. Erst sagte sie, dass sie seine Miranda nicht kannte und dann gab sie doch irgendwie zu, dass auch ihre Mutter so hieß. Konnte es solche Zufälle geben. Der Mörder verschränkte die Finger ineinander, während er sich weiter in seinem Stuhl zurücklehnte. 'Wer weiß das schon'. Schlussendlich sah sie doch wieder nach oben und ihr Blick kreuzte den seinen. Ein Schauer lief ihm den Rücken hinunter. Dieser Blick - er kam ihm so bekannt vor. Er war kalt, leer und gab nichts preis. Beherrschte er selbst nicht diesen Blick, war es seiner? Raphael überging ihre Frage. Er wollte Antworten, wollte Klarheiten um zu wissen, wie er weitermachen müsste. "Wie alt bist du?" Seine Stimme duldete keine Ausflüchte, er wollte Fakten wissen. Wenn sie seine Tochter war, dann dürfte sie um die 21 sein, vielleicht ein paar Monate älter oder jünger. "Wenn du ehrlich bist, haben wir das bald über die Bühne gebracht." Wollte er hören, dass sie es war?



       

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#5

RE: [[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 13.03.2019 22:10
von Gelöschtes Mitglied
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Ausschlachten klingt gleich so böse, wenn es aus deinem Mund kommt
@Raphael Black



Daisy kam nicht umhin eine Augenbraue nach oben zu ziehen, als der Mann, wegen dem sie hier eingesperrt war, ihre Frage einfach überging und weiter redete. "Bald über die Bühne gebracht?" Eine nette Umschreibung dafür, dass man sie töten würde, sobald sie geredet hatte. Und dass man sie töten würde, davon ging sie fest aus, seit man sie hierher gebracht hatte. Wieso sollte man sie auch erst mitnehmen und dann gehen lassen, nachdem man eine ganze Gruppe unschuldiger Leute getötet hatte. Aber sie hatte sich damit abgefunden, dass sie es nicht lebend hier herausschaffen würde. Nicht einfach so, ohne zu versuchen hier einen Weg raus zu finden, aber im Grunde war es ziemlich aussichtslos. Erstens hatte sie keine Waffen und zweitens wusste sie nicht was da draußen los war und wer dort alles herumlief, den sie umnieten musste, damit sie hier weg kam. Sicher zu viele, sodass sie es nicht mal schaffen würde eine Person ohne Waffe aus dem Weg zu räumen. Es war frustrierend, aber eben nicht zu ändern. "Du kannst mich mal", murmelte sie trocken und wandte den Blick wieder ab, verschränkte ihre Arme vor der Brust und blickte erneut stur die Wand an. Vielleicht würde er seine Antwort, wie alt sie war, ja bekommen, wenn er ihr ein Bein abhacken würde und die Kringel in ihren Knochen zählen, wie man das bei Bäumen machen konnte, aber von ihr würde er es definitiv nicht erfahren. Nicht mal, wenn er ihr bei lebendigem Leibe die Haut von den Knochen zog oder sie über dem Feuer anbraten würde. Sie würde schweigen, bis sie tot und knusprig war. Immerhin war sie niemandem eine Antwort schuldig, den sie nicht einmal kannte und der sie einfach eingesperrt hatte, ohne dass sie überhaupt wusste was los ist.
"Ich möchte mit einem Anwalt reden", patzte sie dann doch weiter und sah wieder zurück zu ihrem Entführer, merkte zwar, dass sie sich gerade wirklich kindisch verhielt, aber das war ihr egal. Wobei ihr im nächsten Moment bewusst wurde, dass es nicht nur kindisch war, sondern auch ziemlich feige, was ihr tierisch gegen den Strich ging. So als wenn es etwas ändern würde, wenn sie mit ihrem Schweigen Zeit schinden würde - denn das tat sie irgendwie. Sie war in den letzten Tagen mehrere Ideen durchgegangen, wie sie hier vielleicht rauskommen könnte und hatte jede direkt wieder verworfen, weil jede davon scheiße war. Nicht wert, dass man es versuchen könnte, weil von vornherein klar war, dass es schief gehen würde. Allerdings war es irgendwo genauso feige, einfach nachzugeben, indem sie redete und somit dem Tod direkt in die Arme lief, weil sie dachte, es würde eh kein Weg hier heraus führen. Das war... frustrierend.
"Wenn ich antworte, bist du mir auch eine Antwort schuldig", kam es plötzlich und ehe er zustimmen oder ablehnen konnte, redete sie einfach weiter. "21. Warum hast du mich herbringen lassen?" Und wenn er sie jetzt wieder ignorierte und weitere Fragen stellte, hatte er halt Pech. Noch eine Antwort würde er nicht bekommen, wenn sie weiterhin in Unwissen blieb. Dann könnte er sein Glück maximal noch damit versuchen, sie zu foltern, auch wenn sie ihm vorher schon versprechen konnte, dass es nichts bringen würde.


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#6

RE: [[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 19.03.2019 08:13
von Raphael Black | 486 Beiträge | 1068 Punkte
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Kolonie Traitors


@Daisy Watson - alles was aus meinem Mund kommt klingt böse, Töchterchen!



Raphael konnte nicht anders und stöhnte genervt auf. Die letzten Tage hatte er mit Kopfschmerzen verbracht. Kopfschmerzen die kamen, weil zu viele Gedanken in seinem Kopf Gestalt angenommen hatten, Fragen die er nicht beantworten konnte, Vermutungen die so absurd waren, dass sie stimmen konnten.
Doch ihr kleiner Gefühlsausbruch lockerte für ihn die Situation ungemein auf. Ohne das er es wollte, musste er kurz schmunzeln. Das Mädchen erinnerte ihn an jemanden, an jemanden den er nur allzu gut kannte..

Er war kein kleiner Junge mehr und dennoch fühlte er sich in diesem Moment genau so. Raphael Black war 15 Jahre alt und hatte wütend die Arme voreinander verschränkt. Im Hause der Blacks lief es nie ganz rund, nach außen wurde immer der gute Schein gewahrt. Raphael hatte seinen Vater immer vergöttert, würde dies wohl auch immer wieder tun, doch als er nun vor seinem Schreibtisch stand und der Ältere mit seinem kühlen Blick auf ihn sah, platzte er fast vor Zorn. Der Sohn des Bänkers war früh wach geworden, hatte Geschrei vernommen und sich dabei nicht viel gedacht. Seine Eltern stritten regelmäßig und er dachte, es würde sich alles wieder fügen, doch heute nicht, heute würde alles anders sein. Normalerweise stand der Teenager recht zeitig auf, traf sich mit seiner Mutter in der Küche um einen Kaffee zu trinken. Er würde sein Frühstück schnell runter schlingen, der kleinen Elly auf Wiedersehen sagen und zur Schule gebracht werden. Doch heute war niemand in der Küche, weder Mutter noch Schwester. In der Annahme seine Mutter wäre krank schlich er sich ins Zimmer seiner Eltern. Als er die Tür öffnete schien im Raum ein Wirbelsturm von statten gegangen zu sein. Kleidungsstücke lagen auf dem Boden, Gegenstände waren umgestoßen worden. Es waren nur die Sachen seines Vaters. In böser Vorahnung hetzte er den Flur hinunter und riss die Tür zum Kinderzimmer der Schwester auf. Die Schränke standen offen und sie waren leer. Die beiden waren verschwunden. Raphael kämpfte mit den Tränen, ließ sie nicht gestatten. An diesem Tag ging er nicht zur Schule, er wartete, wartete darauf das irgendjemand nach Hause kommen würde. Um die Mittagszeit fuhr der Wagen seines Vaters vor und Raphael stürmte aus seinem Zimmer wollte ihn abpassen, doch er war bereits in sein Büro getreten. Heute hatte er nicht geklopft, heute war er einfach eingetreten. Der Vater wusste was in ihm vorgegangen war und verkündete ihm, dass ihre Mutter mit seiner Schwester diese Nacht das Haus verlassen hatte. Raphael hatte an seinem Vater die Kühle bemerkt, doch keine Emotion kam über seine Lippen als er über das Geschehene sprach. Der Junge war unfähig etwas zu sagen, doch der Vater hatte noch Worte. Sagte ihm er sollte sich mit der neuen Situation arrangieren, es würde Alltag werden. Der Sohn fand nur 4 Worte und stürmte aus dem Zimmer. 'Du kannst mich mal.'


Raphael schwieg weiter und das Schmunzeln war vergangen. Diese Erinnerung traf ihn noch immer, auch wenn er es nie zugeben würde. Wenn ihre Mutter dort geblieben wäre, alles hätte heute anders sein können, alles wäre anders gewesen. Das Mädchen fasste sein Schweigen anders auf, konnte nicht wissen, wo seine Gedanken waren und polterte weiter. Alle Sentimentalität war vergangen und ein raues Lachen entfuhr seiner Kehle. "Ich werde nach einem schicken lassen", der Schalk in der Stimme.
Zu seiner Verwunderung setzte sie erneut an um zu Sprechen und anscheinend hatte sie es aufgegeben sich zu sträuben. Aus der Erleichterung über die Ehrlichkeit wurde etwas anderes und diese Gefühle vermochte er nicht zu beschreiben. Der Mörder schluckte und für einen Moment war er nicht in der Lage zu sprechen. Er räusperte sich. 21 - wie er vermutet hatte, konnte es sein, war sie wirklich seine Tochter? Einen Vaterschaftstest konnte man in diesen Zeiten schlecht noch machen, aber.. Sie wollte eine Antwort und die würde sie bekommen, er war sich nicht sicher, doch wie sollte es anders sein. "Weil du anscheinend meine Tochter bist, Miss Watson."



       

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#7

RE: [[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 10.04.2019 23:08
von Gelöschtes Mitglied
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Trotzdem kann ich dich irgendwie nicht ernst nehmen, alter Mann! @Raphael Black



”Ach so, mein Vater. Wenn es weiter nichts ist”, kam es ihr locker über die Lippen, zeigte ihrem angeblichen Vater aber im nächsten Moment den Vogel. Eher hätte sie es akzeptiert, wenn er gesagt hätte, dass man sie mitgenommen hatte, um sie als Küchenhilfe einzustellen. Mit Freuden hätte sie angenommen, wäre ihre neue “Arbeit” angetreten und hätte bei der ersten Gelegenheit alle miteinander vergiftet, um dann zu abzuhauen. Dass sie irgendwo einen Vater hatte oder halt gehabt hatte war ja schon irgendwo klar - sie war ja nicht aus Blütenstaub entstanden - aber wie groß war die Wahrscheinlichkeit ihm nach mehreren Jahren Apokalypse zu begegnen? ”Muss ein Irrtum sein. Ich bin sicher, dass meine Mutter mir erzählt hätte, dass mein Vater einen Dachschaden hatte.” Gelogen. An sich hatte sie ihr nämlich gar nichts über ihn erzählt, als sie gefragt hatte, nachdem sie erst mal alt genug gewesen war, um überhaupt festzustellen, dass da jemand in der Familie fehlte. Und als kleines Gör hatte sie dann so einige Male gefragt, was mit ihrem Vater war und wer er war. Irgendwann, nach unzähligen Versuchen und unbeantworteten Fragen, hatte sie es aber aufgegeben, gegen den Dickkopf ihrer Mutter ankommen zu wollen und die Sache einfach abgestempelt, mit dem Gedanken, dass sie vielleicht einfach Zeit brauchte und es ihr sicher irgendwann erzählen würde. Dann jedoch kam irgendwann die Sache mit den Untoten, Leute wurden infiziert, darunter auch ihre Mutter und futsch war die Sache mit den Antworten, weil außer einem komischen Stöhnen und Geschlurze nichts mehr ihren Mund verließ.
Nach dem Tod ihrer Mutter, hatte Daisy sich endgültig damit abgefunden, dass sie niemals etwas über ihren Vater erfahren würde, er wahrscheinlich wie der Rest der Familie auch tot war und hatte mit dem Thema abgeschlossen. Da war kein einziger Gedanke mehr an ihn gewesen, absolut nichts - bis heute. Und dass nur, weil irgendein dahergelaufener Kerl diese Vermutung aufgestellt hatte und das nur aufgrund dessen, dass sie auf den Namen Miranda reagiert hatte. Gut, ja, es war schon ein komischer Zufall, aber… ”Verdammt, ich sehe meiner Mutter echt scheißen ähnlich, aber wer sagt dir, dass sie nicht etwas mit einem anderen hatte? Zumindest gehe ich davon aus, dass ihr was miteinander hattet, sonst würdest du wohl nicht in Betracht ziehen, dass ich deine Tochter sein könnte”, polterte sie los. ”Wie auch immer, … Sie könnte dich betrogen haben. Dann würde die Sache mit dem Alter auch keine Bestätigung mehr für deine Vermutung sein. Ergab das Sinn? Sie konnte sich gerade selbst nicht mehr folgen, weil sie einfach enorm verwirrt und aufgewühlt war. Zudem war da auch noch diese kleine Tatsache, dass sie ihre Mutter kannte und diese absolut nicht der Mensch war, um fremd zu gehen.
Den Kopf an die Wand hinter sich geknallt, seufzte Daisy leise. Jetzt wäre ihr irgendwie doch eine ihrer skurrilen Theorien, weshalb man sie hergebracht hatte, lieber. Er war ein Kannibale und wollte sie essen… Das klang in Anbetracht der Situation echt verlockend. Zumindest ging es einfacher in ihren Kopf, als dass der Kerl, der vor ein paar Tagen eine ganze Gruppe Menschen hatte töten lassen, ihr Vater sein könnte. ”Oh, warte! Doppelgängerin! Vielleicht war deine Miranda echt eine andere, die meiner Mutter einfach verblüffend ähnlich sah und ganz zufällig denselben Namen trug? Wobei… Wenn ich meiner Mutter so ähnlich sehe, bin ich vielleicht ihre Doppelgängerin…. Okay, jetzt werde ich echt lächerlich.”


Raphael Black findet das gut.
Raphael Black kümmert sich darum.
Raphael Black lacht sich kaputt.
zuletzt bearbeitet 10.04.2019 23:09 | nach oben springen

#8

RE: [[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 18.05.2019 03:14
von Raphael Black | 486 Beiträge | 1068 Punkte
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Kolonie Traitors


Und ich dich schon lange nicht mehr, Prinzessin! @Daisy Watson



Raphael seufzte. Er selbst konnte es kaum glauben, doch all das, all diese Dinge waren zu viele Zufälle und an so etwas glaubte er nicht. Der Mörder war Realist, Analytiker und alles passte zusammen, so unglaubwürdig es auch sein mochte. Da war die Tatsache, dass sie ihr wie aus dem Gesicht geschnitten war, die selbe Stimme hatten, nur das die Tochter etwas höher klang. Das Gebaren, das benehmen, die Augen - Aussehen war vielleicht kein konkretes Indiz, doch das Alter, das Alter und die Zeit in welcher er mit ihr zusammen gewesen war. Das abrupte Ende ihres Kontaktes als sie sich getrennt hatten und die beiden waren oft getrennt gewesen, hatten wieder zueinander gefunden. Doch damals war der Anführer noch ein anderer Mensch gewesen.
Und der Dunkelhaarige schwieg, eine Eigenart die er zu beherrschen wusste, ein Talent welches er schnell in ein anderes umwandeln konnte. Doch die Worte blieben ihm im Halse stecken und er verschwieg sie, ließ sie nicht ans Tageslicht. Eigentlich war diese Situation schon wieder so komisch, das er hätte lachen müssen und ein kurzes amüsiertes Schnauben verließ seine Lippen. Mit dem Dachschaden hatte sie nicht so ganz unrecht, doch dieser Dachschaden war dafür zuständig, dass er noch lebte, dass er lebte und siegte.
Nun war es jedoch wieder an der Zeit das Schweigen zu beenden, so gern er ihr auch zuhörte, irgendwo verstand er sie. Doch war das alles nicht allzu einfach. Raphael konnte sie nicht töten, konnte den Abzug nicht drücken als sie vor ihm gestanden hatte und doch wusste sie alles, hatte mit ansehen müssen, wie sie alle gestorben waren, durch seine oder die Hand seiner Männer. Sie schien nicht der Typ mensch zu sein, der so etwas schnell verzieh. Der Cerberus beugte sich vor und faltete erneut die Hände in seinem Schoß. "Das könnte gut möglich sein, dass kann ich nicht abstreiten. Doch ich kannte deine Mutter und vermochte sie gut einzuschätzen. So eine Art von Mensch war sie nie gewesen." Irritiert rutschte Raphael kurze Zeit später auf seinem Stuhl herum als er sah, wie die junge Frau ihren Kopf gegen die Rückwand knallen ließ, doch auch dazu sagte er nichts. Betont gelassen, auch wenn es in ihm überhaupt nicht so aussah, ließ auch er sich wieder nach hinten sinken, nur weniger dramatisch.

"Tatsächlich wirst du das. Ich schätze deine Mutter ist tot, so gut wie jede andere Person die ich gekannt habe, eine Aufklärung werden wir wohl nicht bekommen. Für diesen Moment tut dies auch nichts zur Sache. Wichtiger ist eigentlich, was ich jetzt mit dir anstellen werde. Gehen lassen ist keine Option. Die übliche Verfahrensmaßnahme auch nicht mehr. Hast du einen Vorschlag?"



       

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#9

RE: [[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 27.05.2019 01:44
von Gelöschtes Mitglied
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Ich nehme es als Kompliment @Raphael Black



Seit dem Ausbruch der Seuche hatte Daisy sich ein ums andere Mal vorgestellt, wie es wohl mal mit ihr zu Ende gehen würde. Am wahrscheinlichsten war es für sie, dass sie wohl von Untoten umgebracht werden würde, an zweiter Stelle stand für sie der Tod durch die Hand eines Überlebenden und an dritter Stelle... Nun, hätte sie die nötige Zeit, würde sie sich lieber selbst in die Luft jagen, anstatt sich von einem Untoten essen zu lassen, oder von einem Überlebenden umbringen. Ja, sie würde sich tatsächlich lieber selber das Licht ausknipsen, ehe eine von den anderen beiden Varianten inkraft treten würde.
Da das Leben aber nie so spielte, wie man es gerne hätte, wurde daraus natürlich nichts und sie endete in den Fängen von... irgendeinem Hirni, der sich als ihr Vater entpuppte. Ob sie damit angeben konnte? Andere Leute suchten immerhin bewusst nach einem, oder beiden Elternteilen - ewig lang - und sie "fand" einfach mal ihren Vater, ohne dass sie es überhaupt gewollt hatte. Wenn sie bedachte, was er angestellt hatte, wäre es ihr auch viel lieber gewesen, wäre sie ihm nicht begegnet. Wer schließlich wollte schon einen Vater, der durch die Gegend tobte und unschuldige Menschen umbrachte? Sie auf jeden Fall nicht.
Daisy überging die Aussage ihres Vaters, dass ihre Mutter nie so ein Mensch gewesen war, auch wenn sie sich im Moment irgendwie wünschte, dass sie so gewesen wäre. Dann könnte sie das Thema nun ganz einfach abhaken, indem sie behauptete, dass ihre Mutter fremd gevögelt hatte und sie nicht zwingend die Tochter von diesem Arschgesicht sein musste. Somit könnte man sie dann einfach aus dem Weg räumen und gut wäre die Sache. Nun ja, gut nicht unbedingt, aber tatsächlich zog Daisy es eher vor zu sterben, als an diesem Ort - wo auch immer sie war - zu verweilen.
"Nun, da ich weder gehen darf, noch bleiben will... Ich denke es wäre das einfachste, wenn du mich einfach direkt tötest. Mein Vorschlag wäre, kurz und schmerzlos. Und ich möchte danach verbrannt und nicht gegessen werden. Oh und ich möchte auch, dass du mir jedes Jahr zu meinem Todestag schwarze Lilien an meine Urne bringst. Die sind einfach so richtig hübsch." Hatte sie erwähnt, dass sie lächerlich wurde?
Nun, das war wohl egal. Im Endeffekt hatte sie ja eh nichts mehr zu verlieren. Da man sie nicht gehen lassen würde, war sie hier gefangen, was sie eigentlich nicht wollte, also konnte sie ja ruhig so lächerlich werden, wie sie wollte, auch auf die Gefahr hin, dass ihr Paps die Geduld verlieren und sie töten würde.


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#10

RE: [[ You're a victim of ur own mind | Father & Daughter | Daisy & Raphael. ]]

in Verschobene Plays 21.07.2019 18:03
von Raphael Black | 486 Beiträge | 1068 Punkte
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