Storytime
Wir befinden uns im Herbst des Jahres 2017. Seit zwei Jahren wandeln sogenannte Zombies auf unserer Erde und machen den letzten Überlebenden das Leben schwer. Das Chaos verbreitete sich schleichend und so nahm der Tod immer mehr von den Lebenden mit sich. Die mit Kampfgeist, Stärke und vor allem Köpfchen, schafften es irgendwie all den Verlust und Schmerz zu verkraften und sich mit der neuen Welt "anzufreunden". Die einen sahen den Ausbruch der Seuche als Strafe, andere wiederum als Neuanfang. Jene, denen in ihrem früheren Leben nie etwas Gutes widerfahren war, ob sie nun selbst daran schuld waren oder der Einfluss anderer Menschen. Mittlerweile ist die Vergangenheit jedoch irrelevant geworden, im Anbetracht dessen, was einem jeden Tag aufs Neue bevorstand. Einige der letzten Überlebenden schlossen sich in Gruppen und Kolonien zusammen, um die Chancen aufs Überleben zu erhöhen und das Lebewesen Mensch zu bewahren. Doch nicht jede dieser Gruppen hat gute Absichten. Den mit dem Tod tat sich ein weiteres Hindernis auf. Misstrauen, Kampf und Krieg. Niemand vertraut dem anderen, selbst wenn er es unter Beweis stellt. Kämpfe wegen Konserven werden ausgetragen und Kriege geführt, weil man am Leben bleiben will. Ein Messer in der Brust eines Feindes als Zeichen des Überlebens...
Team
Date
WeatherDer Herbst ist in Washington eingezogen und macht den Überlebenden zuschaffen. Regenschauer, Stürme und kalte Winde ziehen durch die Straßen und Wälder, während der wandelnde Tod ungehindert weiter mordet. Wer überleben will, sollte sich warme Sachen anziehen und sich einen Unterschlupf suchen, sowie ein paar Konserven bunkern. Vielleicht wäre es sogar sicherer sich einer Kolonie anzuschließen? Doch bedenke, nach dem Herbst kommt der Winter.
NewsflashNeues Jahr neues Glück, neue Beißer. Wir kämpfen weiter gegen die Untoten doch nicht nur diese sind zur Quelle des Bösen geworden. Auch die Menschen sind zu einer großen Gefahr geworden. Die Mitglieder des Hotel Herrenhaus werden dies nun am eigenen Leib erfahren müssen, da das Hotel angegegriffen wird. Werden sie ihr zu Hause verteidigen können und wieso eilt der Güterhof ihnen nun zur Hilfe? - your Last Survivors Team, since March 2018 ♥
#1

Chain of Command or Chain of Souls? [Aurelia&Sage]

in Verschobene Plays 10.03.2019 21:16
von Sage Rhyett | 1.899 Beiträge | 3819 Punkte
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Kolonie Traitors

Your eyes. It was your eyes which betrayed you. Your soul so delicate and yet so mysterious. You where one of a few who shook my world, who made me believe that there was more. More than the Chain of Command. For that, I will always be greatful, thank you my dear Friend.





We may think that we see but not always we look close enough.
@Aurelia Vane



1300 AIR FORCE BASE | WASHINGTON D.C | 10.03.2012 | 4 YEARS BEFOR HE OUTBREAK | A CLASSIC SPRING DAY


Alle samt waren sie da, jeder in seinen eigenen Gedanken vertieft. Die Lagerhalle, welcher sich auf dem Campus befand, beinhaltete nicht nur vier F-15 Eagles und eine menge Kisten, sondern auch ein kleines Büro in der linken Ecke, welches eher spärlich eingerichtet war. Eigentlich diente es nicht zur routinierten Benutzung, sondern eher um die Bestandsliste zu prüfen, falls man dort etwas entwenden sollte. Daher fand man dort auch nur einen alten Schreibtisch und vier Stühle, sowie einige Kisten mit irgendwelchen Bürosachen. Nichts war speziell an der riesigen Halle, außer das man sein eigenes Echo darin hören konnte, da die Wände doch ziemlich hoch geraten waren und eine abgerundete Kuppe, als Dach fungierte. Vieles war mit Tüchern verdeckt, um den Staub so gut wie möglich in Zaum zu halten. In der hinteren Ecke befanden sich sogar drei Panzer, die aber bereits das zeitliche gesegnet hatten. Die meisten auf der Basis nannte die alte Lagerhalle daher auch Barren, aka alter Schuppen. Niemand verbrachte viel Zeit hier drin, die Luft war stickig und im Sommer hatte es hier drin gefühlte 50 Grad. Und auch wenn alles dagegen sprechen würde, das sich hier Leute freiwillig treffen würden, so gehörten vier Soldaten zu den Stammkunden. Archibald, Chris, Sage und Connor. Der Barren war zu ihrem Treffpunkt geworden, wenn man sich auf dem Campus wieder traf, um einfach etwas abzuhängen. So konnte man auch erkennen, das das spärlich eingerichtete Büro, gar nicht so spärlich eingerichtet war. Wenn man genauer hinsah, dann konnte man erkennen, das unter den dicken weißen Laken, eine Menge cooler Dinge versteckt waren. Ein alter TV, sowie eine Playstation, einige Bücher, die in den Regalen herumlagen, sowie einen Minikühlschrank, der in einer Ecke versteckt saß. Hinter einem der Eagels, hatte die Truppe sogar eine Couch unter den Lacken versteckt, die sie täglich benutzen. So war der alte Barren für die meisten ein Drecksloch, doch für die vier Soldaten eher ein Segen. Niemand suchte sie hier drin, niemand wusste, was sie hier trieben und es war der beste Ort, um dem Alltag auf dem Campus entfliehen zu können. Naja, so genau stimmt es jetzt auch wieder nicht, dass niemand außer ihnen von dem Ort wussten. General Ashbourn selbst, drückte ein Auge zu das sie hier sein konnten, denn Archibald hatte ihn vor zwei Jahren überredet, ihnen einen kleinen Raum zu geben, wo sie als Team zusammen sein konnten. Die meisten wussten jedoch nicht davon und so war es auch gut. Niemand sollte nämlich ihren heiligen Ort betreten und dabei Unruhe stiften. So kam es, das die Truppe seit einer knappen Stunde hier rum hing und dabei die Mittagspause genoss. Die Temperatur war angenehm, nicht zu warm und auch nicht zu kalt. Während Connor an dem alten Panzer rumschraubte wie so oft, hatte @Chris Jamie Grimes zwei Hanteln in der Hand um zu trainieren, während @Archibald Isaias Carter ein Nickerchen auf der Couch machte. Sage hingegen, hatte ein Buch in der Hand, während sie auf einem der alten Bürostühle saß uns sich leicht damit im Kreis damit drehte. Alles so wie immer, alle in ihrer eigenen Welt vertieft. Sage war beinahe am Ende ihres Buches angelangt, welches sie seit zwei Wochen lass. Ein spannendes Buch, doch wiederum auch nicht so spannend, dass sie andauernd daran kleben würde. Eine leichte Lektüre für zwischendrin, so konnte man es auch nennen. Gerade die nächste Seite abgeblättert, wurde plötzlich die Metalltür geöffnet, welche sich auf der Gegenüberliegende Seite der Lagerhalle befand. Erstaunt über den Unterbruch der Stille, hob die Brünette ihren Blick, während sie dabei stoppte mit ihrem Sitz zu drehen. Die große Gestalt, welche eintrat, kannte der Major nur all zu gut. Es war der General, ein Mann, welcher imposant und gewiss zwei Köpfe größer und auch breiter als sie war. Der ältere Mann hatte seine besten Zeiten auch hinter sich gehabt, so viel stand fest, denn wo einst vermutlich ein Sixpack gesessen hatte, schwabbelte heute ein dicker Bierbauch herum. Doch da er sowieso nur die ganzen Bürokratischen und wichtigen Angelegenheiten hier auf dem Campus leitete, spielte dies schon lange keine Rolle mehr. Bei seinem eintreten, drehten sich natürlich alle um, sogar Archibald der ein Nickerchen gemacht hatte. Einmal Soldat immer Soldat. Sage kannte es selbst, sie schreckte auch immer beim kleinsten Geräusch auf. Eine antrainierte Angewohnheit, die sie womöglich niemals mehr loswerden würde. Doch nicht nur der General, hatte ihr Interesse geweckt, sondern eher die junge Frau, die vorgetreten war, als er ihr die Tür geöffnet hatte. Bevor Sage es sich versah, stand sie auf ihren zwei Beinen und Salutierte, genauso wie alle anderen. "Ruhen..." Der General machte eine abwinkende Bewegung mit seiner Hand, bevor er einige weitere Schritte auf sie zumachte, während dessen die kleine Gruppe sich n ebeneinander aufgestellt hatte. Kurz blickte Sage zu Chris rüber, der ziemlich verschwitzt aussah. Er hatte doch nicht wieder was aus der Kantine gestohlen, oder? Es kam sehr selten vor das der General zu ihnen ins Lager kam, so selten, dass es gewiss kein Zufall war, das eine junge Frau ihn begleitete. Die Ohren gespitzt und dabei ihre Hände hinter ihren Rücken gelegt, blickte Sage zu der jungen Frau. "Darf ich vorstellen. Aurelia Vane." Der General zeigte kurz zu der jungen Frau, bevor er dann auch gleich wieder das Wort ergriff. "Mrs. Vane, wie ihnen bereits erklärt - das sind Captain Conner, Sergen Grimes, Major Rhyett und Colonel Carter."Der Reihe nach zeigte er mit einer lockeren handbewegung auf sie, bevor er dann nickte. "Team, das ist euer neue IT-Spezialisten, Mrs. Vane, sie wird ab sofort bei euch in der Einheit sein und euch von hier aus auf euren Missionen begleiten. Colonel Carter wurde bereits darüber informiert und nun ist es offiziell." Während Sage dem General zuhörte, ertappte sie sich, wie sie bei seinen letzten Worten unwillkürlich zu ihrem Vorgesetzten Archibald sehen musste. Er hatte ihr nichts davon erzählt, niemals ein Wort darüber verloren, dass jemand neues zu ihnen stoßen würde. Den Gedanken schnell beiseite gelegt, reichte schließlich auch Sage ihr die Hand, als alle dies bereits getan hatten. "Mrs. Vane." Kam es knapp über die Lippen der Soldatin, bevor sie ihre Hand einmal fest drückte und danach wieder zu ihrer Stelle zurückging. "Major, wenn sie bitte so freundlich wären, Mrs. Vane einen Rundgang des Geländes zu geben und ihr danach, Quartier 45 zeigen könnten, wo sie untergebracht ist, wäre ich Ihnen dankbar." Sage nickte dem General zu. "Ja Sir." Was blieb ihr auch anderes übrig?

Während Aris und Chris noch kurz mit dem General sprachen, machte sich die Brünette zu ihrem Stuhl auf, wo sie ihr Buch dann aufhob, um es zurück in das Regal zu stellen. Sie hätte heute Nachmittag zusammen mit Chris einige Flugtests am Simulator durchführen müssen, doch wie es aussah, fiel dies wohl aus. Warum musste gerade sie der Neuen den Campus zeigen? Konnte das nicht irgendjemand vom Sekretariat machen? Leicht genervt, hob Sage schließlich ihre Militärjacke vom Schreibtisch auf, bevor sie diese Anzog und dann wieder zu den anderen zurücklief. "Dann werde ich Mrs. Vane jetzt den Campus zeigen." Kurz strammgestanden, salutierte der Major nochmals dem General, sowie Archibald. "Sir." Noch einmal genickt, machte die Brünette dann Absatz kehrt, bevor ihr Blick erneut an der jungen Frau hängen blieb, welche immer noch im Raum stand. "Na los, auf was warten Sie?"




"THE LION AND THE TIGER MAY BE MORE POWERFUL, BUT THE WOLF DOESN'T PERFORM IN THE CIRCUS."


Archibald Isaias Carter findet das gut.
Archibald Isaias Carter trinkt darauf!
zuletzt bearbeitet 19.03.2019 16:07 | nach oben springen

#2

RE: Chain of Command or Chain of Souls? [Aurora&Sage]

in Verschobene Plays 12.03.2019 23:25
von Aurelia Vane (gelöscht)
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@Sage Rhyett



I don’t think you’re supposed to be able to get that information, she says.
Well, just don’t look!, comes the cheery reply, I don’t know anything about illegal hacking.


„Und keine Ihrer Spielereien. Sie halten sich an das, was Colonel Carter und die anderen Ihnen sagen“, beendet der General seinen erstaunlich knapp gehaltenen Vortrag. Aurelia widerspricht nicht, folgt ihm nur schweigend, und er kennt sie nicht gut genug um zu ahnen, dass es mehr das rebellische Schweigen eines bockigen Teenagers als die antrainierte Zurückhaltung eines Soldaten ist, der einen Befehl akzeptiert. Sie würde ihm gerne sagen, wie sehr es ihr gefällt, dass er ihren kleinen Ausflug in die Webcam-Steuerung ihres ehemaligen Vorgesetzten als Spielerei bezeichnet, aber sogar ihr ist klar, dass dafür gerade nicht der geeignete Moment ist. Ohnehin hat sie ihren Standpunkt bereits in einem ihrer früheren Gespräche deutlich gemacht. Sicherheit ist eine Illusion, und ihre virtuelle Welt wird nicht dadurch weniger gefährlich, weil darin Blut, Schweiß und Tränen zu fehlen scheinen. Der General scheint das sogar verstanden zu haben, anders als ihr Colonel, für den es der letzte Tropfen gewesen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Ihr Colonel. Als ob er jemals in der Lage gewesen wäre, so etwas wie Loyalität in ihr zu wecken. Sie lächelt still vor sich hin, wenn man es genau nimmt, ist die Versetzung alles andere als eine Bestrafung. Irgendwo weiter hinten auf dem Campus startet ein Flugzeug. Aurelia hält inne, fasst den Riemen ihres Rucksacks etwas fester, den sie trotz seines Gewichts nur über einer Schulter trägt. Abgesehen von ihren Stiefeln ist er so ziemlich das Einzige ist, was zum Rest der militärischen Umgebung passt. Die Stiefel wiederum sind das Einzige, was sie aus dem reichen Fundus an Militärkleidung für sich übernommen hat, weil sie bequemer sind, als sie aussehen. Das Jagdflugzeug schießt in einem rauchfarbenen Schwall in die Höhe, in der Luft gehalten und geführt von einem komplexen Zusammenspiel aus Physik und Ingenieurskunst, bis es im Blau des Himmels kleiner und kleiner wird und nur die Abluftfahne zurücklässt. „Mrs. Vane!“ Die Ungeduld in Ashbourns Stimme ist nicht zu überhören, er hat keinerlei Anstalten gemacht, auf sie zu warten, ist noch nicht einmal langsamer geworden, so dass sie sich anstrengen muss, ihn wieder einzuholen. Es ist nicht leicht, mit dem großen Mann mithalten zu können, der trotz seiner ansehnlichen Körperfülle einen Schritt macht, wo sie zwei benötigt. Er steuert auf ein Gebäude zu, das weder nach klassischem Mannschaftsquartier und schon gar nicht nach einem typischen Bürokomplex aussieht. Aurelia neigt den Kopf in den Nacken, um die Lagerhalle besser in Augenschein nehmen zu können, die offensichtlich ihr Ziel ist. Ashbourn spart sich jegliche Erklärungen, womit sie leben kann, alles ist besser als mit weiteren Verhaltensvorschriften überhäuft zu werden, von denen die Hälfte es nicht wert ist, sie sich zu merken und bei deren anderer Hälfte sie bereits darüber nachdenken würde, wie wichtig ihre Einhaltung tatsächlich ist. Er stößt eine Metalltür auf und bedeutet ihr mit einem auffordernden Nicken, vorauszugehen. Sie holt tief Luft, sie ist nicht nervös. Oder? Der Zweifel ist ein kleines Echo in ihrem Hinterkopf und ihre Füße setzen sich bereits Bewegung, als ihr Verstand noch das Zögern analysiert. Sie betritt eine Halle, ihre Augen brauchen einen Moment um sich an den Wechsel der Lichtverhältnisse anzupassen. Drei Eagle F-15, nein, vier, eine undefinierbare Anzahl von Kisten, deren Äußeres nichts über ihren Inhalt verrät, zahlreiche mit Leintüchern abgedeckte Gebilde. Aber viel Zeit für eine gründliche Inspektion bleibt ihr nicht, schon wieder muss sie sich beeilen, um nicht zurückzubleiben, denn der General steuert bereits einen Bereich im hinteren Teil der Lagerhalle an. Etwas an der Haltung des Mannes ändert sich, und als sie die kleine Gruppe erreichen, erzielt es den gewünschten Effekt. Alle vier stehen auf, bilden im Handumdrehen eine Reihe, ohne Eile. Reine Effizienz. Ashbourn übernimmt die Vorstellung, was Aurelia die Gelegenheit gibt, ihr neues Team zu mustern. Natürlich hat sie die Namen recherchiert, aber nur quick-and-dirty innerhalb der Grenzen einer guten alten, langweiligen Googlesuche, keine Spielereien im Vorfeld. Ihr ist bewusst, dass sie nicht nur mustert, sondern gleichzeitig gemustert wird - die anderen sind nur geschickter darin, es zu verbergen. Colonel @Archibald Isaias Carter weiß vermutlich mehr über sie selbst, als ihr lieb ist, aber sie hat keine Ahnung, wie viel davon er dem Rest des Teams erzählt hat. Die potentiellen Möglichkeiten verstärken das leichte Unbehagen, das sie in den vergangenen Tagen noch erfolgreich verdrängt hatte, und noch einmal holt sie tief Luft. Die Begrüßung verläuft knapp und präzise, der Reihe nach schütteln ihr alle die Hände und bei jedem einzelnen Mrs. Vane würde sie gerne aufstöhnen. Einer der Männer hat es nicht mehr geschafft, sämtliche Ölspuren von seinen Händen zu entfernen, @Chris Jamie Grimes ist verschwitzt vom Hanteltraining, mit dem er bei ihrem Eintreffen noch beschäftigt war, doch das kurze Aufflackern eines Grinsens lässt sie über dieses Klischee hinwegsehen. Am Ende der überschaubaren Zeremonie wird sie in die Obhut der einzigen anderen Frau verfrachtet, Sage Rhyett. Vielleicht will Ashbourn Aurelia damit den Einstieg erleichtern, vielleicht ist es sein Beitrag zur Förderung der Frauenquote, oder der Major muss in solchen Situationen einfach immer die Fremdenführerin spielen. Die Soldatin greift nach einem Buch, in dem sie zuvor wohl noch gelesen hatte. Natürlich, denkt Aurelia, ja nichts herumliegen lassen. Sie versucht, den Titel des Buches zu erhaschen, aber die Hand der anderen Frau umschließt den Buchrücken so, dass die Buchstaben nicht zu erkennen sind. Aurelia unterdrückt ein Seufzen und für einen winzigen Moment schließt sie die Augen, versucht, die anderen Sinne auszuschließen. Achtet nur auf den Geruch. Er will nicht so recht zum ersten Eindruck passen, den der riesige Raum beim Betreten vermittelt. Es riecht lebendig, bewohnt, ganz anders als der Anschein, den die mit Leintüchern verhängten Gegenstände erwecken wollen. Und es ist diese Diskrepanz, die ihre Neugierde auf die Menschen schürt, die darin gemeinsam ihre knapp bemessene Freizeit verbringen. Am Rande ihres Gesichtsfelds nimmt sie wahr, wie Sage salutiert, dann fühlt sie deren auffordernden Blick auf sich. Bei der an sie gerichteten Frage beginnen Aurelias Mundwinkel verräterisch zu zucken. „Konfetti? Häppchen und Sekt?“, schlägt sie leichthin vor und heftet den Blick, den sie noch einmal neugierig über die recht überschaubare Einrichtung hatte schweifen lassen, ihrerseits auf Sage, „Oder nein, warte! Jetzt weiß ich es: Darauf, dass endlich wieder mal jemand meinen Vornamen verwendet, schätze ich.“ Die Frau vor ihr ist schlank und trainiert, natürlich. Sie kennt diesen Typ, voll kühler Gelassenheit und jener angemessenen Distanziertheit, die Aurelia niemals nachahmen können wird, selbst wenn sie sich darum bemühen würde. Irgendwo in ihrem Hinterkopf fragt sie sich wieder einmal, was zur Hölle sie hier eigentlich macht, und warum sie nicht die Chance genutzt hat, die Air Force zu verlassen. Gleichzeitig spürt sie jene stürmische Vorfreude in sich aufsteigen, die sie immer erfasst, wenn sich ihr die Gelegenheit bietet, etwas Neues zu entdecken. Also wählt sie nach einer prüfenden Musterung eine der hölzernen Kisten aus und lässt den Rucksack von der Schulter gleiten. Ein wenig widerstrebend lässt sie den Tragegurt los, sie trennt sich nur ungern von ihrem Equipment, aber das ganze Zeug über den Campus zu schleifen kommt nicht in Frage. Außerdem würde es albern wirken, wie ein Kindergartenkind, das seinen Teddy nicht zurücklassen kann. Aurelias Lächeln ist strahlend und offen, ohne jegliche Zurückhaltung, als sie sich Sage wieder zuwendet. „Ich bin soweit!“, verkündet sie, als hätte sie eben eine umfangreiche Vorbereitung abgeschlossen und nicht einfach nur das am wenigsten staubig wirkende Fleckchen ausgewählt, „Aber zeig mir nur die interessanten Ecken, den ganzen langweiligen Kram kannst du aussparen. Verwaltung und so.“ Gemeinsam setzen sie sich in Bewegung, das Tempo, mit dem Sage dabei die Türe ansteuert, signalisiert deutlich, dass das kein gemütlicher Spaziergang werden soll. Trotzdem muss Aurelia an sich halten, nicht gleich sämtliche Fragen hervorsprudeln zu lassen, die ihr auf der Seele zu brennen begonnen haben, kaum dass sie die Lagerhalle betreten hat. Stattdessen übt sie sich in Zurückhaltung, zieht nur einen in quietschbuntes Papier eingewickelten Lolli aus der Hosentasche und streckt ihn Sage mit einer fragend hochgezogenen Augenbraue entgegen.


Archibald Isaias Carter findet das gut.
Sage Rhyett liebt es!
Sage Rhyett ist entzückt.
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#3

RE: Chain of Command or Chain of Souls? [Aurelia&Sage]

in Verschobene Plays 19.03.2019 15:46
von Sage Rhyett | 1.899 Beiträge | 3819 Punkte
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Kolonie Traitors



"Well first of all you need to earn my trust, then we can talk about me - calling you Aurelia."
@Aurelia Vane




Sage hatte die Fremde gemustert, während sie in der Reihe neben den anderen gestanden hatte. Sie hatte sich dabei keine Details ihrer Gesichtszüge entgehen lassen, denn die Frau hatte ihre Aufmerksamkeit erregt. Ihre volle Aufmerksamkeit. Sie war jung, gutaussehend und die Brünette schätze es so ein, das ein Teil ihrer Eltern womöglich aus Asien stammen mussten. Ihre Augen hingegen hatten etwas tiefgründiges, lebendiges als sie die Hände der Männer schüttelte, welche sich bei ihr vorstellten. Als Sage an der Reihe war, tat sie es ihnen gleich, erwiderte den Blick der Brünette, während sie ihre Hand dabei fest zudrückte und ihren Nachnamen wiederholte. Aurelia drückte ihre Hand ebenfalls zu, ein gutes Zeichen. Es gab nichts schlimmeres als jemanden der einen Händedruck nur lasch erwiderte, da bekam die Brünette fast immer eine Gänsehaut, so eklig fand sie es. So als würde man versuchen die Hand eines Toten festhalten zu wollen, bevor sie sich am Ende dann doch auflöste. Doch zu ihrem erstaunen, war der Händedruck von Mrs. Vane, genauso stark wie der ihre, eine Basis, auf welche sie hoffentlich aufbauen konnte. Sie war ihr definitiv auf Augenhöhe begegnet, auch wenn man hier und da doch einen unsicheren Blick ihrerseits erkennen konnte, nachdem Sage wieder an ihren Platz gegangen war und sie weiter angestarrt hatte. Verständlich. Es war nicht leicht beim Militär und schon gar nicht, wenn man in ein bereits so gefestigtes Team dazu kam. Ob sie wirklich bleiben würde? Ein Gedanke, der erneut bei der Brünette aufkam und doch wusste sie, dass wohl nur die Zeit selbst, eine Antwort darauf haben würde. Die Worte des Generals hatten überzeugend gewirkt und ließen auch keine Fragen zu. Doch Sage hatte Fragen, sogar verdammt viele und doch schwieg sie, so wie man es ihr über die Jahre eingeprügelt hatte. Niemals würde sie dem Befehl eines höherrangigen Offizieren widersprechen oder bezweifeln, niemals würde sie wollen, dass ein Unteroffizier ihr nicht gehorchen würde. So war es schon immer gewesen und etwas anderes konnte sich der Major auch nicht vorstellen. This was the Chain of Command. So biss sich die zierliche Frau innerlich auf die Zunge, um diese an Ort und Stelle zu lassen, wo sie hingehörte. Und doch ließ es sie es sich nehmen, bei den folgenden Worten des Generals einen innerlichen Seufzer auszustoßen. Wieso sie? In diesem Moment, mit voll gefressenem Bauch und gerade einer spannenden Zeile in ihrem Buch, hatte die Brünette schlicht und einfach keine Lust der "neuen" den Air Force Campus zu zeigen. Zumal die schockierende Nachricht, dass jemand fremdes dazu kam, sie gerade erst aus der Bahn geworfen hatte und sie gar nicht wusste, was sie davon halten sollte. Man hatte ihr ja gar keine Zeit gelassen, um sich richtig Gedanken darüber machen zu können, wie sie das fand, doch wenn das Militär eines war, dann erbarmungslos und knall hart. Zu dem ganzen Desaster kam auch noch hinzu, dass sie mit ihrem Dienstgrad gar nicht erst infrage für solch eine Aufgabe kommen sollte und doch nickte sie. Wieder einmal hatte Sage bewiesen, dass sie die perfekte Marionette war, unwissend was die Zukunft noch so alles für sie bereithielt.


Ihr Buch ordentlich wieder im staubigen Regal verstaut so wie es sich gehörte, war sie also losgegangen, nachdem sie sich ihre Jacke übergezogen und sich von den anderen verabschiedet hatte. Einige Schritte getätigt, blieb die Brünette jedoch stehen, während ihr Blick auf der Frau hängen blieb die weiter unbeholfen im Raum stand. Wenn sie schon Babysitter spielen musste, dann wollte sie das ganze so schnell wie möglich über die Bühne bringen. Als sie erkannte, wie ihr Blick nun endlich erwidert wurde und die Lippen der Halbasiatin sich hoben, drehte sich Sage vollends in ihre richtung um. Das hatte sie doch wirklich nicht gerade gesagt, oder? In der Anwesenheit des Generals? Sage hob eine Augenbraue, zu schockiert über die Worte, die ihren Mund soeben verlassen hatten. "Mrs. Vane genügt vorerst und Sekt können Sie zu Hause trinken." Erwiderte die Brünette nach einer kurzen Pause harsch, bevor sie nochmals ihren Blick zu ihren beiden Vorgesetzten gleiten ließ. Diese hatten ihr den Rücken jedoch immer noch zugedreht und schienen sich tatkräftig zu unterhalten, so das Sage aufatmen konnte, in dem Glauben, sie hätten hoffentlich nichts davon mitbekommen. Erst als die junge, zierliche Frau sich endlich in Bewegung setzte, hatte sie wieder die Aufmerksamkeit von Sage, die bereits zum nächsten Schritt ansetzte, sie aber weiterhin nicht aus den Augen ließ. Unbekümmert. Das erste richtige Wort, welches sich bei dem Anblick der Frau auf ihren Lippen formen wollte. Hätte sie verstanden, wo sie sich befand und unter welchen Bedingungen, wären ihr diese Worte nicht herausgerutscht und doch hatte sie keinerlei Probleme damit gehabt einen Witz zu reißen und gleich wieder da anzusetzen, wo sie vor wenigen Sekunden aufgehört hatte. "Wir fangen beim Trainingszentrum an." Die Worte kamen schneller aus ihrem Mund, als sie es wollte, doch Sage war auch nicht darauf aus, sich in irgendwelcher Weise auf ihre Witze einzulassen. Warum sie das Trainingszentrum für ihre erste Etappe erkoren hatte? Wohl genau aus dem Grund, dass Aurelia mit dieser Attitüde gleich mal sehen konnte, das bei der Air Force ein anderer Wind wehte, als bei dem was sie wohl vorhin so getan hatte. Was hatte sie denn vorher getrieben? Eine Frage die sie für später aufbewahren würde, schließlich wollte Sage alles über ihr "neues" Teammitglied erfahren.

Während die ihr noch so fremde, aufgeweckte Person zu ihr aufgeholt hatte und sich der Major endlich in Bewegung setzten konnte, fing es an. Der erste Gedanke das so jemand nicht in ein Eliteteam der Air Force gehörte. Doch Sage ermahnte sich des Gedanken, sollte sie doch vorerst doch bitte mal keine voreiligen Schlüsse ziehen, sie kannte Vane doch gar nicht.

Vane! Noch während die beiden den Hangar verließen und sich auf den Weg machten, klingelten bei dem Major die Alarmglocken. Sie kannte den Namen, doch war es Zufall? Das konnte nicht sein, oder? Ihr Blick überflog die Silhouette der Brünette, welche ihr Schritttempo des ihren angepasst hatte. Flüchtig aber lange genug, um sie endlich mal von nahem unter die Lupe nehmen zu können. Ihre Haut war matt und makellos, ihre Nasenspitze zierlich und ihre Lippen sanft geformt. Die Lippen. Diese Lippen hatte sie schon einmal gesehen, doch nicht an einer anderen Frau, sondern bei einem Mann @Jackson Vane . Der Navy Seal hatte ihr Team einige Male bei Außeneinsätzen unterstützt und war das Vorzeigebild eines perfekten Soldaten gewesen, zumal sie von Archibald wusste, das die beiden zusammen die Ausbildung absolviert hatten. Ein Name, der ihr geblieben war, so wie einige gelassene Abende, die sie gemeinsam mit ihrem Team verbracht hatten. Plötzlich brannte es ihr auf der Zunge, während die Neugierde stieg. "Mr. Vane, sie haben nicht zufälligerweise noch einen Bruder, oder?" Sage Stimme räusperte sich, während sie ihren Blick wieder geradeaus richtete und die Umgebung dabei jedoch nur wage in den Fokus nahm. So bemerkte Sage auch viel zu spät wie ein Kadett, einige Meter vor ihren zum Stehen gekommen war, um sie zu salutieren. Den Captain nun angeschaut, nickte sie ihm zu um ihm zu verstehen zu geben, er soll weiter gehen und sie nicht aufhalten. "Hier entlang." Kam es dann erneut von dem Major während sie die richtung änderte, als sie am Ende des Hangars angelangten und nun ein Pfand in richtung Trainingsgelände einlenkte.

Da war die Ambition gerade mal vor 5 Minuten in das Leben der Skepsis getreten und sorgte schon dafür das sie den Überblick verlor...das konnte ja noch lustig werden.




"THE LION AND THE TIGER MAY BE MORE POWERFUL, BUT THE WOLF DOESN'T PERFORM IN THE CIRCUS."


zuletzt bearbeitet 19.03.2019 15:59 | nach oben springen

#4

RE: Chain of Command or Chain of Souls? [Aurelia&Sage]

in Verschobene Plays 08.04.2019 00:04
von Aurelia Vane (gelöscht)
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"Sounds terribly exhausting - being this serious all the time. If you ever get tired of it, I'll be right here."
@Sage Rhyett


Für einen flüchtigen Augenblick verschwindet ihr Lächeln und die Enttäuschung über die distanzierte Haltung, die Sage einnimmt, ist Aurelia deutlich anzusehen. Vielleicht ist es der prüfende Blick, den die Soldatin den höherrangigen Männern zugeworfen hat, der die junge Informatikerin dennoch dazu bringt, sich den Kommentar zu verkneifen, der ihr sofort auf der Zunge liegt. Mit einem leisen, aber dennoch nicht zu überhörenden Seufzen zieht Aurelia den Lolli zurück, der von Sage geflissentlich ignoriert worden ist, wickelt ihn aus und macht Anstalten, sich die Süßigkeit in den Mund zu stecken. Dann aber hält sie mitten in dieser Bewegung inne, zwischen den Fingern noch immer die glitzernde Folie der Süßigkeit, und bemüht sich gleichzeitig, ihre Schrittlänge der anderen Frau anzupassen. Das gelingt deutlich besser als zuvor beim General, da die beiden beinahe gleich groß sind. „Macht nichts, dachte ich mir schon fast. Dieses Gehabe mit steifen Bezeichnungen, Titeln und Ränge werde ich wohl nie nachvollziehen können“, erklärt sie freimütig im Plauderton, als hätte sie nicht vor wenigen Sekunden eine ziemlich unzweideutige Abfuhr erhalten. Ihre Züge werden jedoch inzwischen schon wieder von einem Lächeln erhellt und sie zwirbelt den Lolli zwischen den Fingern hin und her. „Ich habe schon überlegt, ob ich mich anpassen und bei jedem Mrs Vane die Leute korrigieren soll, dass es genau genommen Doktor Vane heißen muss. Aber dann denke ich mir immer, dass ich mir davon auch nichts kaufen könnte und zu allem Überfluss ständig erklären müsste, dass ich nicht viel mehr als Heftpflaster zu bieten habe, weil es nicht die Art Doktor ist, die mit dem Rezeptblock wedelt.“ Das bunte Bonbonpapier verschwindet in ihrer Hosentasche, der Lolli in ihrem Mund, worauf das Lächeln noch eine Spur strahlender wird, ehe sie den Wortschwall nach einer Pause mit einem leichten Achselzucken und einem hinterhergeschobenem, leicht undeutlichen „Also lasse ich es.“ abschließt. Dann aber schafft sie es tatsächlich, still zu sein, wofür allerdings mehr der Lutscher als ihre Selbstbeherrschung verantwortlich ist. Schweigend gehen sie nebeneinander her, und Aurelia betrachtet die andere von der Seite. Trotz der strengen Miene ist sie attraktiv, hohe Wangenknochen und schöne Augen, Aurelia ist bereits gespannt darauf, wie sich das Gesicht wohl wandelt, wenn Sage zu lächeln beginnt. Falls sie das jemals tut. Gerade will sie bemerken, dass zu einer Tour über das Gelände auch ein paar Hinweise gehören, wo was zu finden ist, als Sage ihr zuvorkommt. „Trainingszentrum“, echot Aurelia und dreht sich, um sich noch einmal den Weg zum Hangar einzuprägen, in dem ihr neues Team sein Zuhause hat, da man schließlich nie wissen kann, ob ihre wahnsinnig gesellige Reiseführerin sie nicht bei der nächstbesten Gelegenheit ihrem Schicksal überlässt. Dabei läuft sie einige Schritte rückwärtsgewandt weiter, bevor sie sich mit einem Hopser zurückwendet und wieder auffschließt. „Spannend.“ Zu den zahlreichen Dingen, mit denen sie bei der Air Force nichts anfangen kann, gehört auch alles, was mit der physischen Ausbildung zusammenhängt. Sie hat nicht per se etwas gegen körperliche Betätigung und Fitness, sieht sogar im Gegenteil deren Notwendigkeit ein. Aber der Kasernenhofton und damit einhergehende Drill haben sie von Anfang an abgeschreckt, und insbesondere um den Schießstand macht sie einen weiten Bogen. Damit ist sie bisher sehr gut durchgekommen, weil ihr alter Colonel keinerlei Interesse daran hatte, ihr in diesem Punkt irgendeine Art von Aufmerksamkeit zu widmen. Wahrscheinlich das einzige, in dem sie sich einig waren. Die besondere Betonung, die Sage jedoch auf das Wort Trainingszentrum legte, weckte die dunkle Befürchtung in Aurelia, dass die Sache hier vermutlich anders laufen würde. „Ich mag übrigens keinen Sekt.“ In ihrem Kopf ist der Satz sehr viel weniger aus dem Zusammenhang gerissen als er in Wirklichkeit rüberkommt, steht er doch für die Informatikerin in unmittelbarer Verbindung zu ihrer physischen Verfassung, auf die der Hinweis mit dem Trainingszentrum wohl als Anspielung zu verstehen ist.

Glücklicherweise kommt ihr der Zufall zur Hilfe und bewahrt sie in Form eines Kadetten davor, an dieser Stelle noch mehr Unsinn zu plappern. Fasziniert beobachtet sie diesen wortlosen Austausch und klackt, ohne es selbst zu bemerken, den Lolli gegen die Innenseite ihrer Zähne. „Wenn man bedenkt, was an Zeit dafür draufgeht“, murmelt sie nachdenklich, und sieht dem Kadett hinterher, „Wie viele Personen befinden sich auf dem Stützpunkt?“ Schon überlegt sie, wie häufig derartige Begegnungen wohl vorkamen, welche Faktoren für eine Berechnung zu berücksichtigen wären, und was man je nach Dienstgrad an Sold veranschlagen konnte, der in diesem Moment ungenutzt für bloßes Salutieren draufging. Sie beginnt zu lächeln, denn sie kann sich die Begeisterung des Generals vorstellen, wenn sie ihm eine Auflistung dieser Zahlen liefern würde. Jetzt erst wird ihr wieder bewusst, dass ihr eine Frage gestellt worden ist, zum ersten Mal, darüber hinaus noch eine sehr interessante, die beinahe genauso viel verriet, als die Antwort, die sie darauf geben konnte. „Nein, zufällig habe ich keinen Bruder. Wir waren beide geplant“, ihre dunklen Augen beginnen zu funkeln, „Gleich vorweg: Ich bin viel netter als Jackson, obwohl das ja auch nicht weiter schwierig ist.“ Trotz dieses Seitenhiebs gegen ihren Bruder ist die Zuneigung nicht zu überhören, die sie offensichtlich für @Jackson Vane empfindet. Die Vane-Geschwister sind sich nicht sehr ähnlich, genaugenommen sind sie sich überhaupt nicht ähnlich, was damit anfängt, dass sie Halbgeschwister sind und damit aufhört, dass sie vollkommen unterschiedliche Lebenseinstellungen besitzen. Er ist deutlich älter als sie, als Kind hat sie ihn vergöttert, aber nur wenig mit ihm zu tun gehabt. Bis heute ist sie sich nicht sicher, ob er weiß, was sie eigentlich genau tut. „Ihr habt also gemeinsame Einsätze absolviert“, schlussfolgert sie automatisch und biegt gehorsam ab, als Sage die Richtung wechselt, „Und, bist du dabei zufrieden mit ihm gewesen?“ Sie muss nicht erst darüber nachdenken, ob Jackson ihr jemals etwas von Operationen in Kooperation mit der Air Force erzählt hat, er war nie besonders gesprächig gewesen was seine Arbeit betraf, und jetzt – nun, jetzt gleicht das Thema einem Minenfeld. Aber sie nimmt trotzdem sich vor, ihn bei der nächstbesten Gelegenheit nach Sage zu fragen, ohne jeden Hintergedanken. Natürlich. Vor ihnen taucht ein Gebäude auf, bei dem es sich vermutlich um das Trainingszentrum handelt. „Architektonisch nicht sehr aufsehenerregend“, lacht sie und deutet kurz mit dem Stäbchen des Lollis darauf, ehe sie auch dieses in ihre Hosentasche schiebt. Innerlich schickt sie ein Stoßgebet in den Himmel, dass Sage nicht ernsthaft noch darauf besteht, ihr das Ding von innen zu zeigen. Die Air Force ist nicht so kreativ, dass davon auszugehen wäre, dass sich die Ausstattung von dem Trainingszentrum ihrer alten Einheit unterscheidet, ganz abgesehen davon, dass sie ohnehin nicht plant, hier viel Zeit zu verbringen. Inzwischen fände sie es sehr viel interessanter, sich mit Sage zu unterhalten. Sich wirklich zu unterhalten. Wie lange hat es gedauert, den Rang eines Majors zu erreichen, was musste sie über die anderen Mitglieder des Teams wissen, stellte ihr die Air Force immer nur eine bestimmte Anzahl an Wörtern pro Tag zur Verfügung oder war sie von Natur aus wortkarg, wo befanden sich die Serverräume und wie hieß das Buch, das sie gerade las und von dem sie sich vorher so ungern getrennt hatte, und weshalb… Aurelia bleibt abrupt stehen und legt den Kopf leicht zur Seite: „Weshalb hat man euch den Hangar überlassen? Seid ihr etwas Besonderes?“


Sage Rhyett liebt es!
Sage Rhyett meldet sich freiwillig als Tribut!
Sage Rhyett knutscht es ab.
Sage Rhyett hofft auf ein Wunder.
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#5

RE: Chain of Command or Chain of Souls? [Aurelia&Sage]

in Verschobene Plays 28.05.2019 11:17
von Sage Rhyett | 1.899 Beiträge | 3819 Punkte
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"Maybe we will understand each other one Day. A small smile, is a good start."
@Aurelia Vane



Worte, so viele Worte welche die Lippen eines Menschen verlassen konnten. Zu viele in den Augen des Majors. Sie war schon immer eher der ruhige Typ gewesen, hatte stets gefallen darin empfunden lieber zu lauschen und Leute zu beobachten an statt alle Aufmerksahmkeit auf sich zu ziehen. Nicht das sie sich nicht gerne unterhielt. Sie mochte es zu quatschen, doch nur nicht so wie es Mrs. Vane gerade tat. Nicht in dieser Umgebung und schon gar nicht vor ihren Vorgesetzten. Hier lernte man schnell, wenn man dazu aufgefordert war zu schweigen und wenn es von belangen war etwas zum großen ganzen hinzuzufügen. So war es ihr neu, das eine Fremde diese Regeln nicht befolgte. Konnte sie es der hübschen Asiatin übelnehmen, dass sie vor dem General einen Witz gerissen hatte? Nein. Wie auch, sie war kein Soldat und wie sie nach den ersten Schritten richtung Trainingscenter dann auch betonte, ein Doktor. Bei ihren Worten wurde Sage stutzig. Verstand nicht, wie man einen Titel haben konnte, welcher nichts mit einer hoch angesehenen Laufbahn zu tun haben konnte, solches als Arzt oder Physiker. Doch hörte sie der Brünette zu, welche ihren Schritt dem ihren angepasst hatte und dabei weiter nervös mit dem Lolli in ihrer Hand spielte. Das Knistern war dabei kaum zu überhören, welches das Plastik mit der Reibung der Finger auslöste und doch zwang sich Sage weiter geradeaus zu laufen und das störende Geräusch zu ignorieren. Sie sollte das verdammte Ding doch einfach in den Mund stecken. Dachte sie sich kurz, bevor sie ihren Kopf zur Seite hob, um Aurelia zu mustern. Sie hatte schon wieder dieses verschmitzte Lächeln auf den Lippen, während die Worte nur so aus ihrem Mund flutschten. Sie schien selbst begeistert davon zu sein, so viel erzählen zu wollen, denn man konnte in ihren Augen das Glänzen erkennen. Nur ein flüchtiger Moment doch es reichte Sage aus, um zu wissen, das sie sich wohl beide für so ziemlich verschiedene Dinge begeistern konnte. Aurelia schien ihre Worte und Witze zu lieben und Sage; Sage liebte das Fliegen und die unendliche Weiten des Himmels.

"Für was genau steht ihr Dr. Titel dann?" Der Major war neugierig, nicht etwa, weil sie unbedingt wissen wollte wie die Halbasiatin zu diesem gekommen war, doch eher, weil sie meinte, dass sie es lassen würde die Leute darauf aufmerksam machen zu wollen, weil sie sich darunter nur etwas falschen einbilden würden. Sie musste an ihren Titel denken, an ihren Rang. Er war alles für sie. Er war ein Zeichen für ihre Karriere, für ihr Leben welches sie ganz ihrem Land und dieser Berufung gewidmet hatte. Er gehörte zu ihr und ohne diesen, wäre Sage niemand. Es zeigte an, wo sie gewesen war, was sie getan hatte und wo sie in der Kette ihren Platz hatte. So konnte sie nicht verstehen, wieso Aurelia nicht darauf beharrte das man sie mit ihrer Arbeit in Verbindung setzte und sie für das respektierte, was sie getan hatte. Ihren Blick nun wieder nach vorne gerichtet und weiter das Schritttempo eines Soldaten eingehalten, musste Sage innerlich schmunzeln, als die zierliche Frau endlich den Lolli in den Mund nahm. "Wurde auch Zeit." Kommentierte sie ihre Aktion gut wissend, das sie vielleicht nicht einmal den Kontext verstehen würde und doch gab es ihr eine kleine Genugtuung. Während sie kurz darauf auch gleich bekannt gab, dass es zum Trainingscenter gehen würde, konnte Sage aus dem Augenwinkel erkennen, wie Aurelia sich umdrehte und stehen blieb, um den Hangar nochmals zu betrachten. Doch der Major blieb nicht stehen und sah ihr auch nicht nach. Sie wollte keine unnötige Zeit verschwänden, schon gar nicht, wenn sie wusste das sie heute Abend noch abreisen musste. So ging sie weiter und drehte dabei ihren Kopf erst um, als die Neue wieder an ihre Seite trat. "Auf jeden Fall spannend." Wiederholte sie teils ihre Worte, wohl wissend das es sie nicht groß interessieren könnte zu sehen, wo die Kadetten trainierten, zumal sie nicht sonderlich begeistert gewirkt hatte das ihre Reise dort beginnen würde. Ob sie den Doktor als sportlich einschätze? Schwer zu sagen, sie sah schlank aus, hatte ein gutes Schritttempo doch eine schlaffe Körperhaltung. Sie schlenderte, sie lief nicht und doch hatte Sage in den Jahren gelernt, niemals jemanden zu unterschätzen. "Treiben Sie Sport Dr. Vane?" Dieses Mal sprach sie die junge Frau mit ihrem Titel an, wohl wissend das sie es vielleicht nicht mögen würde, doch es reizte die Brünette die Computerspezialistin auf ihre eigene Art und Weise aufzuziehen. Dabei verzog sie jedoch keine Miene und blieb weiterhin ernst, so wie seit Anbeginn ihres ersten Zusammentreffens getan hatte. Auf ihre Antwort hin, sie möge kein Sekt, konnte der Major nur eine Augenbraue heben. "Gut zu wissen." Belanglos warf sie die Worte hinterher, bevor der Kadett vor ihnen stehen blieb und sie ihm ein Zeichen gab, er solle weiter ziehen.

Nun steuerten die beiden den schmalen Weg richtung Zentrum an, wo man schon die Laute des Captains hören konnte, welcher seinen Kadetten mit Drill Anweisungen gab. Musik in ihren Ohren. Sie hatte ihre Worte gehört, auch wenn diese zwischen dem Lolli und ihrem murmeln untergingen. Sie ignorierte die Worte, dachte aber darüber nach während die beiden Frauen weiter den Weg entlang liefen. Was war Zeit schon? Das war Arbeit und ihre Arbeit war mit Respekt für höherrangige verbunden. Zeit hatte hier schon lange keine Bedeutung mehr, alle die hier waren, lebten nur für ein Ziel, das Land sicher zu halten. Sage wusste nicht einmal wann sie das letzte Mal zu Hause am See gewesen war. Wann sie das letzte mal etwas gekocht hatte oder aus ihrem großen Fenster im Wohnzimmer nach draußen geblickt hatte. Prüfend blickte Sage zu ihrer rechten, wo sie erkennen konnte, wie ein Lächeln die vollen Lippen der Neuen zierte. An was sie wohl dachte? "Auf dieser Basis sind etwa 2000 Männer und Frauen stationiert darunter 300 Kadetten in der Ausbildung." Zahlen die Sage kannte, dank Archibald, welcher eng mit dem General arbeitet und sich selbst auch um bürokratische Angelegenheiten kümmerte. Sie selbst hatte da eher weniger damit zu tun. Sie war für das Fliegen und ihr eigenes Team zuständig.

Der Trainingsplatz, erstreckte sich nun in voller Größe vor den beiden Frauen die bei einer kleiner Tribüne ankamen, auf welchem einige Soldaten sassen, die wohl ihre Pause gerne damit verbrachte zuzusehen, wie die Frischlinge gedrillt wurden. Man konnte den Captian nun deutlich lauter hören wie er befehle erteilte, während die jungen Männer, darunter nur eine Handvoll Frauen sich durch den Parkour kämpfen. Sage blieb neben den kleinen Treppenstufen zur Holztribüne stehen, während ihr Blick abermals zu der jungen Frau neben sich glitt. Die Ähnlichkeit zu Jackson war da und sie bekam Bestätigung das sie sich dabei nicht getäuscht hatte. "Zwei Einsätze in Kuwait."Mit einem nicken, lockerte Sage ihre Haltung während ihr Blick nun von ihr abließ, um zuzusehen, wie die jungen Kadetten versuchten eine 5 Meter hohe Holzwand hinaufzuklettern. "Ein guter Marine, Unterhaltsam und sehr Ehrenhaft." Kommentierte sie ihr Frage ohne sie dabei anzusehen. Sie hatte @Jackson Vane gemocht auch wenn er anfangs doch eher einschüchternd auf sie gewirkt hatte. Doch am Abend als das Team dann zusammen gesessen und einen über den Durst getrunken hatten, war der erste Eindruck schnell vergessen gewesen. Eine schöne Zeit, abgesehen von dem Einsätzen, welche ziemlich anstrengend gewesen waren. "Er redet bei weitem nicht so viel wie Sie, Doktor." Ihr Kopf drehte sich wieder zu der hübschen Brünette um, ein hauch von einem Lächeln welches nun zum ersten Mal ihre Lippen zierte. "Wir gehen weiter zu den Unterkünften." Ihre letzte Frage ignorierte Sage mit Absicht. Es war noch zu früh um in die Details zu gehen, weshalb sie wohl hier sein musste, hier in ihrem Team. Zumal Sage gerne selbst noch etwas recherchieren wollte denn sie wollte wissen, was Aurelia hier hingebracht hatte. Wieso gerade sie. Sie musste von Wert sein, sie musste etwas haben, was andere nicht besaßen und es machte den Major so neugierig, dass es ihr auf der Zunge brannte sie danach zu fragen. Doch wenn man beim Militär eines gelernt hatte, dann war es Taktik. Alles mit seiner Zeit.

Gerade zum Laufen angesetzt, tauchte plötzlich der Captain neben den beiden Frauen auf. Ein breites Lächeln zierten die eingefallenen Wangen des Mannes. "Major Rhyett." Der Captain salutierte und Sage nickte abermals, so wie bei dem anderen Soldaten zuvor getan hatte. "Captain, wie ich sehe, haben sie ihre Schüler im Griff. Wie läuft das Training?" Erkundigte sich Sage aus reiner Höflichkeit. Der Mann stand zwei Ränge unter ihr und sie hätte es ahnen müssen, dass er herkommen und sie begrüßen würde. Immerhin hatte sie und ihr Team, abgesehen von ihren Rängen einen guten Ruf hier auf dem Stützpunkt. "Man wünsch sich, sie wären schneller, stärker und würden besser zuhören aber im Großen und Ganzen eine feine Gruppe an neuen Rekruten." Sage nickte, bevor sie dann zu Aurelia blickte. "Captain, darf ich vorstellen. Doktor Vane. Ich zeige ihr gerade ihren neuen Arbeitsplatz und wer weiß, vielleicht schicke ich sie mal bei ihnen vorbei."
Sage Mundwinkel hoben sich zu einem Lächeln. Wohl heute zum ersten Mal, denn sie wollte den Gesichtsausdruck des Doktors sehen. Sie wusste das Aurelia womöglich nichts mit Training anfangen konnte und doch hatte es sich Sage nicht nehmen können, auf ihre eigene Art und Weise einen Witz zu reißen.
Aurelia wusste es noch nicht, doch würde sie trainieren müssen, wenn sie in ihrem Team bleiben würde. Sie würde nicht verlangen, dass sie jemanden kaltblütig töten könnte, doch sie würde dafür sorgen, dass sie sich zumindest zu verteidigen wusste. Ihr Job war gefährlich und sollte sie einmal mit ihnen reisen, dann musste Sage darauf zählen können das sie auf sich selbst aufpassen konnte. "Dann wünsche ich Ihnen weiter viel Erfolg." Der Captain salutierte wieder und Sage drehte sich um, bereit um zu gehen und dabei wartete sie nicht auf die neue, aufgeweckte junge Frau. "Nächster halt die Unterkünfte."

ONE WEEK LATER.


Die Sonne war bereits seit mehreren Stunden untergegangen, als Sage die Kantine noch zu später Stunde betrat. Sie war wieder zurück in D.C wieder zurück auf dem Stützpunkt. Sie hatte Aurelia nach dem ersten Tag, an welchem sie ihr alles gezeigt hatte, nicht mehr gesehen. Der Major hatte nach Colorado fliegen müssen um dort mit neuen Jets einige Flugtests durchführen zu müssen. So hatte sie die Brünette ihrem eigenen Schicksal oder besser gesagt, Archibald und den anderen überlassen. Ihr Arm lag derweil in einer Schlinge, hatte sie sich beim Training und einer harten Landung die Schulter gezerrt. Die Bremsen. Ja am Ende waren es die neuen Bremsen der F-17 Eagel gewesen, die nicht wirklich so reagiert hatten, wie sie es hätten tun sollen. Zum Glück war das ganze am letzten und nicht am ersten Tag passiert, sonst wäre Sage enttäuscht gewesen, hätte sie den ganzen Spaß verpasst. Naja, der Doktor hatte gemeint noch eine Woche still halten und dann wäre sie so gut wie neu.
Leicht genervt von dem pochen in der Schulter und dem viel zu langem Flug zurück nach D.C, holte sich der Major einen Kaffee, während sie ihren Blick durch die beinahe verlassene Kantine gleiten ließ. Eine kleine Gruppe von Soldaten saßen in einer Ecke, während zwei-drei Leute irgendwo alleine an einem Tisch saßen. Doch hielt sie inne, gerade als sie sich zum Gehen aufmachen wollte. Eine Person trug keine Uniform dafür glänzend braune Haare, welche der Major unter mehreren erkennen würde. Aurelia Vane. Mit dem Rücken zu ihr gesessen und dabei irgendwas vertieft am Machen. War es ein PC oder doch ein Buch? Sage konnte es von ihrer Position aus nicht erkennen, beschloss sie geradewegs auf die Doktorin zuzugehen. Von hinten anmarschiert, setzte sich Sage schließlich auf die gegenüberliegende Seite des Tisches, während sie mit ihrer funktionstüchtigen Hand den Kaffeebecher vor sich abstellte. "Wie ich sehe, hat man Sie doch nicht nach Hause geschickt."




"THE LION AND THE TIGER MAY BE MORE POWERFUL, BUT THE WOLF DOESN'T PERFORM IN THE CIRCUS."


zuletzt bearbeitet 28.05.2019 11:28 | nach oben springen

#6

RE: Chain of Command or Chain of Souls? [Aurelia&Sage]

in Verschobene Plays 07.08.2019 02:39
von Aurelia Vane (gelöscht)
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"I'm not fond of rules."
@Sage Rhyett


Aurelia neigt den Kopf und ihr Mund verzieht sich zu einem weiteren, kleinen Lächeln. Kurz sieht es tatsächlich so aus, als müsste sie über die Frage nachdenken, oder abwägen, wieviel sie Sage verraten soll oder kann. Aber dann erfolgt die Antwort prompt und so offen, dass es ganz und gar nicht so klingt, als würde sie sich jemals Gedanken darüber machen, was sie gegenüber einer beinahe Fremden preisgibt. „Kommt darauf an, wen man fragt. Für die, die mich eingestellt haben: Ein Label, anhand dessen sie glauben, meine Fähigkeiten bewerten zu können. Für die Personalverwaltung: Die Zahl auf meinem Gehaltsscheck. Für meinen Vater: Die Erleichterung, dass er meinem Namen endlich vorne etwas anhängen kann, das annähernd einem Dienstgrad gleichkommt, wenn er von mir spricht. Er nennt mich nämlich niemals Mrs. Wäre wirklich merkwürdig. Und für mich? Hybris, und das Glück, genug Zeit und Geld gehabt zu haben, machen zu können, was ich will“, erwidert sie derart ungeniert, dass man nicht auf den Gedanken kommt, dass das noch immer nicht einmal die Hälfte der Wahrheit ist. Schalk und Belustigung lassen die dunklen Augen für einen Moment heller wirken, als sie Sage mit einer Mischung aus Herausforderung und Interesse anblickt: „Und, hättest du einen besseren ersten – zweiten – dritten Eindruck von mir, wenn ich darauf bestehen würde, dass du mich Dr. Vane nennst?“ Aurelia legt eine merkwürdige Betonung auf das kleine Wörtchen besseren, weil ihre Neugierde geweckt ist, dass es ausgerechnet der Punkt mit dem Doktortitel ist, der Sage dazu gebracht hat, ihr eine persönliche Frage zu stellen. Sie fragt sich, was das über den Major aussagt, und sie brennt darauf, hinter ihre stoische Fassade zu blicken. Der trockene Kommentar zu ihrem Lolli bringt die junge Frau dann wieder endgültig zum Strahlen, als müsste sie jede Abweichung von der steifen Norm aufsaugen wie einen Schwamm. Entschuldigend zuckt sie mit den Achseln, den Lutscher noch immer im Mund, ohne dabei wirklich auszusehen, als täte es ihr leid. Gleichzeitig ist sie sorgfältig darauf bedacht, nicht den Anschluss zu verlieren, beschleunigt wenn nötig ihre Schritte und blickt mal hierhin, mal dahin. Denn egal wie unbeeindruckt sie sich gibt, sie ist wissbegierig und gespannt darauf, alles über diesen Stützpunkt und die Menschen darauf zu erfahren. Die Soldatin, die ihr als Fremdenführerin zur Seite gestellt ist, macht jedoch mehr als deutlich, dass sie keine Zeit zu verschwenden hat, und Aurelia hat nicht vor, sich diese Chance entgehen zu lassen, so viel wie möglich in Erfahrung zu bringen.

„Na klar. Es wäre kein sonderlich cleverer Schachzug gewesen, mich einzustellen, wenn ich eine völlige Couch Potato wäre“, mit einem Ploppen zieht sie den Lolli aus ihrem Mund, während sie sinnierend den Hinterkopf des davonstapfenden Kadetten betrachtet, „Aber es ist wohl auch nicht schwer zu erraten, dass meine sportlichen Fähigkeiten nicht der Grund sind, weshalb ich hier bin.“ Aurelia ist nicht per se unsportlich, aber schon in der Schule konnte sie sich nicht übermäßig dafür begeistern, weil sie einfach immer viel zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt war. Dass sie bei der Airforce nicht umhinkommen wird, diesem Aspekt einen gewissen Anteil ihrer Zeit einräumen zu müssen, ist eine Notwendigkeit, die sie Kauf nimmt. Wenn auch, etwas theatralisch formuliert, mit schwerem Herzen. Je näher die beiden Frauen dem Trainingszentrum kommen, umso besser kann man den Inhalt der knappen Kommandos ausmachen, mit denen dort irgendwelche Übungen abgehalten werden. Aurelia spürt, wie sich wieder der angeborene Widerwille in ihr regt. Sie kann einfach nicht verstehen, weshalb man sich freiwillig einem derartigen Umgangston aussetzt, was im Umkehrschluss nur bedeuten kann, dass sie sich selbst nicht ganz versteht. Immerhin ist sie hier. Glücklicherweise kann Sage keine Gedanken lesen, obwohl Aurelia bereits jetzt ahnt, dass die andere eine sehr gute Beobachterin ist. Mit einem Nicken nimmt sie die Zahlen zur Kenntnis, die es ihr erleichtern, sich eine genauere Vorstellung von der Größe des Stützpunktes zu machen, speichert sie in Gedanken ab für einen späteren Zeitpunkt, weil man immerhin nie wissen kann, wann man diese Information benötigt.

Sie kann den musternden Blick körperlich spüren, mit dem Sage sie noch einmal unter die Lupe nimmt. Ob sie wohl zu denen gehört, die die Ähnlichkeit zwischen Jackson und ihr entdecken können? Jedenfalls, das ist allerdings inzwischen schon nicht mehr überraschend, bekommt Aurelia keinen erstaunten Ausruf zu hören, noch nicht einmal einen Kommentar darüber, um was für einen Zufall es sich handelt. Irgendwie kommt ihr das Kleine-Welt-Phänomen in den Sinn, und sie muss sich auf die Innenseite der Wange beißen, um bei der Sache zu bleiben anstatt mit ihren Überlegungen wieder in eine andere Richtung davonzugaloppieren. Die Beschreibung ihres Bruders ist ziemlich treffend, wenn es nach Aurelia ginge, wäre er genau die Art Soldat, mit der sie bei einem Einsatz unterwegs sein wollte. Abgesehen von der Tatsache, dass Jackson ihr großer Bruder war, was in so einem Fall wohl kaum hilfreich sein konnte. „Niemand in unserer Familie redet so viel wie ich“, gibt Aurelia zu und ihre Mundwinkel zucken, „Vielleicht überspringt die Eigenschaft immer wieder eine Generation oder auch zwei.“ Ihr kommt gar nicht erst in den Sinn, zu erwähnen, dass @Jackson Vane nur ihr Halbbruder ist, so wenig war das je von Bedeutung für sie. Dass ihre eigene Frage unbeantwortet bleibt, fasziniert Aurelia, scheinbar hält Sage sie noch nicht für… was, würdig genug? Die IT-Spezialistin öffnet bereits den Mund, um an diesem Punkt weiter nachzubohren, wird aber zu ihrem eigenen Glück durch die Ankunft eines anderen Soldaten unterbrochen.

Citius, altius, fortius, kommentiert sie verträumt und schiebt die Hände in die Hosentaschen, während sie beobachtet, wie die Rekruten im Hintergrund den Moment der Ruhe nutzen, um zu Atem zu kommen, und sich dabei dennoch weiterhin Mühe geben, Haltung zu bewahren, „Statt dabei sein ist alles. Aber natürlich sind wir auch nicht bei den Olympischen Spielen.“ Weil ihre Aufmerksamkeit dem Übungsplatz gilt, bekommt sie das Aufflackern der Irritation in den Augen des Mannes aufgrund ihrer Reaktion nicht mit, als Sages sie jedoch vorstellt, wendet sie sich so schnell um, dass ihr das dunkle Haar über die Schulter fliegt – gerade noch schnell genug, dass ihr das winzige Lächeln auf Sages Lippen nicht entgeht. Für den Bruchteil einer Sekunde sieht ihre Führerin jünger aus, unbeschwerter. „Freut mich wahnsinnig, Captain, erklärt Aurelia schnell, ehe überhaupt eine Pause entstehen kann, und ihre Augen funkeln. Den Kopf leicht zur Seite geneigt, schaut sie aber nicht den Captain an, sondern den Major. Sages Witz ist subtil und speziell und gleichzeitig traut Aurelia ihr vollkommen zu, dass aus diesem Witz noch bitterer Ernst für sie werden wird. Seltsamerweise ist das ein tröstlicher Gedanke, diese Seite der jungen Soldatin ist ihr deutlich sympathisch als die kühle Maske, bei der man sich nicht sicher sein kann, welche Art Mensch sich dahinter verbirgt. In einem Anflug von Diplomatie geht Aurelia schweigend neben Sage her, bis der Captain außer Hörweite ist, ehe sie es sich erlaubt, zu grinsen und mit einer hochgezogenen Augenbraue wissen will: „Okay, jetzt sei ehrlich. Was er dir getan, dass du ihm damit drohst, dass er mich trainieren muss? Waren seine Schnürsenkel falsch in die Ösen eingefädelt?“

ONE WEEK LATER


Aurelia ist kein eigenbrötlerischer Mensch, kein Einzelgänger und nicht dafür geschaffen, zu viel Zeit mit sich selbst zu verbringen. Es bekommt ihr nicht, gleichzeitig ist ein Großteil ihrer Arbeit darauf ausgelegt, autonom und selbstständig erledigt zu werden. Diese Diskrepanz hat sie zu überbrücken gelernt, indem sie Orte aufsucht, an denen sie in der Gesellschaft anderer allein sein kann. Hier auf dem Stützpunkt hat sie zu diesem Zweck schon an ihrem ersten Morgen die Kantine für sich entdeckt. Sie ist zu einer Art Zweitbüro für Aurelia geworden, an der sie sich zu den unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten aufhält. Während sich die anderen IT-Spezialisten hinter ihren muffigen Computerreihen in den für sie vorgesehenen Büros verbarrikadieren, lässt Aurelia sich dort nur soweit blicken, wie es unbedingt notwendig ist. Sie hat nicht vor, sich zu einer Büromaus dressieren zu lassen, ganz abgesehen davon, dass sie nicht nachvollziehen kann, wie irgendwer sich unter diesen Bedingungen konzentrieren kann. Dass sie mit ihrem Team besonderes Glück hat, ist ihr ebenfalls schnell klar geworden, denn jener Hangar, das muss sie zugeben, ist ein ganz hervorragender Rückzugsort, in dem sie sich sehr schnell heimisch zu fühlen begonnen hat. Nachts und ohne die Anwesenheit der anderen Teammitglieder hat er jedoch etwas bedrückendes, und Aurelias blühende Fantasie beschwört Bilder herauf, die sie von dem kleinen Problem ablenken, die sie zu lösen gedenkt. Die Kantine dagegen ist perfekt. Sogar um diese Uhrzeit sind immer Menschen anwesend, selbst wenn es nicht viele sind, aber sie ist dennoch allein. Sie kennt keinen der anderen, und niemand scheint ihr Beachtung zu schenken. Bisher.

Irgendwie hat sie es geschafft, die Beine auf der Stuhlfläche zu einem lockeren Schneidersitz zu verknoten. Während ihre Augen dem Code folgen, der über den Monitor flackert, hält sie geistesabwesend den Kaffeebecher an die Lippen gesetzt, ohne davon zu trinken. Falls man das Gebräu wirklich noch Kaffee nennen möchte, da es dank der beigesetzten Menge an Milch und Sirup nur mehr entfernt daran erinnert. Macadamia und weiße Schokolade. Sie hat den zuständigen Versorgungsoffizier erst überreden müssen, die beiden Sorten in den Bestand aufzunehmen. Es hat einige Besuche und innig bittende Blicke aus weitaufgerissenen Augen benötigt, aber letzten Endes hat er nachgegeben. Ziemlich sicher, so vermutet Aurelia, war das weniger ihrem charmanten Hundeblick, geschuldet als der Tatsache, dass der Mann sie einfach nur loswerden wollte. Die Ausgaben für den Sirup waren ihm dafür letztendlich wahrscheinlich nur als sehr kleiner Preis erschienen. Plötzlich fällt ein Schatten über den Tisch und Aurelia hebt überrascht den Kopf. „Hey“, ihre Augen leuchten sofort auf, als sie Sage erkennt und sie strahlt der anderen Frau ein unverfälschtes Willkommenslächeln entgegen, „Ja, ich habe mir auch wirklich Mühe gegeben, mich von meiner besten Seite zu zeigen. Ich hoffe, du bist nicht allzu enttäuscht, dass ich noch hier bin.“

Weil Sage noch am Abend des Tags von Aurelias Ankunft abgereist war, hatten sie sich seit der Führung über den Stützpunkt nicht mehr gesehen. Mit dem Rest des Teams hat sich die IT-Spezialistin in den vergangenen Tagen in eine Art sorgfältige, neutrale Routine eingelebt. Aurelia ist sich sehr wohl bewusst, dass sie bis auf Weiteres die Außenseiterin ist, der Neuling in einem perfekt funktionierenden Team. Aber das ist okay, denn obwohl sie noch nicht richtig dazu gehört (und wirklich, wie könnte sie das jetzt schon?), fühlt sie sich nicht ausgeschlossen. Sie ist von sich selbst überrascht, wie zurückhaltend sie sich bisher gibt, insbesondere bei Airs. Derart überrascht, dass sie sogar darüber nachgedacht hat, ob das die Art Respekt ist, von der alle immer ehrfürchtig sprechen. Diesen Gedanken hat sie jedoch schnell wieder verworfen, allein die Vorstellung findet sie abschreckend. Sie gehört nicht zu den Menschen, die glauben, dass man sich Respekt erst verdienen muss, sie glaubt fest daran, dass jeder Mensch Respekt von Anfang an verdient hat und nur in der Lage ist, ihn durch Handlungen oder Worte wieder zu verlieren. Sie glaubt aber auch daran, dass dieser Respekt nicht an einen Rang oder eine Position gebunden ist. Aber etwas an @Archibald Isaias Carter erinnert sie auf die bestmögliche Weise an ihren Bruder, sie kann es nicht wirklich benennen. Und natürlich hält sie das letzten Endes auch nicht davon ab, den Mund zu halten – es gehört einfach zu ihrem Wesen. Wenn sie zu viel schweigt, läuft etwas wirklich falsch.

Jetzt mustert sie Sage und schiebt das Macbook ein wenig zur Seite, über dessen Monitor eine Codereihe flackert. Die Marke des schlanken Laptops ist leicht am glatten, dunkelgrauen Gehäuse zu erkennen, obwohl ein Sticker in intensiven Farbtönen, changierend von Blau über Lila zu Pink, das verräterischen Apfel-Logo verdeckt. „Und?“, erkundigt sie sich neugierig, „Bist du zufrieden damit, wie die Tests der F-17 gelaufen sind? Ich meine, abgesehen natürlich von der Sache mit den Bremsen. Tut es noch sehr weh? Ich bin froh, dass du nicht schlimmer verletzt wurdest.“ Sie hat die Ergebnisse bereits heruntergeladen, vielleicht ein klein wenig vor der offiziellen Freigabe, aber von Sage zu hören, wie es sich angefühlt hatte, dieses Ding zu fliegen, war etwas vollkommen anderes. Vorsichtig nippt sie an ihrem Kaffee, verzieht enttäuscht das Gesicht. Er ist kalt geworden, wieder einmal, und sie stellt die Tasse ab. Dann kneift sie die Augen zusammen und beugt sich etwas über den Tisch nach vorne: Danke übrigens. Dieser Captain hat dafür gesorgt, dass irgendwie alle hier darauf zu bestehen scheinen, mich jetzt Doktor Vane zu nennen. Fühlt sich an, als wäre ich bei Emergency Room gelandet und nicht bei der Airforce.“ Tatsächlich hat die Begegnung auf dem Übungsplatz zumindest kleine Kreise gezogen. Bei aller Disziplin funktioniert der Flurfunk auch hier genauso gut wie irgendwo anders.


Sage Rhyett liebt es!
Sage Rhyett ist entzückt.
Sage Rhyett lacht sich kaputt.
Sage Rhyett hofft auf ein Wunder.
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#7

RE: Chain of Command or Chain of Souls? [Aurelia&Sage]

in Verschobene Plays 26.09.2019 13:55
von Sage Rhyett | 1.899 Beiträge | 3819 Punkte
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@Aurelia Vane

"Now that you are here. Well...please stay okay?"




Stille lag in der Kantine. Man konnte nur einige dumpfe Gespräche am Rande mithören, wenn man es denn überhaupt wollte. Sage Fokus lag jedoch auf etwas ganz anderem, auf niemandem geringeres als Dr. Vane. Die junge Frau, welche sie gerade beim herausgehen in einer der hinteren Ecken in letzter Sekunde noch erspäht hatte. Auch wenn sie die Brünett vor wenigen Tagen nur einmal zu Gesicht bekommen hatte, reichte dies aus um sie an ihren unverkennlichen dunklen Haaren erkenn zu können. Zumal konnte sie von ihrer Position aus sehen, dass sie mächtig in die tasten eines Laptops tippen musste. Es musste sich einfach um die Doktorin handeln, sonst würde der Major einen Besen fressen. Eigentlich wäre es ihr lieber gewesen sich zurück in ihr Quartier zu begeben. Sich eine Valium reinzuhauen und dann den verlorenen Schlaf der letzten Tage aufzuholen. Doch die Neugierde war größer. Sage wollte wissen, wie es ihr die letzten Tage so auf dem Stützpunkt ergangen war. Und ja...sie wollte sich mit ihr unterhalten. Ihre Art gefiel Sage auch wenn sie dies natürlich niemals offen vor ihr preisgeben würde. Sie brachte sie zum Schmunzeln mit ihren wirklich unangemessenen Sprüche. Sowas traf man hier bei der Air Force nicht an. Nicht in einer Welt die von Männern regiert wurde die jede Sekunde ausnutzen, um einen frauenfeindlichen Spruch in den Raum zu werfen. Sage war mit diesen Männern hier groß geworden. Sie kannte nichts anderes. Klar hier und da gab es auch mal Frauen, mit welchen sich die Brünette unterhalten konnte, doch diese hatten wohl die gleiche Mentalität wie sie selbst und wirklich amüsant waren diese nicht. So war Aurelia eine willkommene Abwechslung. Da Sage selbst kaum soziale Kontakte außerhalb ihres Teams oder der Basis pflegte, da ihr dafür einfach die Zeit fehlte, könnte sie den Augenblick mal etwas auszuschalten vielleicht nutzen.
Sich also von hinten an die zierliche Brünette geschlichen, setzte sich Sage zuerst kommentarlos ihr gegenüber auf den freien Stuhl hin. Dabei fiel ihr sofort die Rückseite ihres Laptops auf. Ein Sticker klebte dort, was wohl das Logo verdecken musste. Tat man dies in der heutigen Zeit?! Sage war eine Niete was das Internet und auch die ganze Technik und sozialen Medien anging. Sie besaß kein Facebook oder sonst irgendwelche Dinge wo die Leute ihre Zeit damit verschwendeten. Sie war Old School. Las Bücher oder ging einfach joggen wenn ihr dann mal langweilig war. Ihren dunklen Augen aber nun gehoben, um sich wirklich zu versichern, dass es sich bei der Frau um Aurelia handelte, stellte Sage den Kaffeebecher auf den Tisch ab, bevor sie sich nicht einen kecken Spruch nehmen konnte. Irgendwie mochte sie es die junge IT Expertin aufzuziehen. Es war von Anfang an so gewesen und genau das hatte sie so an ihr fasziniert.

"Enttäuscht?" Sage schüttelte den Kopf, bevor sie sich gelassen zurück in den Stuhl lehnte. "Erstaunt wohl eher." Ihre Lippen hoben sich zu einem schmalen schmunzeln. "Ein Wunder das die Basis noch steht." Zu dem Becher vor sich gegriffen nippte Sage ein bisschen davon bevor sie ihren Blick erwiderte und sogleich eine Augenbraue hochzog, als sie die Tests mit der F-17 ansprach. Woher konnte sie davon wissen? Hatte man sie bereits im Team darüber aufgeklärt? Sage musste stutzig in die Wäsche schauen und so räusperte sie sich. "Woher weißt du davon?" Kam es doch neugieriger von ihr als erwartet, zumal sie schon darüber informiert war das am Ende sogar was schiefgelaufen war. Klar sie konnte ihren Arm in der Schlinge ja nicht verbergen doch hatte sie nicht damit gerechnet, dass sie Bescheid wusste. "Die Bremsen entsprachen noch nicht der Norm." Sage zuckte mit den Achseln, bereute es aber sogleich wieder und verzog bei dem Stechen in ihrer Schulter die Mundwinkel. "Naja dafür war ich ja am Ende da um es zu testen." Schief grinsend musste Sage dann doch etwas lächeln als sie meine, man würde sie nun überall nur noch als Dr.Vane ansprechen. "Willkommen bei der Air Force. Hier haben Ränge mehr zu bedeuten als wohl bei diesem Emergency Room?"Sage hob fragend eine Augenbraue, hatte sie keine Ahnung von was sie da sprach. Handelte es sich um einen Film oder einer TV Serie? Sage sah kein Fern, von daher war sie da nicht wirklich auf dem Laufenden. Ja in diesem Moment hätte man sie wirklich wie eine Langweilerin beschreiben können die halb hinterm Mond lebte. "Hat Colonel Carter Ihnen noch den Rest des Stützpunktes gezeigt?" Wieder brach der Major Modus in ihr durch und sie wurde wieder ernster. Immerhin war sie neugierig. "Wurden Sie vom General nun als vollwertiges Mitglied im Team aufgenommen?" Ja Sage konnte manchmal auch ziemlich schnell zum Punkt kommen. Sie redete nicht gerne um den heißen Brei herum, schon gar nicht, wenn es um ihre Arbeit und um das Team ging. Würde sie Aurelia nun öfters sehen? Irgendwas in ihr wünschte es sich. Trotz des mächtigen Unterschiedes welches die beiden Frauen wohl offensichtlich an den Tag legten, hatte sie das Gefühl, das sie etwas verband. Sie wusste zwar noch nicht genau was es war, doch ihr Instinkt täuschte sie nur sehr selten.
"Würden Sie mich zu den Quartieren begleiten? Ich würde ja gerne noch ein wenig weiter quatschen aber ich bin fix und fertig." Sich mit der Hand über ihr müdes Gesicht gefahren, wartete die Brünette ab.




"THE LION AND THE TIGER MAY BE MORE POWERFUL, BUT THE WOLF DOESN'T PERFORM IN THE CIRCUS."


zuletzt bearbeitet 26.09.2019 14:01 | nach oben springen

#8

RE: Chain of Command or Chain of Souls? [Aurelia&Sage]

in Verschobene Plays 27.07.2020 11:38
von Last Survivor | 355 Beiträge | 429 Punkte
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Kolonie Einzelgänger

Hallo ihr Beiden
Spielt ihr hier noch weiter oder darf ich das Play archivieren?
@Aurelia Vane @Sage Rhyett


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