Storytime
Wir befinden uns im Herbst des Jahres 2017. Seit zwei Jahren wandeln sogenannte Zombies auf unserer Erde und machen den letzten Überlebenden das Leben schwer. Das Chaos verbreitete sich schleichend und so nahm der Tod immer mehr von den Lebenden mit sich. Die mit Kampfgeist, Stärke und vor allem Köpfchen, schafften es irgendwie all den Verlust und Schmerz zu verkraften und sich mit der neuen Welt "anzufreunden". Die einen sahen den Ausbruch der Seuche als Strafe, andere wiederum als Neuanfang. Jene, denen in ihrem früheren Leben nie etwas Gutes widerfahren war, ob sie nun selbst daran schuld waren oder der Einfluss anderer Menschen. Mittlerweile ist die Vergangenheit jedoch irrelevant geworden, im Anbetracht dessen, was einem jeden Tag aufs Neue bevorstand. Einige der letzten Überlebenden schlossen sich in Gruppen und Kolonien zusammen, um die Chancen aufs Überleben zu erhöhen und das Lebewesen Mensch zu bewahren. Doch nicht jede dieser Gruppen hat gute Absichten. Den mit dem Tod tat sich ein weiteres Hindernis auf. Misstrauen, Kampf und Krieg. Niemand vertraut dem anderen, selbst wenn er es unter Beweis stellt. Kämpfe wegen Konserven werden ausgetragen und Kriege geführt, weil man am Leben bleiben will. Ein Messer in der Brust eines Feindes als Zeichen des Überlebens...
Team
Date
WeatherDer Herbst ist in Washington eingezogen und macht den Überlebenden zuschaffen. Regenschauer, Stürme und kalte Winde ziehen durch die Straßen und Wälder, während der wandelnde Tod ungehindert weiter mordet. Wer überleben will, sollte sich warme Sachen anziehen und sich einen Unterschlupf suchen, sowie ein paar Konserven bunkern. Vielleicht wäre es sogar sicherer sich einer Kolonie anzuschließen? Doch bedenke, nach dem Herbst kommt der Winter.
NewsflashNeues Jahr neues Glück, neue Beißer. Wir kämpfen weiter gegen die Untoten doch nicht nur diese sind zur Quelle des Bösen geworden. Auch die Menschen sind zu einer großen Gefahr geworden. Die Mitglieder des Hotel Herrenhaus werden dies nun am eigenen Leib erfahren müssen, da das Hotel angegegriffen wird. Werden sie ihr zu Hause verteidigen können und wieso eilt der Güterhof ihnen nun zur Hilfe? - your Last Survivors Team, since March 2018 ♥
#1

Next Stop: Supermarket | 21. Okt. 2017 | Vormittag | George & Jersey | open

in Verschobene Plays 19.11.2019 02:40
von George Brantford (gelöscht)
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Das gewohnte Rattern des Transporters wurde ruhiger, bis die Bewegung unter meinen Beinen kaum noch wahrzunehmen war und Mickey sich zu mir und Penelope umdrehte. Stumm sahen die Blonde und ich uns an, immer wieder schmunzelnd, wenn Mickey versuchte ein Gespräch mit Ed zu beginnen. Mit einem genervten Brummen seinerseits lehnte er die eventuell aufkommende Konversation ab, da es ja immernoch vier weitere Ohren in diesem Wagen gab. Es wäre wirklich eine Schande, sollten wir erfahren, dass er doch in ganzen Sätzen reden konnte. Nicht, dass wir das schon längst wüssten. Ich verdrehte meine Augen und Penelope hielt sich die Hand vor den Mund um nicht laut loszulachen. "Wir haben beschlossen hier kurz Rast zu machen und die Karte zu studieren." Ich nickte dem Lockenkopf zu und formte anschließend, an Penelope gewannt, die Worte, 'Wir haben beschlossen..., was ihr nur ein weiteres Grinsen entlockte, gefolgt von einem leichten Stupser ihres Fußes gegen den Meinen.

Plötzlich öffneten sich die hinteren Türen und der grummelige Ed musterte uns argwöhnisch. "Was gibts da zu grinsen?", brummte er uns entgegen und kaute sich auf der Innenseite seiner Wange herum. Gerade, als ich meinen Mund öffntete um ihm zu antworten, rutschte Mickey vom Fahrersitz und hastete zu Ed nach hinten, die Karte in der Hand und schwenkend wie ein weißes Fähnchen. "Wir sollten schauen, welche Läden es hier in der Nähe gibt und vielleicht können wir noch etwas Brauchbares ergattern!" Einstimmig nickten wir. Penelope und ich rutschten an die Kante und ließen unsere Beine runterbaumeln, während Mickey auf den Beinen der Blondine die Karte ausbreitete. Nachdenklich sah ich ihr über die Schulter. "Auf Dauer funktioniert das nicht. Also natürlich können wir ganz Nordamerika bereisen und hoffen noch etwas zu finden, was lange haltbar ist, aber auch die ständige Suche nach Bezin ist mühselig. Ich will damit nur sagen, dass wir uns vielleicht einen abgelegenen Ort suchen sollten und..." Ich verstummte, denn im gleichen Moment stellte ich mir die Frage, ob ich mich mit diesen Leuten wirklich niederlassen wollte. Ich mochte sie, wusste ihre Gesellschaft sehr zu schätzen, aber für mich waren dies dennoch Fremde. Es war naiv von mir zu glauben eines Tages noch nach Hause kehren zu können und meine Eltern wiederzutreffen, aber ein kleiner Funke Hoffnung würde immer in mir leben, bis das Gegenteil bewiesen wurde.

"George hat Recht.", beendete Penelope die Stille und warf mir einen kurzen, freundlichen Blick zu. "Es wäre schön soetwas wie eine sichere Festung zu haben. Ein eigenes Heim nur für uns." Sie und Mickey waren wohl diejenigen, die am meisten an dieser Gruppe hingen und alles für einander geben würden. Für sie waren wir Familie und es war ein schönes Gefühl ein Teil der ihren zu sein. "Wir könnten ein Gewächshaus bauen, Regenwasser auffangen und jeder hätte womöglich sogar sein eigenes Zimmer." Ich warf Ed einen Blick zu und zu meiner Überraschung reagierte er darauf nicht genervt, sondern nickte zustimmend. Innerlich freute ich mich über seine Reaktion, doch mein Gesicht blieb ausdruckslos, bis ich mich vom Wagen abstieß und auf den fast leeren Parkplatz trat um mir die Beine zu vertreten.
Erst jetzt bekam ich mit, wie windig es draußen war und wie sich die Kälte in Washington ausbreitete. Unwillkürlich verschränkte ich meine Arme vor der Brust und drückte diese an meinen Körper, während mein Blick über die wenigen Autos ging und ich nach Untoten Ausschau hielt. Als ich zwei dieser reizenden Kreaturen entdeckte, wandte ich mich wieder dem Auto zu, griff nach dem Messer, was in einer Ecke lag und wies mit einer Handbermerkung in Richtung der Zombies. "Ich bin gleich wieder da." Auch wenn ich Teil dieser Absprache sein und mitentscheiden wollte, Sicherheit ging vor. "Ruf, wenn du Hilfe brauchst." Nach all den Monaten gefiel mir das Unschädlichmachen der einstigen Menschen zwar immer noch nicht, aber ich war geübt darin zumindest mit diesen zwei Exemplaren allein fertig zu werden.


zuletzt bearbeitet 20.11.2019 16:35 | nach oben springen

#2

RE: Next Stop: Supermarket | 21. Okt. 2017 | Vormittag | George & Jersey | open

in Verschobene Plays 20.11.2019 15:47
von Jersey (gelöscht)
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Wir waren schon früh am Morgen zu dritt aufgebrochen. Ich hatte nicht wirklich Lust raus zu gehen, obwohl ich sonst immer die erste war die sich freiwillig meldete. Meine Suche aber war beendet, wenn zunächst auch nur teilweise aber das immerhin mit einem glücklichen Ende. Jetzt hieß es der allgemeinen Pflicht nach kommen. Es wurde mit jedem Tag kälter und auch verregneter, so hatte es zumindest den Anschein. Wenn es erst schneien würde, würden auch die Ausflüge kürzer werden.

An der zerstörten Auffahrt einer Interstate hatte sich unser kleiner Trupp getrennt. Logan ging Richtung eines Baumarktes, Hailey in Richtung des alten Autohofes und ich in Richtung eines Supermarktes. Das waren die üblichen Orte wo man noch einzelne Überlebende antreffen konnte. Wirklich zu holen war dort schon lange nichts mehr, aber darum ging es uns auch nicht. Unser Ziel waren die kleinen, verstreuten und unorganisierten Gruppen. Ich war nicht stolz darauf, wusste ich doch selber nur zu gut wie es war einer solchen Gruppe in die Finger zu geraten. Aber Gesetze gab es schon lange nicht mehr. Es ging nur noch ums überleben, um das eigene Überleben. Vielleicht machte ich es mir zu einfach, vielleicht würde sich alles mit Zeke ändern… vielleicht auch nicht.

Ich hatte den Supermarkt betreten, schon aus dem Grund um mich vor dem kalten Wind zu schützen. Früher einmal habe ich den Winter geliebt. Hab mit meinen Brüdern Schneeball schlachten veranstaltet oder haben uns Iglus gebaut. Heute sah das anders aus. Der Supermarkt war schon ziemlich ausgeräumt. Unter den Regalen fand man vielleicht noch einige Dosen mit Konserven, die dem eiligen Plünderer hinunter gefallen waren. Aber das war gar nicht mein Ziel. Ich suchte Leben. Also echtes Leben. Vorzugsweise eine kleine Gruppe die so unvorsichtig war und hier ein Lager aufschlagen würde. Aber den Spuren nach zu urteilen war seid unserem letzten Besuch niemand mehr hier gewesen. Ich schaute mich um und legte auch eine kleine Pause ein, bis mich dann schließlich das Geräusch eines Motors aufschrecken ließ. Ich lugte vorsichtig über die Regale hinweg und hinaus aus dem verdeckten Schaufenster. Viel konnte ich nicht erkennen. Ein Wagen hatte draußen gehalten und drei – Nein es könnten auch vier sein, waren dumpf zu hören. Im Grunde genau das was ich suchte aber ob ich alleine eine Chance hatte? Ich war ja nur zum auskuntschaften hier. Und ein kleines Erfolgserlebnis würde mir gut tun, auch im Ansehen in der Kolonie. Es zählte nur die Leistung. Also versuchte ich mehr zu erkennen, hatte von hier drin aber nur wenig Aussicht auf Erfolg. Ich wollte auch sicher nicht warten bis die hier rein kamen. Dann waren meine Chancen noch geringer. Vielleicht würden sie hier lagern…

Ich schlich durch den Laden zum Seiten Ausgang. Vielleicht könnte ich von draußen mehr hören, ansonsten würde ich mich gleich auf dem Weg zu Interstate machen und die anderen Informieren. Ich versuchte möglichst leise die Tür zu öffnen. Ein leises quietschen war dennoch zu hören. Wesentlich lauter hingegen war hinter mir das Knacken der Eingangstor zu hören. Mit einer schnellen Bewegung schob ich mich hinaus in die kälte. Es waren Beißer in der Nähe. Nicht viele, vielleicht zwei oder drei. Also nur vereinzelte. Mein Plan war es Richtung Ecke zu schleichen und versuchen etwas mehr zu erkennen. Aber gerade als ich um die Ecke linsen wollte, stolperte ein Beißer rückwärts an mir vorbei und knallte auf den Boden. Instinktiv presste ich meinen Rücken gegen die kalte Wand und erkannte kurz darauf eine Gestalt die dem Untoten nun endgültig den Gar ausmachte. Ich erstarrte und rührte mich im ersten Moment keinen Millimeter. Vielleicht hätte mich die Gestalt gar nicht bemerkt. Sie drehte sich herum und wollte schon wieder gehen. Ein leises „George….?“ Kam mir überrascht über die Lippen. Ich kannte die Gestallt. Und ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet ihn überhaupt wieder zu sehen…

@George Brantford
(Ich hoffe es ist okay wenn ich reinspringe?


zuletzt bearbeitet 20.11.2019 16:35 | nach oben springen

#3

RE: Next Stop: Supermarket | 21. Okt. 2017 | Vormittag | George & Jersey | open

in Verschobene Plays 20.11.2019 17:30
von George Brantford (gelöscht)
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Einen Teil meiner Jugend musste ich an die Apokalypse abgeben, musste zulassen, dass sie mich beeinflusst und ein stetiger Begleiter meines Heranwachsens ist, aber als so traurig empfand ich das alles gar nicht. Natürlich fand ich es unerträglich nicht zu wissen, ob meine Familie noch lebte und ich würde auch nie Gefallen daran finden diese Dinger auszuschalten, aber diese Zeiten hatten aus mir keinen schlechten Menschen gemacht, vielleicht sogar einen besseren. Ich konnte einen Teil meiner Naivität ablegen, fand Menschen die ich sehr zu schätzen und mögen lernte und bekam sogar meinen ersten Kuss. Letzteres hat mich zwar nicht zu einem besseren Menschen gemacht, aber es war schön zu wissen, dass man trotz dem ganzen Chaos irgendwo noch ein eigenes Leben hatte mit all den Kleinigkeiten die dazugehörten. Das „Ruf, wenn du Hilfe brauchst.“, von Penelope riss mich aus meinen Gedanken und ich wandte mich noch einmal in ihre Richtung, um ihr mit einem Nicken zu signalisieren, dass ich das tun würde.

Den Griff des Messers fest umfasst, erledigte ich den ersten Untoten aus einem Schleichangriff, hinter einem der Autos heraus und versenkte die Klinge in dem weichen Schädel. Meine Züge waren emotionslos, der Ekel war mir schon längst nicht mehr anzusehen. Ich konnte mich noch gut an die Anfangszeit erinnern, als ich mich unwillkürlich, nachdem ich zugesehen habe, wie ein Untoten zusammensackte, übergab. Ich weiß nicht wie oft mir das passiert ist, aber vor weniger als zwei Jahren hat mein Magen sehr oft rebelliert. Eine Zeit, in der ich sehr dürr wurde, sogar bevor die Essensvorräte zur Neige gingen.
Sobald ich die Waffe aus dem Schädel des Untoten gezogen hatte, suchte ich den Platz nach dem Anderen ab, den ich zuvor gesichtet hatte. Er steuerte die Ecke eines Gebäudes an und so hastete ich ihm etwas zu eifrig hinterher. Aufgrund meiner etwas zu lauten Schritte, drehte sich der Zombie um und streckte die Arme nach mir aus. So konnte ich unmöglich mit dem Messer an seinen Schädel gelangen, also versetzte ich ihm einen ordentlichen Tritt in die Magengegend, woraufhin er nach hinten taumelte und letztendlich auf seinem verfaulten Hintern landete. Ich ergriff meine Chance und warf mich auf seinen Unterleib, um auch ihn anschließend unschädlich zu machen. Laut ausatmend strich ich die Klinge an seinen zerlumpten Sachen ab und stützte mich auf dem Asphalt ab, ehe ich wieder zu den Anderen zurückwollte. Doch dann drang eine mir bekannte Stimme an mein Ohr.

Ich versuchte die Stimme einem Gesicht zuzuordnen und als meine Erinnerungen fündig wurden, erblickte ich das Mädchen aber auch schon. „Jersey?“, fragte ich ebenso und betrachtete erstaunt das Mädchen vor mir. Es dauerte nicht lang und meine Lippen formten ein fröhliches Lächeln, denn im Grunde hatte ich den Lockenkopf wirklich gemocht. Unsere Begegnung hatte vielleicht nicht gut begonnen und der mittlere Teil verlief etwas holprig, aber dennoch fiel es mir nicht leicht sie am Ende gehen zu sehen. Sie war in meinem Alter und irgendwie vermisste ich den Kontakt zu gleichaltrigen. Es war lange her, dass ich mich wie ein Kind gefühlt hatte. Wie oft hatte ich von meiner Stiefschwester gehört, man solle sie nicht wie ein Kind behandeln und ihr alles verbieten.. Ich wäre verdammt froh, wenn mir meine Mutter jetzt vorschreiben würde, wann ich ins Bett zu gehen habe. Nur noch ein einziges Mal ihre Stimme hören. „Ich glaube ja fast, dass uns das Schicksal wieder zusammenführt.“, kam es grinsend von mir, als ich hinter mir Schritte vernahm und mich rasch umdrehte, auf der Hut nach einem weiteren Zombie. Doch statt solch einem, erblickte ich nur das eingefallene Gesicht von Ed. „Wo bleibst du, Junge? Ich habe ihnen gesagt, du kannst schon auf dich aufpassen und wenn dann rufst du nach uns, aber Mick u...“ Der ältere Mann verstummte und nun fiel sein grimmiger, skeptischer Blick auf Jersey. „Wer ist das?“ Als würde Jersey ihn nicht hören können und wäre nicht fähig zu sprechen, wandte er sich mir zu. „Sie ist in Ordnung, Ed.“, versuchte ich ihn zu beruhigen und klopfte ihm dennoch dankbar, dass er nach mir gesehen hatte, auf die Schulter. „Was machst du hier?“ Ich drehte mich wieder ins Jerseys Richtung, wobei ich mir nicht sicher war, ob ich die Antwort auf meine Frage wirklich hören wollte. Sie hatte mich mehrfach vor einem Teil von Washington gewarnt und sich selbst nie zu den guten Menschen gezählt, aber ich würde einen Teufel tun, dies Ed mitzuteilen. Für mich war sie ein guter Mensch und eigentlich war mir egal, was sie sonst so trieb, ich hatte ein Bild von ihr, was ich mir gerne bewahren wollte.

„Alles in Ordnung? Als Ed nicht wiederkam, wurde ich nervös und wollte selbst schauen, was los ist.“ Das Jagdgewehr unter dem Arm, kam die blonde Penelope auf uns zugeeilt und sah zwischen mir und dem grummeligen Alten hin und her, bis sie zwischen uns auf eine dritte Person aufmerksam wurde. Neugierig sah sie das Mädchen an, ehe sie sich zwischen uns durchdrängte und Jersey die Hand hinhielt. „Penelope.“, stellte sie sich freundlich vor, bis ihr Blick auf meine hochgezogene Braue fiel. „Störe ich irgendwie? Oder ist es falsch von mir noch ein wenig höfliches Benehmen an den Tag zu legen und mich vorzustellen?“ Ich hob abwehrend die Hände und zuckte anschließend mit den Schultern. „Vielleicht hat sie uns gerade gedroht, dass wir zwei Schafschützen im Nacken haben und wir gefälligst unser Zeug rausrücken sollen und du tänzelst hier dazwischen und willst dich mit dem Feind bekanntmachen.“, meinte ich amüsiert und zuckte erneut mit den Schultern, ehe eifrig die Hände hob. „Aber das ist nicht der Fall.“
„Nicht lustig, George.“ Wieder sah sie Jersey an, ehe Ed ihr gegen die Schulter stupste. „Hast du Mick echt alleine gelassen?“ Er war vielleicht kein komplett hoffnungsloser Fall, aber im Gegensatz zu uns, war er nicht sonderlich gut darin sich selbst zu verteidigen. Mickey war ein kluger Kopf und half auch in brenzligen Situationen, aber keiner von uns ließ ihn gerne aus den Augen.

@Jersey


zuletzt bearbeitet 20.11.2019 23:07 | nach oben springen

#4

RE: Next Stop: Supermarket | 21. Okt. 2017 | Vormittag | George & Jersey | open

in Verschobene Plays 21.11.2019 18:58
von Jersey (gelöscht)
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Ich hätte ja mit allem gerechnet, nur nicht damit, ausgerechnet heute auf George zu treffen. Oder überhaupt auf ihn zu treffen. Außer vielleicht als umherstreifender Beißer. Sicher kein schöner Gedanke. Ich dachte noch oft an unser aufeinander treffen und daran wie wir eine Nacht gemeinsam fest saßen. Über das was er sagte – wie er es sagte. Ich hielt ihn für den letzten guten Menschen auf der Welt. Und als solcher waren seine Überlebenschancen recht klein. Aber er schien gelernt zu haben, vielleicht hatten ihn die letzten Monate auch verändert. Die Art und Weise wie er dem Beißer den Gar aus machte…

Während mir die Überraschung ins Gesicht geschrieben stand, grinste George mich an. Schicksal? Ich hätte eher gesagt es war Dummheit. Ich bräuchte einen Moment doch dann machte ich einen Schritt auf ihn zu. Ich blickte ihn an als ob ich mich überzeugen musste das es wirklich er war.
„Was um alles machst du…“, weiter kam ich nicht als schon ein Kerl um die Ecke kam. Wie automatisch machte ich einen Schritt zurück und betrachtete den missmutig dreinschauenden Kerl. Den hatte ich hier noch nie gesehen, das Gesicht hätte ich mir bestimmt gemerkt. Wenigstens legte der Kerl nicht gleich ne Knarre auf mich an. Meine Flinte war nach wie vor ohne Munition und diente somit eher der Abschreckung als der effektiven Verteidigung. Ich schwieg und wechselte meinen Blick skeptisch zwischen George und Ed- Erst als George mich ansprach fixierte ich meinen Blick auf ihn.
„Was ich hier mache?“, kam es etwas überrascht über meine Lippen, „was zur…. Was machst du hier? Und wer ist der Typ?“. Die ganze Situation war mir nicht geheuer. Sicher ich kannte George, so gut wie man jemanden in dieser Zeit und in einer Nacht kennen lernen konnte. Bisher allerdings hatte ich angenommen er wäre alleine unterwegs. Und ich ging nicht davon aus das er mich angelogen hatte. Das ergab keinen Sinn.

Mein Blick wanderte noch mal zu Ed und musterte ihn. Was hatte George mit so einem Kerl zu tun? Und als ob das nicht schon genug wäre kam noch eine Lady dazu. Das erste was mir auffiel war das Gewehr unter ihrem Arm. Allerdings reagierte sie wesentlich freundlicher. In dieser Zeit nichts alltägliches, aber es erklärte vielleicht warum George bei diesen Leuten war. Sie reichte mir die Hand und auch wenn ich zunächst misstrauisch zögerte reichte ich ihr meine doch. „Jersey“, erwiderte ich ihre Vorstellung. Bei dem was George dann allerdings sagte, stockte mir der Atem und ich starrte ihn an. Selbst wenn er es scherzhaft rüberbrachte, so war es vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Wie automatisch ließ ich meinen Blick kurz wandern. Aber ich entdeckte erstmal niemanden. Und das war eigentlich gut. Ich meine die anderen waren mir egal, um George täte es mir allerdings Leid.
„Absolut nicht lustig“, stimmte ich der blonden Penelope zu. Es fiel noch ein Name, was meine Anfängliche Vermutung bestätigte, es waren vier Personen. Eine verdammte Zwickmühle. Im Prinzip waren sie leichte und alleine durch den Wagen lohnende Beute. Aber dann war da noch George, Erneut legte sich mein Blick auf ihn. „Die Karre sieht nicht nach Schulbus aus“, meinte ich und warf einen kurzen Blick auf seine Begleiter. „Was macht ihr hier?“. Fragend blickte ich auch zu George, ich hatte ihn vor diesem Teil der Stadt gewarnt. Erneut wanderte mein Blick ehe er sich wieder auf George legte. „Können wir reden? Unter vier Augen?“. Ich hatte einige Fragen, gerade zu seinen Begleitern. Und dann natürlich, was ihn genau hier her brachte…

@George Brantford


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#5

RE: Next Stop: Supermarket | 21. Okt. 2017 | Vormittag | George & Jersey | open

in Verschobene Plays 25.11.2019 00:01
von George Brantford (gelöscht)
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Keine Ahnung, was man in solch einer Situation tat, sich umarmen, die Hand schütteln oder eine High-Five geben, weil man immer noch am Leben war? Ich konnte mir aber keine richtigen Gedanken darüber machen, denn es war Ed, der in jenem Moment um die Ecke kam und Jersey mitten im Satz unterbrach. Ich konnte mir jedoch denken, was sie mich fragen wollte, denn es dämmerte mir, in welchem Teil von Washington wir uns aufhielten. Unmerklich zuckte ich mit den Schultern, während sich zwischen Jersey und dem alten Mann eine gewisse Angespanntheit ausbreitete.
Ich versuchte die Situation so locker wie möglich zu gestalten, doch als ich den Lockenkopf fragte, warum sie hier war, reagierte sie nur mit einer Gegenfrage. Irgendwie fühlte ich mich schuldig, dass ich hier war und meine Freude darüber sie wiedergetroffen zu haben, verflog mit den paar Worten, die hinzufügte. „Das ist Ed. Sie haben mich vor einiger Zeit aufgegabelt und du weißt ich bin kein sonderlich guter Einzelkämpfer.“ Nicht so wie du, wollte ich hinzufügen, doch hielt ich meine Klappe.

Ein Glück, dass Penelope zu dieser Unterhaltung dazustieß, denn sie war jemand, der Stille und jede Unannehmlichkeit in etwas Positives umwandeln konnte. Sie fand immer die richtigen Worte und wusste, was zu tun war, aber vielleicht war sie auch gar nicht so perfekt und ich sah sie durch die rosa-rote Brille. Dennoch musste ich schmunzeln, als die Blondine Jersey die Hand reichte und jene wieder ihren typisch skeptischen Blick auflegte. Dennoch stellte sie sich knapp vor und Penelope schüttelte mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen ihre Hand. Augenblicklich verharrte sie bei meinen Worten an Ort und stelle und ihre Augen suchten die Meinen, während mein Blick jedoch auf Jerseys Gesicht ruhte. Ich sah, wie ihre Augen erst mich anstarrten und dann die Umgebung abzusuchen begannen. Misstrauen wuchs in mir; eine wichtige Fähigkeit, die ich mir erst aneignen musste.
„Es tut mir ja leid.“, meinte ich und hob erneut meine Hände. Ich hatte nicht vor jemandem Angst zu machen oder gar zu verärgern. Jerseys weitere Fragen und ihre Bemerkung mit dem Schulbus, ließ nicht nur Ed eine Augenbraue hochziehen, sondern auch Penelope. „Ihr kennt euch also?“ Ed hatte mittlerweile eins und eins zusammengezählt und war schweigend darauf gekommen, dass Jersey und ich uns einst begegnet sein mussten, doch die Blondine kam erst jetzt auf diesen Gedanken. „Wir sind uns vor einigen Monaten über den Weg gelaufen. Das bedarf keiner längeren Erzählung.“, meinte ich und, zuckte mit den Schultern und sah zwischen Ed, Penelope und Jersey hin und her. „Ich komme gleich nach. Seht lieber nach Mickey.“ Zaghaft lächelte ich die beiden an, ehe ich das Messer in meiner Hand an meinem Gürtel befestigte und meine Hände in die Jackentaschen steckte. „Hat mich gefreut, Jersey.“ Penelope hob zum Abschied eine Hand, als hätte sie gar nicht vor Jersey zu fragen, ob sie mit ihnen kommen wolle, obwohl vor allem sie diejenige war, die offen auf Andere zuging. Ohne ein weiteres Wort gingen Ed und die Jägerstochter um die Ecke und vermutlich zu Mick zurück.
Ich wandte mich dem Lockenkopf zu und fing bereits an draufloszureden. „Ich wusste nicht, dass das dieses Gebiet ist, von dem du damals gesprochen hast. Ich habe es erst jetzt gemerkt. Wir wollten nur ein paar Vorräte sammeln, ehe wir weiterfahren.“, erklärte ich mich und sah sie dabei an. Doch was ich mich eigentlich fragte, wieso es sich diese Menschen - zu welchen Jersey sich da auch immer zählte - es sich erlaubten, ein Gebiet Washingtons ganz allein für sich zu beanspruchen.

@Jersey


zuletzt bearbeitet 25.11.2019 00:01 | nach oben springen

#6

RE: Next Stop: Supermarket | 21. Okt. 2017 | Vormittag | George & Jersey | open

in Verschobene Plays 08.12.2019 14:03
von Jersey (gelöscht)
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Ich traute diesem Ed nicht über den Weg. Vielleicht lag es daran das er ein grießgrämig dreinschauender Mann war. Selbst die Tatsache das George mit ihnen unterwegs war beruhigte mich nicht wirklich. Erst das Auftauchen der jungen Frau entspannte die Lage einigermaßen. Ihr traute ich zwar auch nicht wirklich über den Weg, aber sie war wesentlich offener und freundlicher.
Nein, George war alles andere als ein Einzelkämpfer, er hatte definitiv andere stärken. Wobei ich zugeben musste das er sich verändert hatte. Die gelassene Gleichgültigkeit mit denen er den beiden Beißern den Gar aus machte, war mir nicht entgangen. Und dabei wirkte er gar nicht wie der George den ich noch vor einigen Monaten kennen gelernt hatte. Irgendwie passte das alles nicht so recht zusammen.
"Ja wir kennen uns", meinte ich nur in knappen Ton und ließ meinen Blick dabei von Penelope zu Ed wandern und wieder zurück. George bestätigte es fast ebenso knapp und schickte die beiden zurück. Oder vielmehr deutete er dies an. Ich wollte mit ihm alleine reden. Ich hatte mehr als eine Frage. Ich nickte der Frau knapp zu: "Ja, mich auch". Wobei ich etwas ganz anderes dachte. Es würde sich noch zeigen wie sehr es sie wirklich freuen sollte das ich hier war. Scheiße wenn die bescheid wüssten… ich wette dieser Ed hätte mir gleich eine Kugel zwischen die Augen gejagt. Ich folgte ihnen mit meinem Blick als sie sich entfernten, entspannte mich aber kaum. Ehe ich meinen Blick wieder auf George legte, ließ ich ihn noch einmal wandern.
"Und was hab ich dir gesagt verdammt?", fuhr ich ihn gleich darauf mit gepresster Stimme an. Ich meinte es nicht mal wirklich böse. Ich konnte ihn sogar wirklich gut leiden. Vielleicht auch weil ich ihn ihm etwas sah was ich bereits verloren glaubte. Wenn er der wirklich letzte gute Mensch war, dann durfte er nicht einfach so… Scheiße. Ich atmete tief durch und machte einen Schritt näher auf ihn zu. "Wer sind die Leute? Bist du freiwillig bei ihnen?", fragte ich in wesentlich ruhigerem und vor allem mit freundlicherem Blick. Ich überlegte und auch wenn ich wusste das er niemals zustimmen würde, musste ich es ihm anbieten. Ich wollte mir nicht vorwerfen es nicht versucht zu haben.
"Du kannst mit mir kommen. Ich bringe dich hier raus…", dabei schaute ich kurz in die Richtung der anderen und mein Blick sagte wohl alles. Ich fühlte mich schlecht. Seit langem fühlte ich mich wieder schlecht. Ich würde die drei einfach drauf gehen lassen. Aber ich sprach es nicht aus. Ich schämte mich für meine Gedanken. Aber das war einfach die Welt von heute, oder? Auch wenn George sich wahrscheinlich noch immer gegen all diese Gewalt stellen würde.
Ich fuhr mir etwas durch die Haare und ließ meinen Blick ein weiteres mal kurz wandern. "Ich bin froh das es dir gut geht", meinte ich leise und atmete abermals durch.

@George Brantford
Sorry fürs warten


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#7

RE: Next Stop: Supermarket | 21. Okt. 2017 | Vormittag | George & Jersey | open

in Verschobene Plays 24.01.2020 16:46
von George Brantford (gelöscht)
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Die Anspannung fiel von mir, als Ed und Penelope um die Ecke verschwanden und ich mit Jersey allein war. Die Beiden waren mir nicht unangenehm, nur die Erklärung, wie ich wen kennengelernt hatte und unter welchen Umständen. Ich mochte Jersey und genau aus diesem Grund würde ich den Anderen nie verraten, wie der Lockenkopf mich eines Tages gefesselt hatte. Ich bereute diesen Gedanken auch nicht, als sie mich plötzlich anfuhr, doch empfand ich das seltene Gefühl von Wut, wohl bewusst, dass Jersey gut darin war es in mir hervorzurufen. „Ich habe dich damals verstanden. Ich habe deine Warnung wahrgenommen, aber all das hier gehört niemandem mehr. Als ob diese Welt nicht schon kaputt genug wäre, gibt es jetzt noch Leute, die sich Bezirke unter den Nagel reißen wollen?!“, antwortete ich mit einem belustigten Zischen, war jedoch kein bisschen amüsiert über diesen Sachverhalt. Mit hochgezogener Braue, sah ich zu, wie sie einen Schritt auf mich zutat und befürchtete schon, sie würde mich im nächsten Moment wieder fesseln oder mir eine Verpassen, damit ich zur Besinnung kam. Allerdings erkannte ich in ihrem Blick etwas weiches, soetwas wie Sorge. „Ja, ich bin freiwillig und sehr gerne bei ihnen.“ Und das stimmte, denn ich hatte mich sehr an ihre Gesellschaft gewohnt und sie zu schätzen gelernt. Ich bevorzugte zwar die Zeit, die ich für mich allein hatte, doch waren sie die Sorte guter Menschen, die alles für mich tun würden und ich auch für sie.
„Was?“, war das erste dumme Geräusch, was ich wieder von mir gab, als ich ihre letzten Worte vernommen hatte. Mir taten sich unheimlich viele Fragen auf, vor allem, warum sie dachte, ich würde ihr allein folgen. Mein Gesicht nahm Züge an, die ich selbst nie an mir gesehen hatte. „Was willst du damit sagen? Du bringst mich hier raus? Wo raus? Und wieso nur mich? Warum glaubst du eigentlich, ich würde dir vertrauen? Oder meine Freunde im Stich lassen.“ Ich glaubte immer noch an das Gute in Jersey und damit, dass sie mich hier wegbringen wollte, bewies sie mir, dass sie kein schlechter Mensch war, doch hatte ich eine engere Bindung zu meinen Begleitern, ganz davon abgesehen, dass diese mich noch nie gefesselt hatten. „Niemand zwingt dich Teil von diesem Irgendwas zu sein, was du mir nicht verraten kannst. Niemand hat dich dazu gezwungen mich mit einer Schrotflinte zu bedrohen. Und niemand hat dich davon abgehalten mit mir zu kommen.“ Ich schluckte schwer, wirkte jedoch eher aufgebracht, als enttäuscht. „Niemand, außer dir selbst.“ Ich verurteilte niemanden, aber ich wollte ihr klarmachen, dass sie die Wahl hatte und immer haben würde. Wir konnten uns immer entscheiden und auch wenn es noch so schwer fiel, den richtigen Weg zu gehen, so wussten wir dennoch, was falsch war. „Mach was du willst, aber zieh meine Freunde da nicht mit rein.“ Diesmal klangen meine Worte sanfter und ich sah sie auch längst nicht mehr so wütend an, wie zuvor. Jersey wirkte angespannt, besorgt und irgendwie auch verzweifelt, wie sie sich eifrig durch die Haare fuhr. Ich bekam nur ein halbherziges Lächeln zustande, als sie sagte, dass sie froh sei zu sehen, dass es mir gut geht. „Ich bin auch froh, dass dir nichts passiert ist.“ Eigentlich hätte ich versucht Jersey davon zu überzeugen mit mir zu kommen, doch ich wusste damit würde ich keinen Erfolg haben. Und selbst wenn, ich kannte sie nicht gut genug, durfte sie womöglich nicht mal eine Freundin nennen, aber dennoch hatte ich sie unheimlich gern. Ja, obwohl sie mich in den Wahnsinn trieb, schon wieder...

@Jersey
Jetzt muss ich mich entschuldigen. Sorry fürs Warten.


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