Storytime
Wir befinden uns im Herbst des Jahres 2017. Seit zwei Jahren wandeln sogenannte Zombies auf unserer Erde und machen den letzten Überlebenden das Leben schwer. Das Chaos verbreitete sich schleichend und so nahm der Tod immer mehr von den Lebenden mit sich. Die mit Kampfgeist, Stärke und vor allem Köpfchen, schafften es irgendwie all den Verlust und Schmerz zu verkraften und sich mit der neuen Welt "anzufreunden". Die einen sahen den Ausbruch der Seuche als Strafe, andere wiederum als Neuanfang. Jene, denen in ihrem früheren Leben nie etwas Gutes widerfahren war, ob sie nun selbst daran schuld waren oder der Einfluss anderer Menschen. Mittlerweile ist die Vergangenheit jedoch irrelevant geworden, im Anbetracht dessen, was einem jeden Tag aufs Neue bevorstand. Einige der letzten Überlebenden schlossen sich in Gruppen und Kolonien zusammen, um die Chancen aufs Überleben zu erhöhen und das Lebewesen Mensch zu bewahren. Doch nicht jede dieser Gruppen hat gute Absichten. Den mit dem Tod tat sich ein weiteres Hindernis auf. Misstrauen, Kampf und Krieg. Niemand vertraut dem anderen, selbst wenn er es unter Beweis stellt. Kämpfe wegen Konserven werden ausgetragen und Kriege geführt, weil man am Leben bleiben will. Ein Messer in der Brust eines Feindes als Zeichen des Überlebens...
Team
Date
WeatherDer Herbst ist in Washington eingezogen und macht den Überlebenden zuschaffen. Regenschauer, Stürme und kalte Winde ziehen durch die Straßen und Wälder, während der wandelnde Tod ungehindert weiter mordet. Wer überleben will, sollte sich warme Sachen anziehen und sich einen Unterschlupf suchen, sowie ein paar Konserven bunkern. Vielleicht wäre es sogar sicherer sich einer Kolonie anzuschließen? Doch bedenke, nach dem Herbst kommt der Winter.
NewsflashNeues Jahr neues Glück, neue Beißer. Wir kämpfen weiter gegen die Untoten doch nicht nur diese sind zur Quelle des Bösen geworden. Auch die Menschen sind zu einer großen Gefahr geworden. Die Mitglieder des Hotel Herrenhaus werden dies nun am eigenen Leib erfahren müssen, da das Hotel angegegriffen wird. Werden sie ihr zu Hause verteidigen können und wieso eilt der Güterhof ihnen nun zur Hilfe? - your Last Survivors Team, since March 2018 ♥

#1

Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 01.04.2019 01:39
von Adelaide Roux | 356 Beiträge | 907 Punkte
avatar
Kolonie Traitors

»Wir schreiben den 28. Februar 2015. Es ist Winter. Das schreckt die Beißer aber nicht ab. Vielleicht kommt ja bald noch einer mit einer Weihnachtsmütze...«




Adelaide war mit einer kleinen Vierergruppe unterwegs und ihre Analysen alarmierten sie immer wieder, sich was besseres zu suchen, aber war sie dafür überhaupt stark genug? Sie fühlte sich in letzter Zeit nicht mehr so selbstsicher. Ihre blöden Mitreisenden waren total sexistisch und gruben sie oftmals an. Adelaide musste schon oftmals mit ihrem Katana drohen. Da würde sie ja lieber mit einem Untoten leben, aber so einfach war es nun mal nicht. Oftmals wünschte sie sich einfach nur eine sanfte Hand auf ihrer Wange, die ihr Hoffnung gab. Schon lange hatte sie schon darüber nachgedacht. Ihr erstes und bislang letztes Mal lag auch schon über zehn Jahr zurück. Gefühllos war es gewesen. Einfach so stumpf, aber was erwartete man auch von Männern. War überhaupt schon ein Wunder, dass jemand mit ihr ins Bett gestiegen war. Adelaide hatte ein großes Mundwerk und sagte so ziemlich immer ihre Meinung. Sie konnte eine ziemliche Besserwisserin sein, was ihr oftmals Hohn einbrachte.


Nun saß sie aber einfach auf einen Baumstumpf in beträchtlicher Entfernung zu ihrem Lager und las einen gutes Buch. Es ging um die verschiedensten Naturphänomenen, wie den Polarlichtern. Sie genoss die Ruhe und vertiefte sich zu sehr in das Buch. Dass Beißer auftauchen könnten, hatte sie vergessen. Und so, wie es kommen musste, kam es auch. Angelockt vom Hämmern eines Kuckucks auf einen Baum, kamen nun fünf Beißer auf die schwarzhaarige Frau zu. Adelaide schrak zusammen und fiel vom Baumstumpf, als eine verweste Fingerspitze in ihrem Blickfeld auftauchte. Adelaide schrie und rappelte sich wieder auf. Sie zog ihren Katana aus der Scheide und schlug einem von den wandelnden Leichen den Kopf ab. Nun sah sie sich kurz um und sah mit Entsetzen, dass sie umzingelt wurde. Angelockt von ihrem Schrei, humpelten jetzt weitere sechs Zombies von hinten und von der Seite auf sie zu. Die Frankokanadierin sah ihrem Ende ins Auge, so plötzlich es auch kam. Sie war echt dumm gewesen, nicht aufgepasst zu haben. Tränen rannen ihr die Wangen hinunter. Ihr Wille war ungebrochen. Sie schwang ihren Katana und streckte vier Zombies nieder. Nur noch sechs. Sie waren jetzt nur noch zwei Meter von ihr entfernt. Sie schlug nun eine Schneise zwischen den Zombies und rannte Richtung Lager. Adelaide kam aber nicht weit. Als sie über herumliegende Baumstämme sprang, krachte sie mit dem rechten Bein in einen Erdspalt und bekam es nicht mehr raus. Sie zog und zog, aber nichts rührte sich. "HILFE! BITTE! HÖRT MICH DOCH JEMAND! BITTE!". Weitere Tränen rannen ihr über die Wangen, während die Untoten geräuschvoll in ihre Richtung kamen. Sie wollte nicht sterben...

@Talea Fraser


• With the attitude of a godess •


• Don't mess with a godess •


Talea Fraser ist entzückt.
Talea Fraser wirft dich in die Arena der Humming Wolves.
zuletzt bearbeitet 01.04.2019 01:42 | nach oben springen

#2

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 01.04.2019 14:50
von Talea Fraser | 258 Beiträge | 659 Punkte
avatar
Kolonie Einzelgänger

@Adelaide Roux

Drei Tage waren vergangen, seit meine Gruppe auf brutale Art und Weise niedergemetzelt wurde. Drei Tage auf der Flucht, gemeinsam mit Dave, dem sechsundvierzig jährigen Soldaten und Allie, dem vierzehnjährigen Mädchen, welches bei diesem Barbarischen Hinterhalt ihren Vater und damit das letzte Familienmitglied verlor. Unsere Bäuche waren leer, unsere Füße von dem langen Marsch wund. Gestern ließen wir uns in einem verlassenen Bauernhaus nieder, weit ab von den größeren Gebieten. Allie befand sich in einem tiefen, posttraumatischem Trauma. Ein durchdringen zu dem kleinen Blonden Mädchen war unmöglich. Sie wandelte hinter uns her, als wären ihre Beine die einzigen die sich in ihrem Nervensystem nicht abgeschaltet hatten. Doch was erwartete man auch von einem so jungen Mädchen, in dieser Brutalen neuen Welt? Die größte und aktuellste Furcht sollten die Walker sein, wie wir sie mittlerweile nannten. Doch stattdessen waren es die Gesunden gewesen, die uns das Messer in den Rücken rammten. Eine Tatsache, die sich noch immer nicht in meinem Verstand nieder lassen wollte. Anstatt sich gegen die Walker zusammen zu schließen, einander zu helfen und eine Einheit zu bilden, werden gleichgesinnte Kaltblütig ermordet. doch was habe ich eigentlich erwartet. Vor dem Ausbruch waren die Menschen nicht anders.

Während Dave vor dem Bauernhaus Patrouille hielt, schnappte ich mir Pfeil und Bogen, mit denen ich die letzten Monate ausschließlich gearbeitet hatte, und zog los um nach etwas Essbarem zu suchen. Der Wald war so still, so unendlich still. Ich erinnerte mich an die etlichen Entdeckungstouren, die ich damals mit Malia in den umliegenden Wäldern unternommen hatte. Ich weiß noch genau wie aufgeregt wir waren, wenn wir mal ein Eichhörnchen oder gar ein Reh zu Gesicht bekamen. Wie wunderbar und frei es sich doch angefühlt hatte, durch die Geäste zu wandern, den Vögeln und weiteren Geräuschen der Natur zu lauschen, einfach nur weil wir es mochten. Und jetzt war da gar nichts mehr. Das einzige, zu vernehmende Geräusch waren die knackenden Äste unter meinen Füßen und mein Atem, den ich zu kontrollieren wusste. Ich schlich mich zwischen den großen Tannen umher und behielt meine Umgebung genau im Auge. Es verging sicherlich eine Stunde, in der ich mich bereits viel zu weit Weg von unserem Unterschlupf aufhielt, als mein rechtes Ohr ein auffälliges Geräusch vernahm. Sofort ging ich in die Knie und versuchte die Herkunft des Knisterns aus zu machen, als auch schon ein Hase in mein Blickfeld wanderte. Mein Augen wurden groß und mein Puls flog in die Höhe, während ich mich sofort geräuschlos näherte und einen Pfeil aus meinem Köcher holte. Ich sog die Luft ein, hielt den Atem an und spannte den Bogen. Der Winkel war perfekt, der Treffer schon beinahe Gewiss. Doch gerade als ich den Pfeil fliegen lassen wollte, hallte ein Schrei durch den Wald. Der Pfeil löste sich, doch der Hase war längst vor Schreck geflüchtet. Innerlich tobte ich regelrecht. Meine, unsere erstmalige und einzige Chance auf etwas wahrhaftig Essbarem, nach drei Tagen ohne fester Nahrung. Mein erster Instinkt galt nun allerdings der Flucht. Ich konnte den Schrei nicht identifizieren, was nur bedeuten konnte das er zu einer fremden Person gehören musste. Und seit dem Vorfall bedeuten Fremde für mich eine ebenso große Gefahr wie Untote. Ich wollte gerade umkehren, entschlossen und vorsichtig, als ich die lauten Rufe einer Frau vernahm. Ich hielt inne und presste die Lippen aufeinander. Es ist nicht dein Problem, wiederholte ich mir immer wieder, doch ich konnte es nicht. Also drehte ich um und rannte über den unebenen Boden, folgte den Rufen, mit gespanntem Bogen. Es dauerte nicht lang, bis ich die Walker entdeckte, während ich von einer Lichtung aus auf diese herunter schauen konnte. Sie scharrten sich gezielt im Kreis. Sechs an der Zahl, wie ich von hier aus zählen konnte. Einige lagen bereits niedergestreckt einige Meter weiter weg. Einer der Walker zog etwas nach links, wodurch ich die Frau entdecken konnte. Augenscheinlich steckte sie fest und ein Walker hatte die Hilflose Schwarzhaarige beinahe erreicht. Noch immer haderte ich mit mir, doch dann stieß ich einen Pfiff aus. Noch bevor die Biester sich nach mir umdrehen konnten, steckte einem bereits ein Pfeil im Hinterkopf.
»Das nächste mal schreist du am besten noch lauter, damit du gleich alle Beißer aus dem ganzen Umkreis zu dir einladen kannst.«Rief ich ihr zu, als auch der nächste Pfeil folgte und mein nächstes Ziel damit mitten zwischen die Augen traf. Als ich gerade den dritten Pfeil einspannte, gab der matschige Boden unter mir nach. Ich verlor den Halt und stürzte die kleine Beuge hinunter. Es war bereits zu spät, als ich den Bogen einspannen wollte. Einer der beiden übrig gebliebenen hatte mich beinahe erreicht. Ich wich gerade noch rechtzeitig aus, eilte zu der Frau und schnappte mir ihr Katana, welches direkt bei ihr lag. Mich überraschte das Gewichte des Schwertes, weswegen der erste Hieb auch lediglich einen Arm von der sabbernden Erscheinung trennte. Doch der zweite Schlag saß besser, wodurch der Walker zumindest seinen halben Kopf verlor. Doch das reichte bereits um diesen den Gar aus zu machen. Der letzte hatte sich erneut in Bewegung gesetzt um die wehrlose Frau zu erreichen. Der Abstand war groß genug, um ihm meinen vorletzten Pfeil in den Hinterkopf zu schießen, wodurch er ziemlich ungünstig nach vorn kippte und auf die Frau fiel. Ich scharrte ihr Schwert mit einem Fuß aus ihrer Reichweite und zielte mit meinem letzten Pfeil auf ihre Stirn, während sich unsere Augen das erste mal trafen. »Lass mich nicht bereuen, dein Leben gerettet zu haben.« Sprach ich deutlich aus, mit einem über gesundem Maß an Misstrauen. »Woher kommst du, mit wie vielen Leuten bist du hier und warum kam dir keiner von denen zur Hilfe.« Forderte ich mehr, als ich fragte. Das sie allein leben konnte, kam mir in diesem Moment nicht in den Sinn. Doch woher konnte ich schon wissen, dass diese Frau nicht zu der Gruppe gehörte, die vor einigen Tagen Acht Mensch getötet hatten, darunter zwei Kinder und vier der älteren Generation. Und auch wenn dem nicht so war, wer weiß zu wem sie gehörte und was sie war. Auch wenn mir ihr Verhalten einiges zu offenbaren vermochte, was auf keine der besagten Optionen zu traf.





Adelaide Roux knutscht es ab.
zuletzt bearbeitet 01.04.2019 15:24 | nach oben springen

#3

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 01.04.2019 21:41
von Adelaide Roux | 356 Beiträge | 907 Punkte
avatar
Kolonie Traitors

Adelaide keuchte, als der erste Untote zu Boden fiel. Aus seinem Hinterkopf ragte ein Pfeil. Die schwarzhaarige Adelaide griff nach ihrem Katana, aber konnte diesen nicht erreichen. Die Walker fielen jetzt nacheinander um. Nach dem ersten Schuss hatte eine mir unbekannte Stimme etwas gerufen, aber es gab gerade wichtigere Dinge. Während weitere Viecher umfielen, näherte sich ihr einer bis er fast bei ihr war. Adelaide atmete nun schnell und panisch. Sie versuchte weiter, ihr Bein aus dem Spalt zu ziehen und es lockerte sich dieses Mal wirklich. Sie zog sich aus dem Spalt und bekam einen Walker voll ins Gesicht. Sie reagierte blitzschnell und schüttelte ihn von sich. Er rührte sich nicht. Er war Geschichte. Adelaides Puls war immer noch auf hundertachtzig, aber sank nun wieder. Ihr Brustkorb erhob sich rasch und sank auch dementsprechend schnell wieder. Nun sah sie ihrer Retterin ins Gesicht. Sie blieb liegen. Ihre Beine taten weh. Stumm beobachtete sie die junge Frau und hörte aufmerksam zu. Adelaides hellbraunen Augen trafen ihre haselnussbraunen. Sie schüttelte bei ihren ersten Worten den Kopf. "Warum sollte ich meiner Retterin in den Rücken fallen? Wegen dir lebe ich noch." . Den gespannten und auf mich gerichteten Bogen schüchterten mich kaum ein. Die meiste Angst hatte sie mir ja schon mit dem ersten Satz genommen. Als sie mich nach meiner Gruppe ausfragten, ließ ich den Blick sinken. "Die drei Menschen, mit denen ich zusammen bin,würde es wahrscheinlich nicht interessieren, wenn mir was passiert wäre. Sind unangenehme Männer. Geh ihnen lieber aus dem Weg,sonst meinen die noch, die könnten dich vergewaltigen...". Wie gerne würde sie sich von ihnen loseisen...aber sie würde dann mit großer Wahrscheinlichkeit abkratzen. Vorräte hatten sie sehr viele. Sehr viele Flaschen Wasser, Konservendosen und Fleisch. Die Drei konnten gute Fallen stellen. Adelaide wandte sich wieder der dunkelbraunhaarigen Dame zu und rappelte sich auf. Sie griff sich vorsichtig Ihren Katana und ließ ihn wieder in die Scheide gleiten. Die Schwarzhaarige ging nun auf die Fremde zu und umarmte sie unter Tränen. "Ich dachte, es wäre aus mit mir. Wie kann ich dir ja danken?". Sie drückte sie fester. Wie lange sie nicht mehr mit weiblichen Menschen gesprochen hatte. Und nun hatte sie eine Frau gerettet. Nebenbei musterte Addy die junge Unbekannte, aber nur flüchtig. Sie wollte sie am Liebsten nie wieder loslassen und hoffte auf jeden Fall, dass sie sich revanchieren konnte, indem sie ihr im Gegenzug half.

@Talea Fraser


• With the attitude of a godess •


• Don't mess with a godess •


Talea Fraser findet das gut.
Talea Fraser ist entzückt.
nach oben springen

#4

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 02.04.2019 00:09
von Talea Fraser | 258 Beiträge | 659 Punkte
avatar
Kolonie Einzelgänger

@Adelaide Roux

Meine Augen auf die mir unbekannte Frau gerichtet, horchte ich genau in den Wald hinein, mit der Sorge noch weitere Walker angelockt haben zu können, doch ich konnte keine Geräusche ausmachen, außer die beschleunigten Atmungen, von mir und der Schwarzhaarigen. Ich senkte den noch immer gespannten Bogen gen Boden, da ich meine Arme nicht länger oben halten konnte und mittlerweile nicht mehr so stark davon ausging, dass mir in Anwesenheit dieser leichtsinnigen Dame, Gefahr drohte. Ich trat einige Schritte zurück, damit sie ihr Katana aufheben konnte, ließ meinen Blick jedoch keine Sekunde von ihr weichen. Wenn ich eines in meinem Leben gelernt hatte, dann war es; Vorsicht ist besser als Nachsicht! - Sowohl vor dem Ausbruch, als auch danach. In meinem Studium habe ich gelernt, dass man seinen gegenüber nicht immer zu hundert Prozent korrekt einstufen konnte. Vor allem bei Personen mit multiplen Persönlichkeitsstörungen. Und diese gab es laut einer Studie häufiger, als wir erahnen können. Dabei sagt die Körpersprache viel über jemanden aus. Und meine Gegenüber strahlte Verunsicherung, wie auch Dankbarkeit und Verzweiflung aus. Dabei sprachen ihre Augen, ihre ganz eigene Sprache. »Das solltest du nicht mich fragen. Das solltest du die Bastarde fragen, die vor drei Tagen meine Gruppe ausgerottet haben. Es waren Acht gesunde Menschen, um genau zu sein.« Verriet ich, um sehen zu können ob sich bei diesen Worten etwas in ihr regte, doch das tat es nicht. Ihre Worte hinterließen ein Gefühl von Mitleid in meinem Inneren. Ich steckte meinen letzten Pfeil in den Köcher zurück und warf mir den Bogen über die Schulter. Im nächsten Moment zog ich auch schon die Pfeile aus den Toten Beißern und sah welche noch verwendbar waren und welche nicht, während ich weiter sprach. »Lieber würde ich den Versuch wagen mich allein herum zu schlagen, als mich mit solchen Widerlingen abzugeben. Willst du wirklich darauf warten Vergewaltigt zu werden? Denkst du, danach würde es sich besser leben als Lebendig zu sein?« Fragte ich sie mit offenen Worten, als sie mich auch schon mit einer Umarmung völlig überrumpelte. Ich stand einfach nur Steif da und spannte jeden Muskel an. Wartete darauf, dass es vorbei ging, doch sie ließ und ließ nicht los. Auch wenn ich davon ausging das sie Älter war als ich, kam sie mir so viel unschuldiger und unwissend vor. Ich löste mich Sanft aus ihrer Umarmung und hielt sie an den Schultern fest. »Ist ja schon gut. Gern geschehen, oder so. Aber bitte mach sowas nicht noch mal, okay? Ich.. ich bin nicht gerade jemand, der für sowas geeignet ist.« Stotterte ich etwas herum, da mir die Situation gänzlich unangenehm war. »Du kannst mir danken indem du dir für die Zukunft merkst, nicht so leichtsinnig zu sein. Nicht jeder ist darauf aus, dir zur Hilfe zur Eilen. Und ich kann nicht immer gerade zufällig in deiner Nähe sein, um dir den Arsch zu retten.« Lachte ich erschöpft, während ich zwei weitere Pfeile zurück in meinen Köcher befördern konnte. Einer der Pfeile war bedauerlicherweise abgebrochen, bei dem Versuch ihn einem stinkenden Walker aus der Schädeldecke zu ziehen.





Corrin Dempsey knutscht es ab.
zuletzt bearbeitet 02.04.2019 00:10 | nach oben springen

#5

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 02.04.2019 21:40
von Adelaide Roux | 356 Beiträge | 907 Punkte
avatar
Kolonie Traitors

So wie sie Adelaide anstarrte, konnte man meinen, dass sie etwas labil war. Adelaide wusste es aber besser. Aus ihrer Gegenüber sprach offensichtliches Misstrauen und die natürliche Vorsicht. Als sie das mit ihrer Gruppe erzählte, wurden Addys Augen groß. "Es tut mir so leid für dich...", sagte sie, während sie auf Talea zuging. Die Frau schien sehr verloren zu sein. Aber wer war Adelaide, das zu beurteilen? Als Talea Adelaides Aussage über ihre Gruppe auffing und weiter darüber sprach, sprach sie ruhig, während sie Talea in ihre Arme schloss: "Ich möchte nicht sterben. Und außerdem hätte ich sie aufgeschlitzt, hätten sie mich einmal am Arsch angefasst. Und entschuldige, dass ich dich so umarme. Ich weiß einfach nicht mehr, wie lange ich mit einer Frau sprechen konnte.". Tränen kullerten ihr aus den Augen. "Könnte ich diese Gruppe doch nur verlassen. Ich weiß, das ist in deiner Situation nicht so angebracht. Schließlich hast du ja Gruppenmitglieder verloren.". Als Talea sich aus der Umarmung löste und ihr sagte, dass sie das nie mehr machen sollte, lachte Adelaide und lächelte feucht. Sie nickte zudem und sah dann zu Boden, als Talea, wie so viele, Adelaide gefühlt für komplett naiv hielt. Sie war taffe, als sie sich oftmals verhielt. Gefühle zu verbergen, war einer ihrer Schwächen,obwohl man es auch als Stärke deuten konnte. Sie hatte schon ein Dutzend Nicht-Infizierte mit dem Katana niedergestreckt. Alle wollten ihr oder ihrer Gruppe etwas antun oder wegnehmen. Nun kehrte Adelaide aber aus ihren Gedanken zurück und half Talea, ihre Pfeile zu bergen. Sie zog die restlichen vier aus den Köpfen der Zombies und übergab sie Talea. Die Schwarzhaarige nahm dabei Taleas Hände in ihre und sah auf diese. "Deine Hände sind ja eisig.". Adelaide lächelte und ließ ihre Hände los, obwohl diese Gänsehaut ihr so gefiel. Sie war gespannt, ob Talea nun wieder verschwinden würde. Die junge Frankokanadierin würde gerne mit ihr kommen, war aber gerade zu höflich, um nicht zu fragen. "Danke nochmal für mein Leben. Ich hoffe, du sagst mir deinen Namen, denn meiner ist Adelaide. Ich werde dich niemals vergessen."

@Talea Fraser

(Soll ich lieber in der Ich-Form schreiben oder geht's? )


• With the attitude of a godess •


• Don't mess with a godess •


Talea Fraser knutscht es ab.
nach oben springen

#6

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 03.04.2019 22:32
von Talea Fraser | 258 Beiträge | 659 Punkte
avatar
Kolonie Einzelgänger



@Adelaide Roux

Ich konnte es nicht mehr hören. Diese ständigen Mit- und Beileidsbekundungen. Ob es damals um meinen Vater ging, der uns verlassen hatte als ich gerade mal vier Jahre alt war, weil ihm die Verantwortung zu viel war, oder der Tot meiner Großeltern. Seit dem Verlust meiner besten Freundin, konnte ich mir solche Sätze nur noch mit großer Beherrschung anhören. Natürlich war mir bewusst, dass viele einfach nur ihr Mitgefühl ausdrücken wollten. Die meisten keine Bösen Absichten dahinter hegten, ganz im Gegenteil. Doch es hing mir zum Hals heraus. Es war nun mal passiert und nichts konnte all das wieder gut machen. Es lag einfach in der Menschlichen Natur vieler, Empathie zu empfinden. Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung – je offener eine Person für ihre eigenen Emotionen ist, desto besser kann sie auch die Gefühle anderer deuten. Vielleicht einer der Gründe, warum ich meine teils verloren gegangene Empathie größtenteils zu unterdrücken weiß. Andererseits lag die Wahrscheinlichkeit höher, dass es an meiner entwickelten, sozialen Inkompetenz lag. Alles was ich nach Malias tot hatte, waren mein kleiner Bruder und mein Studium gewesen. Und vielleicht auch die kurzzeitige Affäre, die mir noch bis heute im Kopf herum schwirrt. »Es muss dir nicht leid tun. Es ist passiert und nichts kann daran etwas ändern. Versteh mich nicht falsch. Dennoch, weiß ich dein Mitgefühl zu schätzen.« Quetschte ich aus mir heraus, um nicht gänzlich kalt und abgewrackt zu wirken, was ich im Grunde genommen ja auch gar nicht war. Für sowas hatte ich allerdings keine Zeit. Ich wollte keine Zwischenmenschlichen Beziehungen eingehen, aus reinem Selbstschutz. »Na wenigstens weißt du dich zu verteidigen. Ich bin leider viel zu ungeschickt mit dem Schwert.« Gab ich zu und verriet damit schon wieder mehr als mir gerade lieb war. Ich bedankte mich mit einem kurzen Blick für die Hilfe bei der Einsammlung meiner verbliebenen Pfeile und sah die Schwarzhaarige an, als sie sich erneut bei mir bedankte und mir ihren Namen verriet, während sie plötzlich meine Hände nahm, was mir eine Mischung aus Unbehagen und fremder Wärme vermittelte. Ich zog meine Hände langsam und wortlos weg , während ich mich wieder in einen Moment beförderte, in dem ich mit mir haderte. Namen machten das ganze schon wieder soviel komplizierter. Zudem wusste ich nicht, wie ich damit umgehen sollte. Mit dem Gedanken sie mit diesen Männern zurück zu lassen. Der Gedanke gefiel mir nicht. Die Überlegung sie jedoch mit zu uns zu nehmen, gefiel mir ebenso wenig. »Talea. Mein Name ist Talea.« Sprach ich schließlich aus. »Und du hast mich um unser Mittagessen gebracht, Adelaide.« Sprach ich etwas harsch, obwohl meine Mundwinkel dabei zuckten.





Adelaide Roux ist entzückt.
Adelaide Roux knutscht es ab.
zuletzt bearbeitet 03.04.2019 23:25 | nach oben springen

#7

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 04.04.2019 16:03
von Adelaide Roux | 356 Beiträge | 907 Punkte
avatar
Kolonie Traitors

Adelaide war es leid, sich von diesen Männern schikaniert zu lassen. In ihrem Kopf wurde mit Taleas Erscheinen eine Idee gesät. Über diese Idee wollte sie aber nicht nachdenken, da die Idee nicht sehr gut war. Dann sah sie auf ihren Katana. Wie schwach sie wohl ausgesehen hatte...Sie nahm den Katana und zerteilte einen dickeren Ast. Die Frankokanadierin schwor sich wiedermal, sowas sein zu lassen. Alles nur wegen diesen Kerlen. Wenn Addy jemals Rachegefühle hegte, dann jetzt. Ob sie die Kerle tot sehen wollte, wusste sie nicht. Es ging auch weniger drastisch. Aber am Meisten war sie auf sich sauer. Wie konnte sie die Beißer nicht gehört haben? Definitiv war das einer ihrer Sternstunden...Sie seufzte. Ihr Selbstbewusstsein war angekratzt, aber überhaupt nicht gemindert worden. Sie wollte sich beweisen. Adelaide wollte, dass man wusste, wie gefährlich sie war.



Sie hörte der Braunhaarigen nur noch mit einem halben Ohr zu. Sie nickte aber allerdings, als sie behauptete, ihr Mitgefühl zu schätzen. Ihr Gesicht sagte zwar etwas anderes, aber die Schwarzhaarige nahm es so hin. Sie wollte der Fremden nicht unbedingt auf die Füße treten. Würde sich die Beiden kennen, wäre das anders, aber so konnte das nicht hingehen. Als sie ihr offenbarte, dass sie nicht mit Schwertern umgehen konnte, ging ich demonstrativ über meine Schläfe. "Niemand ist perfekt. Ich hab mich auch etliche Male geschnitten und seit paar Jahren kann ich es führen. Ich wünschte manchmal wirklich, ich hätte einen Waffenschein für LMGs gemacht. Damit kann so viele Cadavres ambulants mitnehmen. Leider sind wir aber nicht bei Resident Evil...". Sie merkte dann auch kaum, dass sie nicht mehr Taleas Hand hielt. Sie sank wieder auf ihren Baumstumpf und hörte zu, als die Frau ihren Namen sagte. Adelaide blickte auf. Talea hieß sie also. Ein sehr ungewöhnlicher Name. Eher ein indischer Name, fand sie, aber im Endeffekt war es ja auch egal. "Wir haben noch mehr als genug bei uns. Ich könnte was für dich holen. Vielleicht packe ich meine Sachen und haue jetzt ab. Ich hasse diese Abhängigkeit. Ich werde alles eliminieren, dass sich mir in den Weg stellt!". Adelaide stand auf und sah in Richtung Lager. Ihre Präsenz hatte sich in den letzten zehn Minuten total verändert. Solche Umschwünge sollte es öfters geben, dachte sie sich. "Je vais me battre!". Sie würde sich später immer daran erinnern, wer die ausschlaggebende Person für ihren Umschwung war. Es war Talea. Eher gesagt, die Rettung von Adelaide durch Talea.

@Talea Fraser


• With the attitude of a godess •


• Don't mess with a godess •


Talea Fraser findet das gut.
Talea Fraser tanzt den Zombie ChaChaCha.
nach oben springen

#8

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 05.04.2019 22:25
von Talea Fraser | 258 Beiträge | 659 Punkte
avatar
Kolonie Einzelgänger

@Adelaide Roux

Ich nahm mir einen Moment Zeit, um die junge Frau etwas genauer zu betrachten. Um meine Erfahrung und mein Wissen verwenden zu können, um sie vielleicht noch besser einzuschätzen. Doch alles was ich erkannte, war eine erschöpfte junge Frau, die trotz zerzauster Haare und Augenringe noch unverschämt gut aussah. Ich verspürte den kurzen Drang an mir herunter zu sehen, mich zu vergleichen. Doch da wurde mir gleich wieder bewusst, wie Sinnlos das doch erschien. Zudem verriet mir ihre aktuelle Haltung und der dazu gehörende Blick, dass sie gerade ganz woanders war. Wahrscheinlich neigte sie schnell dazu in ihrer Gedankenwelt zu versinken. Wahrscheinlich dachte sie manchmal zuviel nach, so wie ich. Trotz allem wirkte sie geschickt und gebildet. Vielleicht könnte sie uns ja doch nützlich sein, würde ich sie mit zu uns nehmen? Ein Gedanke den ich schnell wieder zu verwerfen wusste, als Adelaide ihre Stimme wieder gefunden hatte. Ihre Worte ließen mich unabsichtlich spöttisch auflachen. »Eine LMG? Ich verstehe ja, dass jegliche Arten von Schusswaffen effektiver erscheinen als jegliche anderen Waffen. Was sich jedoch keiner so richtig bewusst zu machen scheint, ist wie viel Schaden man wirklich bei dessen Nutzung anrichtet. Sie sind laut. Und laut sein können wir uns in der neuen Welt nicht leisten. Ich habe selbst mit ansehen müssen, wie eine Fünfköpfige Gruppe den Fehler begangen hatte, eine Schusswaffe einzusetzen. Eine Schrotflinte, wenn ich mich nicht irre. Den ersten Beißern flog anständig der Kopf weg. Allerdings war das auch wie eine Einladung für alle anderen in der Nähe. Diese jungen Leute waren schneller von Beißern umzingelt, als sie Patronen abfeuern konnten.« Ich warf nochmal einen Blick auf das Katana, welches die Schwarzhaarige mit sich trug und nickte mit dem Kopf in dessen Richtung.»Bleib lieber bei dem. Ich bin mir sicher, dass du gut damit umgehen kannst. Und wenn du mal die Möglichkeit bekommst an eine Armbrust zu kommen, schnapp sie dir und übe.« Riet ich ihr unverbindlich. »Bist du dir sicher das du dort nochmal hingehen willst, allein? Ich kann mir vorstellen das du dazu in der Lage bist dich zu wehren, wenn du nicht gerade vor dich hin träumst.« Neckte ich sie etwas. »Und du bist dir sicher, dass du dich dann allein durchschlagen willst?« Hackte ich noch mal nach, da sie bis vor wenigen Momenten, nicht so wirkte als hätte sie wirklich die Nerven dafür, was absolut kein böswilligen Gedanken darstellen sollte. Ich hatte zwar seit meinem Studium die meiste Zeit mit mir allein verbracht, doch konnte ich mir kaum vorstellen allein durch diese Hölle zu gehen, auf mich gestellt. Da hatte ich ja auch noch keine Ahnung, was noch alles auf mich zukommen würde.





Adelaide Roux liebt es!
zuletzt bearbeitet 05.04.2019 22:28 | nach oben springen

#9

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 05.04.2019 23:35
von Adelaide Roux | 356 Beiträge | 907 Punkte
avatar
Kolonie Traitors

Adelaide bemerkte gerade noch schmunzelnd, dass Talea sie musterte, bevor sie sich in ihren Gedanken verlor. Irgendwie fand sie es putzig, irgendwie aber auch so unerwartet. Sie dachte, das hätte sie schon lange vorher getan. Sie hatte in ihrem Leben schon zu oft gehört, wie schön sie war. Für sie war es einfach ein netter Zusatz und mehr nicht. Von Schönheit konnte man sich in den meisten Fällen nichts kaufen und da sie kein Model gewesen war, traf das auch zu.




Da sie schon ein bisschen im Gespräch waren, zeigte sich Adelaides unvergleichliches Lächeln. Sie selber liebte es auch. Auch als Talea auflachte und ihr mehrere Gründe nannte, weshalb ein LMG oder allgemein eine Schusswaffe für die Apokalypse schlecht war. Die Schwarzhaarige war sichtlich amüsiert und hatte direkt eine Antwort parat. "Wenn man eine Schusswaffe ohne Aufsätze hat, stimmt das, aber du willst gar nicht wissen, wie ein Schalldämpfer die Sache erleichtert. Du hörst einfach kaum was. Kein Krach, keine unerwünschten Geburtstagsgäste.". Sie grinste und schielte bei der Erwähnung ihres Katanas auf diesen. Er hatte schon etwas majestätisches und erhabenes, fand sie. "Ich würde gerne mal Wurfäxte ausprobieren. Leise und tödlich. Tödlicher und schwieriger als eine Armbrust. Und glaub mir...wenn der Zweihänder nicht reicht, greife ich zum Einhänder. Vor allem haben die Idioten so schlechte Bögen. Also vielleicht werden sich mich festhalten wollen...". Ihre Finger gruben sich in den Griff des Katanas, so dass es wehtat. Taleas Interesse an ihren Plänen ließ sie wieder lächeln. Sie schien echt in Ordnung zu sein. Es war so befreiend, mit ihr zu reden. "Naja...werde ich gebissen, dann gebe ich mir mit meinem Katana den ehrenvollen Gnadenstoß. Sollte ich so sterben, dann kann es mir ja egal sein. Ich hab nicht wirklich noch was hier, was mich hält. Also keine Sorge. Ich bin froh, dass ich dich getroffen habe.". Adelaide hatte die indirekten Fragen der jungen Talea mitbekommen und würde sehr gerne mit ihr kommen, aber Vertrauen war berechtigterweise Mangelware. Lieber würde sie alles aus dem Lager nehmen. Ihre Gruppe hatte viel zu viel essen. das sie aber auch nicht abgeben wollte. Würde es noch anders kommen und welche Rolle würde dabei Talea spielen...?

@Talea Fraser


• With the attitude of a godess •


• Don't mess with a godess •


nach oben springen

#10

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 07.04.2019 21:16
von Talea Fraser | 258 Beiträge | 659 Punkte
avatar
Kolonie Einzelgänger

@Adelaide Roux

Schlagfertig war Adelaide alle mal. Und gewiss nicht dumm. Vielleicht schätzte ich sie dennoch etwas Naiv ein, doch das konnte auch Situationsbedingt so sein. Das würde ich wphl erst noch heraus finden müssen, oder eben nicht. Zudem war ich mir noch immer nicht sicher was ich tun sollte. Sollte ich sie mit nehmen? Sie ein Stück begleiten? Die Gefahr war zu groß, durch sie in Schwierigkeiten zu geraten Mein Helfersyndrom drängelte sich merkbar an die Oberfläche, doch meine Vernunft wagte zu überwiegen. Du kannst sie nicht alle retten. Rette dich selbst. Alles andere, gehört nicht zu deinen Problemen. Sagte ich mir, war jedoch weiterhin hin und her gerissen, bis mich eine Stimme aus meinen Gedanken zog und ich zurück zur Realität glitt. »Da magst du recht behalten. Doch solche Waffen wachsen eben nicht an Bäumen und ebenso wenig diverse Schalldämpfer. Ich rede nur davon, dass viel zu viele zu Waffen neigen, die für diese neue Welt einfach mehr als nur nicht zu gebrauchen sind.« Erklärte ich nochmal meinen Standpunkt, ehe ich über eine Wurfaxt nachdachte. »Hmmm.. Eine Wurfaxt ist vielleicht effektiv, jedoch im Gebrauch vorerst einmalig und unnütz, wenn sie von allen Seiten kommen. Allerdings immer noch besser als eine gewöhnliche Schusswaffe.« Schmunzelte ich in ihre Richtung, als sie auch schon erneut auf die Männer zu sprechen kam, die sie vorhin erwähnt hatte. Ich stieß einen Seufzer aus, während man mir ansehen musste, dass ich innerlich mit mir kämpfte.Ich wog den Kopf hin und brummte ein wenig dabei, bevor ich mich von meiner Impulsivität überrumpeln ließ, bei der meine gute Seite wohl gerade die Oberhand zu gewinnen schien. »Okay. Hör zu. Ich kann dir anbieten dir Rückendeckung zu geben, während du Sachen und Vorräte holen willst. Vielleicht..« Wieder haderte ich mit mir herum. »Kann ich danach auch erst mal mit zu uns nehmen, bis du weißt, wo du hin willst. Ich habe als wir noch in der größeren Gruppe waren, etwas von einer Gruppierung gehört, die sich ein Lager auf einem Güterhof aufzubauen scheint. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die dort scheinbar recht gut ausgerüstet und geschützt. Natürlich wäre es möglich das diese die Mörder meiner Gruppe gewesen sind, doch ich glaube nicht. Zudem ist dieser Güterhof auch zu weit weg von hier.« Bot ich an und erzählte ich ihr, wusste allerdings noch nicht ob ich mich dafür schlagen oder loben sollte. Es war kein Geheimnis das mein Misstrauen auf sein Höchstlevel gestiegen war, seit dem wir angegriffen wurden. Doch auch empfand ich es falsch mich ähnlich wie diese Bastarde zu verhalten. Diese junge Frau benötigte eventuell meine Hilfe. Und wer wäre ich, wenn ich diese verwehren würde, obwohl ich die Mittel und Möglichkeiten dazu habe? Ich wäre nicht mehr ich selbst. Und noch weiter von meiner selbst, seitdem Malia verstarb, wollte ich mich nicht mehr distanzieren. Zu der Erhaltung mancher Stücke, Eigenschaften, musste ich wohl kämpfen. Und ich war gewiss niemand, der so schnell aufgab.





Adelaide Roux knutscht es ab.
Adelaide Roux tanzt den Zombie ChaChaCha.
nach oben springen

#11

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 08.04.2019 20:17
von Adelaide Roux | 356 Beiträge | 907 Punkte
avatar
Kolonie Traitors

Während Talea noch in Gedanken war, begutachtete sie ihren Katana. Wenn er irgendwann kaputtging, brauchte Adelaide eine vergleichbar gute Waffe. Es würde eine sehr schmerzhafte Trennung werden, denn sie hing an ihren Waffen. Diese hatten ihr nämlich schon oft das Leben gerettet. Als Talea weiter über die negative Funktion von Schusswaffen redete und da betonte, dass Schalldämpfer nicht an Bäumen wuchsen, nickte Adelaide nur und dachte immer noch daran, wie viele abertausend Schalldämpfer noch in den Militärstützpunkten rumliegen müssten. Sie wollte das Thema aber nicht weiterführen und war froh, als Talea aufgrund Addys Aussage nun über Wurfäxte redete. "Wenn du ein Messer nimmst und es wirfst, ist es auch ein Wurfmesser. Mit einer Wurfaxt oder einem Wurfmesser kannst du ja nicht nur werfen. Ich stelle mir das mit zwei Äxten sehr lustig vor. Kann man ja richtig Kombos raushauen.". Adelaide lachte und beobachtete die nachdenkende Frau interessiert. Sie wusste nicht, an was Talea dachte, musste sich aber eingestehen, dass sie dabei sehr hübsch aussah. Urgh, klischeehafte Gedanken, dachte sich Addy und schmunzelte über ihre Gedanken. Als Talea wieder anfing zu reden, strich sich Adelaide durch das lange schwarze Haar und entfernte ein paar Blätter aus diesem. Talea bot ihr Rückendeckung an, so plötzlich, dass Adelaide vergaß, sich das Blatt, dass sie in der Hand hatte, aus den Haaren zu ziehen. Sie schluckte und machte große Augen. Dann sagte sie mit ruhiger Stimme: "Du hast mich doch heute schon einmal gerettet. Ich weiß nicht, ob ich dich schon wieder in Gefahr bringen will. Du sollst doch noch gut von mir denken.". Addy lächelte teils traurig, aber auch teils belustigt. Im nächsten Moment raubte es ihr den Atem, als Talea ihr so ein unverschämt großzügiges Angebot unterbreitete. Sie war überrumpelt. Erstmal sagte sie nichts dazu und starrte Talea einfach nur an. Das war zu viel des Guten für Adelaide. Sie hoffte, Talea würde sie auch ohne Worte verstehen. Als Talea über eine Gruppe auf einem Güterhof redete, ging ich erstmal nicht darauf ein, denn es folgte noch ein schwerer Teil. Adelaide musste nun kühlen Kopf behalten. "Können wir das später besprechen? Wenn du mir Deckung geben möchtest, sollten wir jetzt gehen. Vor dem Lager kann ich dir dann sagen, wo du dich postieren könntest. Und falls etwas passiert...danke, dass ich dich treffen durfte.". Adelaide schickte ihr einen Luftkuss und wandte sich dann um. Sie sprang über den blöden Erdspalt und marschierte los. "Den letzten fressen die Vampire...naja, keine angemessener Witz.". Sie zuckte mit den Schultern und ging weiter, nicht ohne, dass ihr das schwarze Haar hinterhertanzte.

@Talea Fraser


• With the attitude of a godess •


• Don't mess with a godess •


Talea Fraser knutscht es ab.
Talea Fraser wirft dich in die Arena der Humming Wolves.
nach oben springen

#12

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 11.04.2019 22:44
von Talea Fraser | 258 Beiträge | 659 Punkte
avatar
Kolonie Einzelgänger

@Adelaide Roux

'Geschnitten.' Ein Wort welches wohl für den Rest meines Lebens ein Stechen in meinem Herzen auslösen würde. Ein Kribbeln in den Fingerkuppen, eine Erstarrung jeglicher Muskeln und auch jetzt hielt ich mich viel zu lange in dieser Traumatischen Haltung auf. Ebenfalls einer der Gründe, weswegen die Psychologie damals so wichtig für mich erschien. Ich wollte nicht mehr bestimmten Wörtern, Berichten, Nachrichten, Gesten, Filmszenen etc. zusammen zucken und mich in mein Schneckenhaus verziehen. Doch ich musste lernen das sich solche Traumatischen Erlebnisse niemals in Luft auflösen würden. Man konnte lernen sie umzuleiten, sie zu verstehen, sie zu akzeptieren und zu platzieren, doch niemals würden sie einfach verschwinden. Sie blieben ein Teil von dir, eingebrannt in deiner Seele, unumgänglich zu übergehen. Und es waren diese Panikattacken, diese psychischen Laster die wohl heute ein noch größerer Feind für mich waren als die allgemeine Situation auf der Erde, wie sie heute ist. Wenn du dich in einer Panikattacke befindest, ist es, als würdest du unter Wasser gedrückt werden und dich nicht dabei wehren. Das dröhnen in deinen Ohren wird immer schwerer und lauter, deine Knochen fühlen sich an wie Blei und alles in deinem Kopf setzt einfach aus. Einmal hat mich dies beinahe mein Leben gekostet. Und die einzige die mich daraus befreien konnte, war ich selbst gewesen. Wahrscheinlich starrte ich gerade in die Leere. Adelaides Stimme drang zu mir durch, auch wenn ich kein Wort mehr verstehen konnte. Ich schloss die Augen, konzentrierte mich auf meine Atmung, bis das Piepen in meinen Ohren begann und ich langsam wieder in die Realität zurück glitt. Ich sag Adelaide wahrscheinlich etwas verwirrt an und blinzelte einige male. »Entschuldige. Was hast du gesagt? « Fragte ich etwas peinlich berührt, da ich mich in dieser Situation äußerst verletzlich und Angreifbar fühlte. Das Thema schwang schnell auf Taleas spontanen, unüberlegten Plan zurück, weswegen sie die Chance nutzte diese komische Situation zu überspielen. »Ich würde eher behaupten, dass du dich wieder in Gefahr begibst. Ich komm schon zurecht.« Meinte ich nun wieder etwas selbstsicherer, da ich es so meinte wie ich es gesagt hatte. Ich verging mich ungerne an dem Leben von den Gesunden. Doch wenn es nicht anders ging, musste es eben sein. Nicht nur die Walker waren Monster, nein. Auch wir Menschen. Und jetzt sind wir es mehr denn je. »Ja, das können wir.« Meinte ich und machte mich ebenfalls gleich Aufbruch bereit, den Bogen bereits Schussfertig gespannt. »Es wird schon nichts passieren. Ich bin bei dir.« Gab ich der eigentlich fremden für einen kurzen Moment einen Ort der Mentalen Sicherheit. Die Menschliche Natur war darauf ausgelegt sich in seinem Rudel stärker zu fühlen. Vielleicht sogar unbesiegbar.Oh Mal.. Dachte ich, Hättest du diese Natur damals doch niemals abgelegt. Zusammen waren wir das nämlich, unbesiegbar. Und damit machte ich mich auf den Weg, einer Fremden folgend, unwissend was mich als nächstes erwarten würde.





Adelaide Roux knutscht es ab.
Adelaide Roux muss Rotz und Wasser heulen.
nach oben springen

#13

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 12.04.2019 22:02
von Adelaide Roux | 356 Beiträge | 907 Punkte
avatar
Kolonie Traitors

"Ich glaube, es ist auch egal. Wir sollten uns sowieso auf die Operation fokussieren. Reden wir lieber nachher.". Adelaide lächelte und ging nicht weiter auf die geistige Abwesenheit der attraktiven Talea ein. Es fiel ihr schwer, die Augen von ihrer Retterin zu lassen. Die Frankokanadierin wollte diese Frau näher kennenlernen, aber da gab es erstmal noch eine Hürde. Als Talea ihren Bogen spannte und sagte, dass sie bereit sei, ging Adelaide weiter Richtung Lager. Sie hielt inne, als ihr die Braunhaarige sagte, dass sie bei ihr sei. Adelaide warf ihr kurz einen glühenden Blick zu und ging dann wortlos weiter, mit einem Lächeln auf den Lippen. Stumm gingen die Beiden weiter. Einige Minuten vergingen, bis Adelaide eine Hand hob und damit Talea gebot, Halt zu machen. Sie näherte sich Bogenschützin und umarmte sie vorsichtig. Sie zitterte etwas. "Ich hoffe, wir sehen uns un Kürze wieder, Talea. Eigentlich würde ich noch was zu dir sagen, aber ich weiß nicht, was du davon halten würdest, also vergessen wir das. Bring dich für mich bitte nicht total in Lebensgefahr und bleib auf Distanz.". Adelaide lächelte sanft und strich ihr nochmal über die Wange, bevor sie sich umwandte und sich durch das Dickicht zum Lager schlug.



Die ehemalige Dolmetscherin betrat das stille Lager und blieb ruhig. Die Anderen beachteten sie nicht mal. Sie betrat ihr Zelt und stopfte alles in ihren Rucksack, was sie fand. Nun schulterte sie den schweren Rucksack und verließ das Zelt. Das Zelt sollte auch mit. Es war ihr immer treu geblieben. Es war zwar sehr riskant, es abzubauen, aber schließlich hatte sie es sicher verstaut und es an den Rucksack geklemmt. Es war kein großes Zelt. Es war eins, das man auf den Boden werfen konnte, wo es sich aufbaute, daher konnte man es schnell abbauen und einpacken. Adelaide huschte nun zu den Vorräten und schnappte sich eine Plastiktüte, eine der wenigen, und füllte diese mit einigen Konservendosen und ein paar Flaschen gefiltertem Wasser, die sie einst mal aus einem Discounter geholt hatten, als auch schon eine raue Stimme ertönte: "Was soll das werden, Adelaide?". Adelaide drehte sich um, nicht ohne den Katana festzuhalten. Seine Augen durchbohrten sie. Adelaide musste spöttisch auflachen. Es war ein recht zittriges Lachen. Eigentlich durfte sie keine Zeit schinden. "Ich gehe, Erik. Ich nehme mir nur noch was mit. Ihr habt ja noch mehr als genug.". Er lachte nur spöttisch und hob seinen Baseballschläger. "Aber...aber, du bist doch das einzige Weib hier und außerdem kann ich nicht zulassen, dass du das mitnimmst. Ich ruf lieber die...". Weiter kam er nicht. Die Schwarzhaarige hatte ihren Katana gezückt und sprintete blitzschnell auf ihn zu. Sie zerteilte den Baseballschläger, dessen Reste dann zu Boden fielen. Der Mann schrie, so dass es jeder hörte. Nach wenigen Momenten kamen die anderen Zwei angelaufen. Einer hatte doch tatsächlich eine Pistole. Das hatte Adelaide nicht gewusst. Sie rannte um ihr Leben. Sie rannte in den Wald und sprang mit dem ganzen Körper hinter einen umgekippten Baum, so dass sie eine Kugel haarscharf verfehlte. Der zweite Mann kam von der Seite. Adelaide sah das Messer in seiner Hand und hob ihren Katana. Ich möchte leben, sagte sich und rannte ihm entgegen. Sie zog durch und durchtrennte seinen Hals. Der Kopf trudelte durch die Luft und landete auf dem Boden. Sie hatte keine Zeit, nachzudenken. Adelaide begab sich sofort wieder in Deckung und wartete auf Taleas Einsatz. Wieder folgten ihr Schüsse. Ein Streifschuss traf sie am rechten Arm. Sie schrie, ließ den Katana aber nicht los. Zum Glück war es nur ein Streifschuss. Dass sie gerade einen Menschen enthauptet hatte, konnte sie gerade nicht ablenken. Zwei waren noch da. Einer hatte ein Schusswaffe und der Andere war bestimmt schon ihrer Nähe. Sie wollte leben. Adelaide atmete schnell und hielt sich nun den rechten Arm, ohne den Katana loszulassen. Der Schmerz lenkte sie ab. Zugleich hoffte sie auch, dass Talea nicht überwältigt wurde. Wenn sie wegen ihr draufging, könnte Adelaide nicht damit leben.

@Talea Fraser


• With the attitude of a godess •


• Don't mess with a godess •


Talea Fraser ist schockiert!
Talea Fraser Apokalypse What?! If it lives I can kill it!
Talea Fraser wirft dich in die Arena der Humming Wolves.
zuletzt bearbeitet 12.04.2019 23:41 | nach oben springen

#14

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 16.04.2019 23:24
von Talea Fraser | 258 Beiträge | 659 Punkte
avatar
Kolonie Einzelgänger

@Adelaide Roux

Unterbewusst stimmte ich der Unbekannten Schönheit zu und trug dies mit einem kaum merklichen Nicken nach außen. Noch immer war ich mir alles andere bewusst darüber, ob es gerade richtig war was ich hier tat oder einfach nur unsagbar dämlich. Alles in allem tat dies mittlerweile gar nicht mehr soviel zur Sache. Wenn da nicht Kyran wäre.. Mein kleiner Bruder, mein Sonnenschein, mein Ein und Alles. Kein Tag vergeht an dem ich mich nicht frage ob er lebt. Und wenn es so ist, wovon mein Naiver, verletzter Verstand ausgeht, ist er dann bei Mom? Oder zumindest in Sicherheit? Ich bin mir nicht mal sicher ob seine Sanfte Seele auch nur einen Ansatz dieser Katastrophen verkraften kann. Während ich mit meinen Gedanken mal wieder nicht dort war wo ich gerade sein sollte, in der Realität, stapfte ich Adelaide erneut Gedankenverloren hinterher. Das ich müde und erschöpft war, machte meine fehlende Aufmerksamkeit nur zu deutlich. Im nächsten Moment befreite mich meine Begleitung aus dieser Unachtsamkeit und ich sah auf, gleich wieder irritiert durch ihre Taten und Worte, als sie sich auch schon wieder in Bewegung setzte, ehe ich etwas darauf erwidern konnte. Etwas weiter weg, konnte ich grobe Umrisse eines Lagers erkennen und sah Adelaide hinterher. Ich versteckte mich hinter einem Vorsprung und dachte nicht eine Sekunde lang daran meinen Griff um den Bogen zu lockern. Von dem was mir die Schwarzhaarige über diese Männer erzählt hatte, rechnete ich mit allem, weswegen ich bereits ins Leere zielte. Es fühlte sich an als würden die Minuten einfach nicht umgehen wollen. Hatten sie sie bereits getötet oder wurde sie Festgehalten? Der Gedanke traf mich, dass ich direkt hätte mitkommen sollen. So als Warnung für die anderen. Oder vielleicht.. Ich schreckte aus meinen Gedanken, als ich mehrere Schreie vernahm. Kurz darauf wurde die Stille des Waldes von unruhigem Rascheln beendet, gefolgt von Schüssen. Unverkennbar von Schüssen einer Pistole. Ich fluchte leise und biss mir auf die Unterlippe. Viel Verstand konnten diese Typen wirklich nicht besitzen. Nun hatten wir nicht nur diese Mistkäfer am Hals, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch alle Beißer im Umkreis vieler Kilometer, so wie es hier schallte. Ich sah Adelaide, wie sie sich hinter einem Baum versteckte. Und obwohl mir eine menge Adrenalin durch die Adern schoss, spannte ich den Bogen noch etwas weiter und fokussierte mein rechtes, offenes Auge, als gäbe es keinen entspannteren Moment in meinem Leben. Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, was Adelaide getan hatte, doch es war keine Zeit um darüber nachzudenken. Ich hatte die Männer genau im Blick, noch hatten sie mich nicht entdeckt. Einer von Ihnen näherte sich Adelaide unbemerkt von der Seite und der andere von hinten, was es schwieriger machte beide Rechtzeitig auszuschalten. Zumal die Schwarzhaarige scheinbar getroffen wurde. Es war also Zeit deren Spiel mit zu spielen. Ich wich ziemlich weit nach rechts aus, versteckt hinter den natürlichen Senkungen des Waldes. Ich achtete auf jeden meiner Schritte und hoffte Inständig mich nicht mit dem Knacken eines Astes zu entlarven. Zudem schwebte der Gedanke an bald eintreffende Walker weiter über meinen Kopf. Mich trennten nun circa fünf Meter von dem Mann mit Messer, der kurz davor war Adelaide zu erreichen. Ich hörte auf meinen Bogen zu spannen und zog das Messer aus meinem Stiefel und Klappte es auf, während ich mich weiter leise fortbewegte. Allerdings geriet ich durch die etlichen Aktionen die ich gerade tätigte ins wanken, wodurch ich doch noch auf einen ziemlich bescheidenen Ast trat, dessen Knacken gefühlt den ganzen Wald erfüllte. Ich biss mir auf die Zähne, überlegte nicht lange und trat aus meiner Deckung. Ich spann erneut meinen Bogen und schoss dem Mann mit der Pistole gerade noch so in die Schulter, wodurch er dennoch laut Aufschreiend seine Waffe fallen ließ. Während der andere sich nun auf mich konzentrierte, ließ ich meinen Bogen locker und wich gerade noch rechtzeitig aus, ehe der stinkende Mann mich am Kopf getroffen hätte. Ich trat ihm mit dem Fuß kräftig in die Seite, wodurch er ins Wanken geriet. Einen Moment den ich nutze, um das erste mal ein Manöver anzuwenden, welches mir Steve vor einigen Monaten beigebracht hatte, sollte es mal zu einem Nahkampf kommen. Ich kickte dem gebeugten Mann mit dem Ellenbogen in den Rücken, was ihn Zufall brachte. Dann hielt ich die Luft an, packte ihn an den fettigen Haaren, zog seinen Kopf zurück und schnitt ihm mit einem schnellen Ruck die Kehle durch. Blut schoss ihm aus dem Hals, welchen er sich kläglich zu halten versuchte. Ich taumelte nach hinten und kämpfte gegen den Drang an mich übergeben zu müssen. Dies war nun der Zweite, gesunde Mensch, dessen Leben durch meine Hände sein Ende gefunden hatte. Ich schüttelte mich und taumelte zu dem Mann mit der Pistole, der gerade kurz davor war diese zu greifen. Geistesgegenwärtig spannte ich erneut einen Bogen und verfehlte mein Ziel dieses mal nicht. Ein glatter Schuss in die Schädeldecke. »Drei..« Murmelte ich kaum verständlich und stieß heiße Galle auf, fing mich dann aber wieder einigermaßen, um mich zu Adelaide runter zu hocken. Ohne Worte riss ich ihr das Shirt von der Schulter, um mir die Verletzung ansehen zu können. Dann erhob ich mich entgegen aller meiner fehlenden Kräfte und reichte ihr die Hand. »Ist zum Glück nur ein Streifschuss. Kannst du laufen ? Wir müssen hier weg, sofort.« Sprach ich ziemlich gleichgültig, da gerade alles vor meinen Augen verschwamm. Wie es aussah, musste ich mich wohl erst mal daran gewöhnen, einem Menschen das Leben zu nehmen. Einem gesunden Menschen. Aber in der neuen Welt hieß es wohl auch wie in der bekannten Tierwelt; 'Fressen oder gefressen werden.' Was sich hier wohl eher auf Leben oder Leben nehmen bezog. Meine Ohren fokussierten sich auf die Geräusche des Waldes, doch bisher konnte ich nichts verdächtiges vernehmen. Sicher war jedoch sicher. Wir mussten weiter. Ich half Adelaide auf und bot ihr meinen Arm zur Stütze an, falls es zu sehr schmerzte. Dann drehte ich mich um, ohne noch ein mal zurück zu blicken. Ohne zu Wissen, welches mein nächster Schritt sein würde.





Adelaide Roux liebt es!
Adelaide Roux hofft auf ein Wunder.
nach oben springen

#15

RE: Happy hour (Talea&Adelaide)

in Verschobene Plays 17.04.2019 19:52
von Adelaide Roux | 356 Beiträge | 907 Punkte
avatar
Kolonie Traitors

Adelaide hielt sich weiterhin den rechten Arm und schloss die Augen. Als sie die Augen wieder öffnete, meinte sie durch die Bäume Untote zu sehen, aber ihr Tempo war nicht sonderlich hoch. Sie waren bestimmt noch zehn Minuten entfernt. Adelaide sah einen Pfeil an ihr vorbeizischen. Darauf folgte ein nahes Geschrei. Adelaides Brustkorb hob und senkte sich schnell. Talea hatte jemanden getroffen. Die Schwarzhaarige hörte nun einiges Handgemenge und versuchte sich aufzurichten, aber ihre Beine hatten andere Pläne. Adelaide selbst hatte keine Angst um sich. Okay, das war eine Lüge. Sie hatte zwar Angst um sich, aber die Angst um Talea übertrumpfte diese. Adelaide sah hilflos auf ihren blutgetränkten Katana. Talea schien immer noch im Kampf zu sein. So schien es auf jeden Fall. Adelaide versuchte etwas zu sehen, aber der Kampf lief hinter ihrer Deckung.



Plötzlich wurde es totenstill. So still, dass sogar die mittlerweile fünf Minuten entfernten Zombies zu hören waren. "Talea?!", rief die Schwarzhaarige unachtsam und voller Panik, als Talea auch schon angerannt kam. Sofort seufzte Adelaide und tätschelte Tales Arm, als diese ihre Wunde begutachtete. "Es tut mir leid, Talea. Ich wollte das nicht.", sagte sie knapp,ohne eine Träne zu vergießen, obwohl es ihr danach war. Sie ergriff Taleas Hand mit ihrer linken und ließ sich auf die Beine ziehen. Adelaide fiel beinahe wieder hin, da ihre Beine zitterten. Die Frankokandierin nahm ihren Arm gerne als Stütze an. Ihr Blick fiel nun aber auf die Pistole, die Leichen blendete sie aus. Sie beugte sich vorsichtig und nahm diese samt Patronen auf. Dann ließ sie sich wieder von Talea stützen und schwieg. Die Untoten kamen nun nur noch langsamer hinterher. Adelaides Rucksack fühlte sich nun um das hundertfache schwerer an. Sie sah es Talea nun an, dass sie einfach nur noch weg wollte. Da hatten sie was gemeinsam. Adelaide ging mit ihr weiter und blickte zwischendurch hin und wieder vorsichtig zu ihr. Sie fühlte sich für das Schlamassel verantwortlich. Es war einfach ihre Art, so zu denken. Talea wirkte so abwesend, aber gleichzeitig auch wachsam. Sie hatte Adelaide heute zweimal gerettet. Das müsste sie wiedergutmachen. Nun würden sie aber erstmal zu Taleas Lager finden müssen. Adelaide hob kurz Ihren rechten Arm und stöhnte dann vor Schmerz auf. Sie hoffte inständig, dass es schnell verheilen würde.

@Talea Fraser


• With the attitude of a godess •


• Don't mess with a godess •


Talea Fraser knutscht es ab.
nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 4 Gäste sind Online

Besucherzähler
Heute waren 143 Gäste und 6 Mitglieder, gestern 188 Gäste und 10 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 906 Themen und 19828 Beiträge.

Heute waren 6 Mitglieder Online:
Carey Carver, Cecil Allistair, Elita Santos, Ethan Haddock, Ezra Fitz-Ellis, Taylor Reed

disconnected Zombie-Gaststätte Mitglieder Online 0
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen